Allerdings bin ich der Meinung, dass eben nicht alle Formen von Gewalt überall existierten (z.B. die Sklaverei oder die Todesstrafe bei Ehebruch, wie es bei den Juden in der Antike und Muslimen praktiziert wurde/wird). Und dass es Kulturen gegeben haben soll, welche "friedlich" im "Einklang" mit der Natur lebten, bezweifel ich auch.
Das Problem bei solchen Lektüren ist aber, dass es die Menschen zu sehr verallgemeinert. Sicherlich haben alle Menschen, die selben Instinkte und Triebe aber eben aufgrund ihrer Evolution bzw. ihren (also bei Völkern) verschiedenen Erfahrungen an Lebenseinflüssen (teilweise tausende von Jahre verschieden entwickelt) sind diese Instinkte und Triebe heute verschieden stark ausgeprägt.
Angeblich stammt der moderne Mensch ja vom Homo erectus ab und diesen hat es bereits vor über 1,2 Millionen Jahren u.a. sowohl in Afrika als auch in Asien gegeben. Der heutige Han-Chinese hat also im Laufe seiner Entwicklung, vom Homo erectus an, ganz andere Einflüsse erlebt, welche eben seinen Charakter auch anders werden ließen, als es bei den heutigen wirklich negroiden Afrikanern der Fall ist.
Ich denke, dass ihr einfach falsch verfährt wenn ihr z.B. einen direkten Nachkommen eines Nomadenvolkes mit dem Nachfahren eines Agrarvolkes vergleicht. Ganz andere Kulturstufen und Charaktere treffen da aufeinander... Desweiteren existieren sogar noch heute (sehr sehr selten allerdings) Sippen, welche sich auf der Kulturstufe des Jäger- und Sammlers befinden, welche noch einmal einen ganz anderen Charakter haben. Und eben aufgrund ihrer verschiedenen evolutionären Entwicklung würden diese verschiedenen Menschen eben auch ganz anders mit der gleichen Situation umgehen. Bei bestimmten Situation ist dann auch die Sozialisierung oder Erziehung des jetzigen Lebens völlig irrelevant weil der über die Jahrtausende entwickelte Grundcharakter des jeweiligen Menschen viel mehr Macht über uns alle hat...





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