Das Problem sehe ich vor allem bei denen, die aktiv Gewalt suchen, damals wie heute.
Heute "scheint" grenzenlose Gewalt bis hin zur Tötung anderer zumindest hierzulande eher möglich zu sein als früher,hier von älteren oft genug beschrieben. "Wo früher Schluß" war, wird heute am Boden weiter getreten, Stampftritte zum Kopf usw.Monkeydance,Gruppenrausch etc.
Perspektivlosigkeit,Selfentertainment-und -triggern,Langeweile,Gewalt als Event,durch Medienbeschuß (und/oder die von Willi von der Heide beschriebene Konditionierung)antrainierte Skrupelosigkeit,überschaubare Rechenschaft bzgl.Strafverfolgung,Gewalt als Ventil zur Kanalisation der eigenen Bedeutungslosigkeit,allgemeine Unzufriedenheit mit dem Leben,sich vor einer Gruppe einen "Stand" zu erarbeiten.
Menschen,die ritualisierte Gewalt in Vereinen und/oder Lehrgängen erleben und trainieren,glauben, dem erfolgreich begegnen zu können.
Es wird mal eben Klingenabwehr trainiert. Ohne Hinweis, daß in der Realität run or shoot (if possible), von ganz wenigen, die das ihr Leben lang üben,abgesehen, die realistischere Variante wäre.
Ich war bei einem solcher Trainings mit dabei, mein Einwand hinter vorgehaltener Hand wurde vom Trainer abgetan mit "mach mir mein Training nicht kaputt, ich muß hier die Leute beschäftigen".
Mögliche Muskel/Sehnendurchschnitte, die lebenslange Behinderungen verursachen, wurden nicht zu Sprache gebracht.
Dann noch diese ganzen verletzungsarmen,bis nahezu-freien, Film- und Fernseh-Schwachsinns-Kampfszenen, von denen viele jeden Tag zur Feierabendberieselung angeschaut werden, die dazu führen, daß geglaubt wird, man könne mit zig Schlägen wohin auch immer und auch Messerstich-und Schußverletzungen noch per Auto sonstwohin fahren, tun ein übriges.
Ich hatte in diesem Zusammenhang in der Notaufnahme des Krankenhauses ein aufweckendes Erlebnis, als ich mal bei einem "Schläger" beidhändige offenliegende Gelenkkapseln bzw. -Knochen zu sehen bekam.
Geändert von ragbar (12-03-2021 um 09:01 Uhr)
Violence? Violence is for Assholes. Lemmy Kilmister,1995