vorsicht: in der statistik sind "Delikte mit einem Messer als Tatmittel" erfasst, nicht "angriffe" im sinne von gezielt "zustechen" o.ä.. wie viele angriffe mit dem messer als waffe ausgeführt wurden, steht da nicht.
ich vermisse das immer in den statistiken, dass nicht aufgedröselt wird, wie oft das messer nur "dabei" war, wie oft es zur "bedrohung" genutzt wurde, wie oft es (rechtlich nicht abgedeckt) zur verteidigung genutzt wurde , wie oft angriffe mit verletzungsabsicht stattfanden, wie oft versuchte tötungen, wie oft gefährliche körperverletzungen, schwere körperverletzungen, totschläge, morde ...
und vor allem: wie sah es vorher aus, wenn man die sich stetig erhöhende anzeigebereitschaft und das bevölkerungswachstum/die jeweilige bevölkerungszahl in relation zu den absoluten jährlichen "tatzahlen" mit berechnet.
gilt ein verstoß gegen das waffengesetz übrigens nicht auch als "tat" (es ist ja ein illegaler akt, eine straftat, wenn es das bußgeldlevel überschreitet? und natürlich ist es dann auch eine tat mit einem messer. erhöhen also schon alleine die strengeren gesetze die zahlen in der statistik?
nicht, dass ich behaupten würde, früher war es doch REAL schlimmer und heute hat man schlicht mehr "stoff" für die statistik... aber was die REALEN zahlen angeht (dafür nötig: % der angezeigten im verhältnis zu nicht angezeigten straftaten + eine genaue audröselung der konkreten straftaten), hat mir bisher keine Statistik so wirklich weitergeholfen. das gilt genauso für andere statistiken im zusammenhang mit "gewalt-straftaten".
EDIT:
ok, letzter satz des textes: "Das bloße Mitführen eines Messers reicht hingegen für eine Erfassung als Messerangriff nicht aus."
heißt das, dass "bloßes mitführen" ein waffenrechtlich erlaubtes mitführen ist oder ist auch ein strafrechtlich relevantes mitführen "bloßes mitführen"? und was ist mit verbotenem "mitführen" während einer gewalttat, ohne, dass das messer zum einsatz kam? wird nicht erklärt![]()






