Meine Gedanken in Bezug auf meine Ba Ji Quan Linie hierzu;
Es zieht nicht ein Arm zurück, sondern das Zurückziehen des Armes treibt über Wirbelsäule und Schultergürtel den Punch mit dem anderen Arm nach vorne.
Das Zurückziehen der Hand ist wie beschrieben nur ein Hilfsmittel, da es auf „Anfängerlevel“ am einfachsten umzusetzen und die Bewegung größtmöglich ist.
Hat man das kapiert, betrachtet man die Arme als „ein Arm“ mit zwei Fäusten der über den Schultergürtel verbunden ist und nicht mehr als separat vom Rest des Körpers.
Das dritte Level ist dann, die Wirbelsäule als Motor für die Koordination der beiden Körperhälften, die durch sie als Einheit agieren, zu verstehen.
Die Bewegung der Wirbelsäule wird also nicht mehr (passiv) durch Zurückziehen der Hand an die Hüfte rotiert, sondern die Bewegung der Extremitäten wird durch den (aktiven) rotierenden Impuls der Wirbelsäule getrieben. (Zentraler Begriff in vielen nordchinesischen Stilen: „Tong Bei“). Die Rotation ist dann natürlich nicht mehr so groß und langsam wie auf der ersten Lernstufe, sondern kurz und knackig.
Leider bleiben auch bei uns viele Leute auf Stufe 1 oder 2 stehen, weil sie sich zu wenig mit Anwendung und zu viel mit Solo-Training und Formarbeit beschäftigen. Und vor allem, weil sie sich nicht über den Sinn und Zweck der Übung im Klaren sind.





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