Bei mir in meinem sozusagen "Nochverein" wird zu viel rumkommandiert und Tam Tam gemacht. Vielleicht auch deshalb meine negative Einstellung zu manchen. Da legt der Dojoleiter auch Wert, daß er Vereinsgründer, Dojoleiter, Lehrgangsleiter usw. ist und japanisiert das ganze. Ich habe meine Zweifel, ob das in Japan immer so ist und ob man da wirklich so in die Dojos umgeht. Schlimm finde ich, wenn eine gewisse Budoromantik und eigene Vorstellungen eines Lehrers mit der ganz traditionellen Kampfkunst vermischt wird und dabei eine gewisse Religion und/oder Fanatismus herauskommt, oder zumindest das ganze so erscheinen läßt. Habe schon einige Dojo erlebt. Da war ich mir nicht sicher, ob das tatsächlich eine Koryu war oder wirklich nur Tam Tam und die oben beschriebene Situation, wie in m einem jetzigen Dojo. Ich finde, da wird das ganz durch eine Person missbraucht und vielleicht auch falsch verstanden und rübergebracht. Daher würde ich wirklich mal eine echte Koryu erleben und trainieren, damit ich vielleicht ein anderes Bild und Verständnis bekomme.
Ich denke, wer in der europäischen Kultur großgeworden ist, wird es da schwer haben. Ich glaube, daß Japaner im Umkehrschluß sich besser hier anpassen können, als umgekehrt.
Was die Koryu angeht. Hier und da habe ich Videos bezüglich Schwertkampf, Naginata und Co gesehen. Alles sehr langatmig. Das wirkt so, als habe es mit einer Kriegskunst nichts zu tun. Das meinte ich, sorry, auch wenn es negativ ankommt, mit Tam Tam. Langes Vorspiel, hier und da die Waffe langsam präsentieren, große Ausholbewegungen, langer Atem usw.
All das sollte man hierzulande erklären können.
Die Japaner machen alles nach und üben es so lange, bis man es kann oder begriffen hat.
Weil die es schon immer so gemacht haben.
Aber hierzulande möchte man für all das Tun eine Erklärung haben, um es zu verstehen und auch um es anzunehmen. Was mir persönlich auch leichter fällt. Das ist unsere Mentalität, das ganze auch auf sozusagen wissenschaftliche Art und Weise zu verstehen und vermittelt zu bekommen. Was ich an sich auch nicht als negativ ansehe, außer, daß diverse Schüler mit Diskussionen im Training anfangen, was man unterbinden muß. Ich denke, daß gibt es in einem japanischen Dojo nicht, da man alles nachmacht und jedwede Diskussion so im Keim erstickt wird.
Warum sollte man hierzulande, wenn jemand Koryu trainiert, dem Lernenden oder Fragenden nichts dazu erklären dürfen. Wo ist da das Problem?






.Und ja wir sehen uns auch eher so Richtung Familie, im Dojo wie auch in der Schule/Richtung/Lehrline/Tradition/Organisation.
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