also der gedanke mit der kriegskunst ist bei mir noch in der entwicklung, das muss noch sacken.
bisher war meine klassische vorstellung, dass ein kriegserfahrener alter asiate mit buschigen augenbrauen alle aspekte der körpereigenen und körpernahen waffen im ganzen beherrscht und in irgendeine form von system gepackt hat, um die leute darin für kriegszwecke ausbilden zu können. das war meine vorstellung der kriegskunst bis zur dieser diskussion.
in der regel scheinen solche "kriegskünste" aber viel mehr zu beinhalten, als ein einfacher soldat nötig hätte oder überhaupt lernen könnte. kanken meinte mal zu den TCMA, dass es auch darum ging, lange gesund zu bleiben und für die späten jahre als ausbilder noch eine verdienstmöglichkeit zu haben - das erscheint mir ziemlich logisch, bedeutet aber, dass eine "kriegskunst" nie ausschließlich auf den krieg ausgerichtet ist, sondern auch auf die zeiten nach und vor dem krieg.
denke ich weiter, dann kämen die modernen combatives meiner ursprünglichen vorstellung am nächsten, sind aber von ihrem ziel her keine kunst.
dadurch entsteht in meinem kopf das paradoxon, dass es eine reine kriegskunst im sinne einer kk gar nicht gibt und eine kunst dann eher im bereich des generalstabsmäßigen zu suchen wäre. aber die idee ist unausgegoren und ich weiß nicht, ob es sich überhaupt lohnt in diesen gedankendschungel weiter rein zu reiten.
bezogen auf PHY: ich kenne deren training nicht und genau deshalb habe ich nach dem zweck gefragt. wenn miehpray jetzt sagen würde "wir bilden söldner für syrien und co. aus" oder meinetwegen "hänschen klein hat dank PHY die letzten 3 jahre im jemen überlebt", dann käme das tatsächlich meiner alten vorstellung nahe.