Auf die Gefahr hin, mich jetzt als den ultimativen Karate-Noob zu outen, der den Faden hier auch nur sporadisch verfolgt hat: ich dachte immer, Hikite ginge in Richtung holding and hitting, also im Prinzip sowas:



Jede Haltform (tie up) wird im Prinzip Richtung Hüfte gezogen, auch wenn man das z.B. beim Underhook nicht sieht (wer mit dem Underhook schiebt ohne den Gegner zu kontrollieren, fliegt schneller als er schauen kann) - spezifische Angriffe aus der Halteform sind die Ausnahme, da wird die Zugrichtung verändert und auch schon mal in einen Schub umgewandelt. Egal ob jetzt underhook, overhook, Handgelenk, Oberarm, collar tie oder Griffe an der Kleidung... der grundlegende Zug geht in Richtung Hüfte (Zug in Richtung Schultern ist viel schwächer und hat weniger Körpergweicht dahinter), auch wenn er selten die Hüfte erreicht, weil die dann schon wieder weg ist. Und ja, holding and hitting verstärkt nicht nur die Schlagwirkung, sondern stört auch das Gleichgewicht des Gegners. Wers nicht glaubt, dem demonstriere ich das gerne. In der Regel reicht es auch schon, die Auftrefffläche statisch zu halten. In dem Sinne - ja, irgendeinen Teil des Gegners zur eigenen Hüfte zu ziehen, während man ihm eine klatscht, kann durchaus sinnvoll sein.

Mal was anderes: auch wenn die Idee für etwas irgendwoher kommt - sagen wir jetzt einfach mal aus irgendeiner Anwendung mit Waffe - dann kann die Beibehaltung dieses technischen Rudiments ja durchaus auch eigene und ggf. veränderte Gründe haben, nicht?

Beste Grüsse
Period.