Wenn man im selben Atemzug behauptet, dass die Insolvenz ja nichts mit Corona zu tun hat, sondern aufgrund von mangelnder ökonomischer Ausrichtung / Betriebsführung während gleichzeitig darauf verwiesen wird, dass dieser Zustand ja schon vor Corona bestanden hätte - doch da kann man durchaus einen Widerspruch drin sehen.
Mag ggf. im Eifer des Gefechtes untergegangen sein:
Wir reden hier nicht über einen "Einzelfall" sondern über knapp 50% aller KHs in DE.
Und wenn der VKD (Verband der krankenhausdirektoren) Präsident und deren GF einen offenen Brief an Fr. Merkel schreiben, so macht die das mit Sicherheit nicht nur wegen eines "Einzelfalls":
https://www.eifelzeitung.de/allgemei...aender-300699/
"Die wirtschaftliche Lage der meisten Häuser hat sich durch die politischen Vorgaben und die Aufgaben in der Pandemiebekämpfung im Vergleich zu 2019 nochmals deutlich verschlechtert. Die Krankenhäuser und Rehakliniken erreichen derzeit flächendeckend keine Kostendeckung mehr und sind an vielen Standorten bereits von Insolvenz bedroht. Nur etwa jedes fünfte Krankenhaus geht für 2020 von einem ausgeglichenen Ergebnis aus.
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Die Corona-bedingte Absenkung des Leistungsniveaus der Krankenhäuser und Rehakliniken von 10 bis 20 Prozent gegenüber 2019 beruhte auf einer Aufforderung der Politik.
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Weder unsere seit einem Jahr immer stärker belasteten Mitarbeiter noch die Bevölkerung werden zudem verstehen, wenn es ausgerechnet in der Folge von Pandemie-Maßnahmen des Gesetzgebers zu Insolvenzen, Klinik- und Stationsschließungen käme"
Von daher steht der vermeintliche "Einzelfall" eben hier lediglich als plastisches Beispiel für die o.g. Zahlen und die Corona bedingten Folgen der politisch beschlossenen Maßnahmen in den KHs. Welchen tieferen Sinn es da haben soll jetzt zu argumentieren, dass es nun gerade Corona bei dem Klinik in Ingelheim nicht der ausschlaggebende Faktor gewesen sein soll muss man dabei nicht verstehen.