Ja mei. Das ist mir durchaus bekannt. Aber da steht auch nur, dass es „historisches Shotokan“ eigentlich nicht mehr gibt, wobei auch gar nicht klar ist, was das eigentlich war. Das ist ja eher mal eine Frage für die Wissenschaft, widerlegt aber zumindest den TE, der der Meinung war, er wisse genau was original Shotokan nach G. Funakoshi (ich spare mir die Großbuchstaben) ist. Andererseits wäre es etwas weltfremd, zu behaupten, es gäbe kein Shotokan.
Ich sehe da außerdem keinerlei Beweis dafür , dass das kein Shotokan war, was die Generation nach Funakoshi so gemacht hat. Er war nicht mit allen Entwicklungen einverstanden. Ok. Aber hat er irgendwo gesagt, dass sei kein Shotokan? Hat er erläutert, was es statt dessen sei? Gibt es irgendwen, der das noch macht? Oder ist Shotokan am Ende das, was die, die es nach ihm praktiziert haben als solches definiert haben (denn Goju oder Wado Ryu haben sie ja schließlich auch nicht praktiziert). Von mir aus nennen wir es Shotokan 2.0, weil es eben nicht identisch mit 1.0 ist. So what?
Versteh‘ mich bitte nicht falsch. Das geht nicht gegen Hennings Arbeit. Ganz im Gegenteil. Zu wissen, wie der geschichtliche Ablauf war, ist wichtig. Ebenso, die richtige Einordnung, in welcher Linie man sich befindet oder eben auch nicht. Aber da ist am Ende eine Frage für die Wissenschaft und nicht für die Praktiker.
Ich zitiere mal Wichmann Sensei aus seinem Interview in der Toshiya Ausgabe 83, wo er erklärt, warum er seine eigene Stilrichtung gegründet hatte:
„Sie hat zum Ziel, die Elemente des ursprünglichen Shotokan-Karate, so wie ich sie in 40 Jahren von Lehrern wie Kanazawa, Nakayama, Enoeda, Kase und Ochi gelernt habe, zu erhalten...“
Mir persönlich reicht das aus und ich wüsste auch nicht, wo oder auch nur warum ich die authentischere Linie suchen solle, geschweige denn, was die mir brächte (Jaja, ich weiß, das ist alles totaler Quatsch und alles andere ist besser.). Ich wiederhole mich da gerne: ich suche mir einen Lehrer, von dem ich glaube etwas lernen zu können und übe unter ihm oder aber ich übe einfach das, von dem ich mit 35 Jahren Erfahrung glaube, dass es mir etwas bringt. Und wenn das alles Kappes ist, ist es mir auch wurscht, dann habe ich dennoch jahrzehntelang etwas mit Leidenschaft trainiert, was mir gefallen hat. So einfach mache ich mir das.






). Ich wiederhole mich da gerne: ich suche mir einen Lehrer, von dem ich glaube etwas lernen zu können und übe unter ihm oder aber ich übe einfach das, von dem ich mit 35 Jahren Erfahrung glaube, dass es mir etwas bringt. Und wenn das alles Kappes ist, ist es mir auch wurscht, dann habe ich dennoch jahrzehntelang etwas mit Leidenschaft trainiert, was mir gefallen hat. So einfach mache ich mir das.
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