Es geht nicht darum, ob diese Formulierung "heftig" ist oder eventuell sonstwie angriffig oder übertrieben.
Sondern diese Formulierung macht deutlich, daß dein Interesse an koryû rein akademisch, aber nicht existenziell ist.
Sobald du tief in dir eine unüberwindliche Lust verspürst, genau dieses "Tam Tam" unbedingt lernen und wiederundwiederundwiederundimmerwieder üben zu wollen, würde es für dich sinnvoll, koryû zu üben.
Bis dahin nicht.
Die Erklärungen, was genau da im Einzelnen gelernt und geübt wird und warum und mit welchem Ziel ... geschieht zuallermeist eine Folge dieses Übens. Es ist zuallermeist nicht dessen Voraussetzung. Weil nämlich diese Erläuterungen bei den Erfahrungen ansetzen, die dieses Üben vermittelt. So daß man das Bekannte dann in einem neuen Licht übt, neue Erfahrungen macht, neue Erläuterungen bekommt und so fort ...
... dazu aber muß man in sich selbst eine Lust an dem "Tam Tam" selber verspüren.
Für dieses "Tam Tam" gibt es aus gutem Grund japanische Begriffe, wie rei oder kata, u.a.. Es macht viele Sinn, sich mit dem Gehalt dieser auseinanderzusetzen, wenn man überlegt, koryû zu üben. Sie stehen für ein ganz konkretes didaktisches Konzept, in dem körperliche Erfahrung und körperliche "Transformation" von zentraler Bedeutung sind. Intellektuelles Verstehen hat natürlich auch seinen Ort. Es bestimmt aber nicht das Wesen des Übens.





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