Erstmal vielen Dank für die Rückmeldungen und interessanten Gedanken.

Hand-werker:
Für 5x5 finde ich die angestrebten Werte schon sportlich. Kommt jetzt auf dein Körpergewicht an,
Besonders hoch finde ich die Werte nicht. Ich bin aber auch ein Leichtgewicht, d.h. die absoluten Werte sind nicht wirklich beeindruckend. Als Orientierung dient mir der momentane Stand (nicht mehr so weit davon entfernt) und was ich zu BB Zeiten so packte (weit darüber, da war ich aber auch noch jünger und deutlich schwerer) sowie praktische Erwägungen (Anforderungsprofil).

Fips:
Ich würde das auch lieber auf 1RM beziehen. Bei 5x5 hast du zu viele Variablen, die noch mit rein spielen.
Standartwerte für 1 WH findet man recht viele und sind natürlich auch leichter festzulegen, insofern hast Du schon recht. Allerdings steht für mich (meine Zielsetzung) Risiko und Nutzen von Maximalwiederholungen in einem schlechten Verhältnis, daher mache ich zur Zeit auch keine – Ausnahme: Falls ich mal nicht alleine im Keller bin würde ich beim Bankdrücken ausprobieren was geht. Im Rahmen der Steigerung gehe ich aber manchmal (ungewollt) auf einzelne 3er Sätze.
Man kann Werte (5 auf 1 und umgekehrt) ja auch zurückrechnen. Das passt aber nach meiner Erfahrung auch nicht immer – taugt aber als grobe Orientierung.

Fips:
Klimmzüge ist schwer zu sagen. Da sollte man mit einem Zusatzgewicht von 0.5 x bw noch ein paar reps schaffen.
Meine Leistung bei den Klimmzüge hat mich schockiert. Die habe ich erst vor wenigen Wochen zum ersten Mal mit Gewicht gemacht. Obwohl ich immer schon BW-Klimmzüge und einarmige Varianten übe, ging da echt wenig zusätzlich (da bin ich von den 5x mit 50% noch weit entfernt).

Kirke:
Für deine Ziele würde ich Stoßen bei den Nebenübungen rausnehmen.
Interessant. Wie kommst du zu dieser Bewertung bzgl. Stoßen?
Tatsächlich habe ich es bisher nur einmal pro Woche mit 3x5 (nach dem Bankdrücken) gemacht und sonst nur im Rahmen der WODs (mit leichtem Gewicht, mehr WH). Aktuell mache ich es nur im WOD und ansonsten Handstandliegestütze. D.h. ich bin mir selbst auch nicht sicher ob Nutzen / Risiko für mich im richtigen Verhältnis stehen.
Was mich u.a. störte ist:
- Technisch ist sicher noch viel Luft nach oben (in Hinblick auf das bewegte Gewicht und weniger in Hinblick auf einen sichere Ausführung)
- Das „ablassen“ des Gewichts (negative Phase) insbesondere bei der letzten WH (ich kann es nicht fallen lassen, sonst tötet mich meine Frau – die Fließen!) – das stört mich aber auch beim Schwungstoßen

Kirke
Für Verletzungsprävention sind gibt's auch noch andere interessante Sachen: unilaterale Übungen, Gleichgewichtssachen, Rumpfstabi, uvm.
Da bin ich absolut bei Dir, die hier angegebenen Übungen sind lediglich die, bei denen ich mit 5x5 arbeite (Bankdrücken, Kreuzheben, 2 Varianten Kniebeuge, Dips) oder darüber nachdenke bzw. die ich zeitweise so gemacht habe (Stoßen, Klimmzüge, Cleans) – also der Kern meines Trainings. In meinem Programm sind darüber auch Farmercarries, diverse unilaterale (Liegestütze, einbeinige Kniebeugen), Gleichgewichts und Rumpfübungen (Brücke, Beinheben,etc…). Teils im Rahmen des Auf- und Abwärmens, teils in den WODs.

Marq:
einfach machen und das richtige gewicht spüren
Du hast nicht ganz unrecht, so kommen letztlich auch die aktuell oben angegebenen Zielwerte zustande. Wie in den anderen Thread (Ringklimmzüge etc..) schon erläutert finde ich aber andere Erfahrungen / Meinungen auch immer hilfreich. Gerade auch, weil es Dinge gibt bei denen die körperliche Rückmeldung zu spät kommt (wenn es zu spät ist).