Was verstehst du unter "klassisch" ? Die Dragon-Gate-Sekte ist von etwa 10. Jahrhundert bis 13. Jahrhundert entstanden, mit den üblichen Heiligen vorne dran die alles erfunden haben. Die Praktiken sind eher nicht leicht zu rekonstruieren, man hat nicht alle Dokumente im Original die mal dagewesen sein könnten, man muss interpretieren bis der Arzt kommt (oder auch nicht) wenn man sich nur auf die Schriftform stützt. Das ist ein dynamisches Kuddelmuddel mit Strömungen, Ansichten, Reformismen, dringenden Ratschlägen interessierter Seite, und so weiter.
Was ich kürzlich gelesen habe:
https://books.google.de/books?id=Mq_...page&q&f=false
Da findet man dann, dass das Gefundene zum Thema Neidan sehr "inheterogenuous" ist und in einer schwierigen, individuellen Sprache verfasst, und das ist höflich formuliert.
Mein Gefühl aus etwas längerer Praxis - wenn man nicht warum auch immer eine Beruhigung im Studium der Schriften findet, sollte man sich auf die Praxis beschränken, und die Deutung der Ergebnisse der eigenen Intuition. Anders hat man das damals nämlich auch nicht gemacht, der Dogmatismus ist eher eine ärgerliche Erscheinung von Sprachfixierten, denen nichts existiert wenn man es nicht genau buchstabengetreu ausformulieren kann. 2+2=4. Ok, kann man verstehen. Und jetzt leite das jetzt mal exakt eineindeutig her, dass jeder einzelne Aspekt vollumfänglich und ohne jeglichen Interpretationsspielraum oder Voraussetzung erwähnt und fixiert ist. Ich vermute mal, das schafft man nicht mal wenn man es versucht, weil man über Sprachdialetik beliebige Nebenkriegsschauplätze aufmachen könnte, durch die man nie fertig wird. Was aber für das Summieren einstelliger Zahlen mit einem zufriedenstellend genauen Ergebnis irgendwie irrelevant ist.
Ein Zustand in dem etwas "Gutes, intelligentes" in einem wie ein immens großer stiller See mitspielt, einem Ruhe gibt, Anleitung, interessante Ideen, neue Möglichkeiten, alte Verletzungen heilt, ist machbar. Man kann ihn erleben, und er wird sich danach, wenn man einmal in die Dunkelheit gegangen ist, immer wieder einstellen. Egal wie sehr man sich zwischendurch zerlegt, oder wie sehr man durch die immense Wirkung wirklich heftiger Empfindungen solcher alten erheblichen Verletzungen wieder durcheinander kommt. Er kommt immer wieder. Immer. Immer gleich. Mag sein dass er immer mal neue Tricks mitbringt, aber es fühlt sich immer wieder so an. Etwas anderes entscheidendes möchte ich nicht thematisieren, weil ich gerade viel Crap gelesen habe in dem Zusammenhang. Wir sind etwas sehr altes, sehr großes, und etwas neues, und eine Interaktion mit dem gleichen "da draussen". Was wir an sich tun können ist, den Werkzeugkasten instand zu halten, und alles immer wieder zu reparieren, polieren, sauber machen. Vielen Menschen fallen immer wieder mal die Werkzeuge runter, und dann liegen die am Boden und sind kaputt. Oder tun nicht mehr so. Man kann aber nicht mehr machen als alles aufzuheben, und wieder in Gang zu setzen, und ist dabei auf viel Intuition angewiesen. Wenn der Hammer mal anders herum auf dem Boden liegt als meistens passen nämlich möglicherweise die Anleitungen nicht genau.
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"Man kann Leuten nicht verbieten, ein ***** zu sein." (Descartes)