Das, was ich vor einigen Jahren darüber gelesen hatte, insbesondere über den Mitbegründer Onisaburo Deguchi, fand ich ziemlich abstoßend. Die Ōmoto-kyō-Sekte war ja in den 20er bis 30er Jahren des 20. Jahrhunderts auch in politischen und militärischen Aktivitäten verstrickt, hatte Verbindung zu Ultra-Nationalisten und wollte eine Art Gottesstaat in der Mongolei errichten (oder dabei helfen), einem kläglich gescheiterten Abenteuer, an dem ja auch Ueshiba beteiligt war.
Allerdings fehlt mir das Hintergrundwissen in Shinto, Buddhismus und der japanischen Kultur, um ihre Lehren einschätzen zu können. Laut Wikipedia soll sich die Sekte (wie Ueshiba) nach dem Krieg gewandelt haben und für den Weltfrieden eintreten, vielleicht analog zur Wandlung Ueshibas.
Andererseits fand ich die Aikido-Demo von Kanchu Sunadomari, einem direkten Schüler von Ueshiba und Omoto-Gläubigen und Gründer des Manseikan-Stils, so beeindruckend, dass ich mir auch sein Buch "Enlightment in Aikido" (als E-Book) besorgt hatte. Aber auch damit konnte ich persönlich nicht viel anfangen, zumal mir ja der praktische Zugang zu dieser Art des Übens fehlt.






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