Ah und ich hätte fast noch geschrieben, dass das wovon ich schrieb eines der wenigen Beispiele ist, wo ich es tatsächlich völlig in Ordnung fände, wenn man über jemanden schreibt statt an ihn, obwohl so ein Verhalten ansonsten natürlich so gut wie fast immer eine Ungehörigkeit wäre. Meine Exfreundin soll sie bitte auch nicht regelmäßig vor meiner Tür stehen, nur weil SIE irgendwie noch voll an unserem Ding interessiert ist, obwohl ich es offiziell für gescheitert und somit auch beendet erklärt habe (ist jetzt nur ein fiktives Beispiel).
@ Pansapiens:
Stichweh wirkt so ein bisschen auf mich wie der "typische" Vertreter eines Wissenschaftszweiges, der naturgemäß weniger harte Fakten liefert bzw. liefern kann, als es z.B. naturwissenschaftliche Zweige können. Er scheint deshalb ( da er es umgekehrt verständlicherweise kaum kann) die naturwissenschaften auf das eigene Niveau herunterziuehen zu wollen. Dies halte ich für unsinnig und plädiere schlichtweg dafür, dass man akzeptiert, dass nicht jeder Zweig eins zu eins mit jedem anderen Zweig vergleichbar ist. In der Japanologie beispielsweise begegnen uns nicht umsonst immer wieder Vertreter, die alte, bereits widerlegte Mythen (die in der Breite aber noch als wahr gelten) öffentlich verbreiten, da sie glauben, sich ohne vorheriges, ordentliches Einarbeiten zu JEDEM japanbezogenen Thema (vernünftig) äußern zu können. Aufgrund ihres "Japanologe Seins" werden ihre falschen Behauptungen leider oft genug kaum oder überhaupt nicht hinterfragt und so kämpft man selbst am Ende nicht nur für das Verbreiten von Wissen unter das volk sondern zugleich auch noch gegen die Dummschwätzer in der eigenen Zunft.
Ich muss allerdings zugeben, dass ich gegenüber Leuten wie beispielsweise Mai Thi Nguyen-Kim auch oft genug kritisch bin. Auch Naturwissenschaftler(innen) können sich nicht automatisch qualifiziert zu JEDEM naturwissenschaftlichen Thema äußern, sonst bräuchte es die diversen Studiengänge in diesen ja nicht, weil ein einziger alles abdecken könnte. Die Dame saß tatsächlichn in einer Talkshow, gab in dieser vorab ehrlicherweise auch zu, dass sie sich mit dem Thema der Sendung überhaupt NICHT befasst habe, hatte dann aber trotzdem sehr viel Meinung zu genau diesem Thema (und zumindest in diesem Falle dafür wenig echte Argumente). Grundsätzlich denke ich aber, dass halbgares Herumschwafeln umso leichter und auch verbreiteter ist, je weniger harte Fakten zu generieren man in einem bestimmten Wissenschaftszweig naturgemäß in der Lage ist.
Das hieße dann also, dass man sich auch unbedingt erst einmal vom mongolischen Prinzen selbst fernsteuern lassen müsste, bevor man (m.A.n. berechtigt) anzweifelt, dass diese Sache - die ja durchaus bei diversen Leuten funktioniert - auf die Art und Weise funktioniert, wie es der mongolische Prinz erzählt? Ich finde ja, dass selbst die "pro Ueshiba"-Fraktion nicht einmal geschlossen auftritt, was mögliche Erklärungen hinsichtlich des Erfolges beim "Schiebe-Experiment" betrifft. Mit der Aussage, dass Jemand meint, es funktioniere bei ihm und anderen und er bräuche keine Erklärung dafür, weil ihn nur das Ergebnis interessiere, kann ich sehr gut leben, sofern diese Person dann auch gut mit den entsprechenden Zweifeln von Außenstehenden leben kann. Ist an der uni ja nicht anders, gebe ich keine Quellen an oder nachvollziehbare Beweisketten, glaubt mir der Dozent halt nicht, das wirklich alles genau so ist, wie ich es in einer Hausaufgabe behaupte, selbst wenn es tatsächlich so wäre.
Andererseits habe ich auf den letzten zig Seiten immer wieder mal den starken Eindruck gewonnen, dass teils selbst Argumentationen von ein- und derselben Person mitunter wirklich sehr flexibel sind, wo es dann um physikalische Kräfte geht, später dann wieder nicht (womit dann eine entsprechende Gegenargumentation möglicherweise einfach nur ausgehebelt werden soll?) und bei späterer passender Gelegenheit dann doch wieder durchaus auch um physikalische Gesetzmäßigkeiten, die man ja auch schon ausführlich dargelegt habe. Das macht diese Unterhaltung hier zumindest für mich auch schwer durchschaubar und mich froh, dass ich mich selbst nicht mit irgendwelchen extraordinären, beinahe unfassbaren Fähigkeiten von Lehrern innerhalb des eigenen Stils auseinandersetzen muss.







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