Allgemein werden Japanern ja Attribute wie Höflichkeit, Friedfertigkeit, Konsensbereitschaft etc. angedichtet. Das alles mag auf der "sichtbaren" Ebene auch vorhanden sein. Sobald es aber ans Eingemachte geht, hat in Japan oft extreme Fraktionsbildung, knallharter Egoismus und weitere hübsche Dinge der Vorrang.
Das kann man ganz gut an der japanischen Parteipolitik sehen (sollte man sich dafür interessieren). Die offiziellen politischen Parteien (liberal-konservativ, sozialdemokratisch, kommunistisch, etc...) sind eigentlich nur lose Vereine mit entsprechendem Parteilabel, in denen kleine, aber extrem mächtige Grüppchen den Marsch blasen. Politiker nennen oft auch nur die entsprechende Gruppe der sie angehören, kaum aber die eigentliche "Partei". Sehr, sehr speziell das Ganze.
Zurück zur KK: Es gab und gibt immer wieder mal Versuche, auch in klassischen Koryû, vor oder nach dem Ableben eines Sôke/Shihan ein Gremium der höchsten Lehrer zu installieren. Diese Versuche scheitern in schöner Regelmässigkeit und meist gehen die höchsten Lehrer dann jeder seines eigenen Weges.
Das letzte prominente Beispiel dafür ist die Ono-ha Ittô-ryû.






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