Möglicherweise habe ich etwas übersehen, da ich dieses Interview für eher ungeeignet halte, den Punkt bezüglich absoluter Wahrheiten in Naturwissenschaften zu untermauern. Absolut ist wahrscheinlich sowieso ein Wort, das in Wissenschaften generell eher selten angetroffen wird, denn natürlich weiß man, dass beispielweise die Regeln der Schwerkraft außerhalb eines bestimmten Kontextes womöglich gar nicht gelten, auch wenn "wir" diese als mehr oder weniger absolut wahrnehmen und erleben dürften.
Ich sehe da zwei Wissenschaftler in einem Interview, die nicht unbedingt einer Meinung sind, zumal ein Naturwissenschaftler (in diesem Falle Astrophysiker) und ein Sozialwissenschaftlicher auch jeweils ganz eigenen fachspezifischen Fragestellungen begegnen. Insbesondere bei Letzterem erwarte ich auch von vornherein viel weniger "unumstößliche" oder nur mit viel Raffinesse teilweise aushebelbare Ergebnisse als vom Ersteren und sofern ich den Astrophysiker richtig verstanden habe, sieht auch er es so, dass in bestimmten wissenschaftlichen Bereichen "unumstößlichere" Aussagen getroffen werden können als in anderen. Sozialwissenschaften (Gender Studies etwa wären ein sehr schönes Beispiel, da gab es auch entsprechende Studien zu Veröffentlichungen mit teils erschreckenden Ergebnissen) sind m.A.n. viel anfälliger, in den falschen Händen Ergebnisse zu liefern, die weit weniger wissenschaftlich als vielmehr ideologisch aufbereitet sind. Dort rechne ich (selbst bei völligem Fehlen des Verfolgens einer Ideologie) auch viel eher damit, dass sogar im Bereich vermeintlichen Basiswissens durch neue Erkenntnisse ein großer Teil des darauf Aufbauenden völlig neu überdacht werden muss, um den nun auftretenden Widersprüchen zu begegnen und diese nach Möglichkeit aufzulösen.
Argumentativ bin ich, abgesehen vom beobachteten gelegentlichen Aneinander vorbei Reden der hier Beteiligten, übrigens sehr auf der Seite von Pansapiens, der kürzlich auch sehr schön erklärte, warum das hier irgendwann angebrachte Hummel-Beispiel leider untauglich ist, den an der entsprechenden Stelle gemachten Vergleich zu einem sinnigen zu machen. Nichtsdestotrotz möchte ich Niemandem seine Erlebnisse absprechen, auch wenn ich mit den dazu abgegebenen Erklärungen, was dabei so alles passiert oder passieren soll teils eher unzufrieden bin, da sie für mich in den Bereich der versuchten hochindividuellen Deutung fallen, die u.U. völlig falsch sein könnte (ich hatte dazu auch schon das - zugegeben extreme - Beispiel mit dem mongolischen "Prinzen" und seinen ferngesteuerten Schülern gebracht).
Was das Thema Kommunikation mit Leuten, die einen auf ignore gesetzt haben betrifft:
Ich persönlich finde nicht, dass ich in einer Unterhaltung mit einer Person bin (i.S.v. Austausch zwischen ihr und mir, im jeweiligen Thread kann ich ja trotzdem sehr aktiv sein), wenn diese genau weiß, dass ich deren Beiträge nicht lese. Es machrt dann m.A.n. auch keinen Sinn, wenn die entsprechende Person direkt an mich schreibt statt einfach ÜBER mich und meine Posts zu schreiben. Man kann ja keine Person zwingen, sich mit einem zu unterhalten, wenn diese das nicht mehr möchte und einen sogar noch explizit darauf hingewiesen hat, damit man auch wirklich von deren Unlust auf einen weiß. Ehrlich gesagt käme ich mir ein wenig gestalked vor, wenn ich gegen meinen Willen immer wieder angeschrieben werden würde (auch wenn möglicherweise die an mich gerichtete direkte Ansprache das einzige wäre, dass in den Posts der entsprechenden anderen Person anders wäre, als wenn sie wunschgemäß nur noch über mich schriebe).






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