Zitat Zitat von kelte Beitrag anzeigen
In meinen Augen ist der größte Selbstbetrug beim Kampfsport die Auffassung, dass man die von dir genannte Empathie
oder Sensibilität wie ein Werkzeug bei Bedarf aus dem Schrank holen oder auch mal kurzzeitig weglegen kann.

Die legst du aber nicht mal eben kurz zur Seite - die verlierst du für immer.

Es gibt nichts, was du in deinem Leben tun kannst, um jemals wieder heulend vor dem TV sitzen zu können,
weil du mit einem anderen Wesen nahezu distanzlos mitleidest. Diese Fähigkeit verlierst du für immer.

Entsprechend deiner sozialen Konditionierung/deines Umfeldes wirst du entweder problemlos damit leben können,
oder du wirst das Defizit durch schauspielerische Leistung ausgleichen.

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Punkt 1
Warum denkst du das da etwas weggesteckt und dann wieder herausgeholt werden muss ???
Wenn ich mit dem 14 jährigen Sohn eines Feundes immGarten grapple , dann kommt mir und ihm diese Sensibilität zu Gute , um sehr genau zu spüren wo sie Gelenke schon anfangen zu verriegeln , wo er es noch garnicht an seinem eigenen Körper bemerkt hat . Meine Empathie lässt mich erkennen wo eine Situation anfängt ihn zu überfordern oder zu bedrängen , um ihn dann mehr Raum zum agieren zu lassen.

Das Antrainierte soll garnicht weggesteckt werden . Im Gegenteil , es fliest in den Alltag mit ein
Warum geht das ??? Ja , weil es eben so garnichts mit deiner verqueren Sicht auf Kampfsport , Gewalt und Brutalität zu tun hat. So einfach
In der Realität is es simpel . Und nicht reisserisch wie du es gern hättest.

Punkt2
Man wird nicht durch Kampfsport automatisch zum Psychopathen Oder Soziopathen . Das ist Bullshit
Also kann auch jeder noch ganz normal mitleiden, mitempfinden und die Tränendrüsen funktionieren völlig normal .inklusive der zugehörigen Gemütszustände
Das sage ich dir Unbeteiligten jetzt mal aus meiner beteiligten Erfahrung . Xd

Aber um dich nicht ganz im Regen stehen zu lassen.
Was du meinst ist die Enthemmung , und ja da ist es schon so , das aufgestossene Türen nicht wieder geschlossen werden können . Aber auch hier ein aber.
Ein höherer Grad der Enthemmung zu erreichen bedeutet NICHT ,das man nicht mehr regulieren kann . Es bedeutet nur das , wenn nötig die Limitierungen weiter gesteckt sind .
Aber keiner läuft den ganzen Tag komplett ( innerhalb seines Limits)!enthemmt durch die Gegend.
Das ist dein Denkfehler.

Punkt 3
Du sprichst soziale Konditionierung durch Umfeld an . Sehr gut Danke
Gleichzeitig verneinst du die mögliche positive Konditionierung durch Kampfsport .
Nur wie du selbst sagst , das Umfeld beeinflusst uns sehr und prägt auch. Auch das Trainieren in einer Gruppe , in einem Gym ,ist ein Umfeld .
Und je nachdem wie der Trainer auftritt , welche Werte er vermittelt ( Er und nicht der Kampfsport) erschafft er auch ein konkretes Umfeld , bildet sich eine Gruppendynamik die Jeden beeinflusst . Findet Konditionierung statt , mal stärker ,mal schwächer , je nach Charakterstärke der Aktiven .
Hier beginnt es zu entscheiden , ob negativ ,positiv gewirkt , geprägt wird . Nicht durch den Kampfsport per se.

Und hier beginnt auch die Realität sich von deiner Phantasie zu trennen. Denn der Ottonormaltrainer trimmt garantiert nicht seine Schüler auf unbarmherzige Kampfmaschinen. Auch wenn du das aus deinem Fernsehsessel heraus wieder bestreiten wirst.
Da hast du wohl zu intensiv CobraKai geguckt .
Selbst da ist es noch wesentlich differenzierter dargestellt als in deinen schrägen Posts.