Ich weiß, dass Du das sagst, dadurch wird es aber nicht richtig.
I.) Ich benutze überhaupt kein bestimmtes Modell.
II.) Ich habe gar keine Absicht, die inneren Abläufe zu beschreiben, schon gar nicht komplett.
@I.) in dieser schon mehrfach geposteten Skizze steht die Wolke mit dem Fragezeichen für eine Struktur, von der nichts bekannt ist, außer, dass die die Eigenschaft hat, horizontal auf sie einwirkende Kräfte (roter Pfeil nach links) so aufzulösen, dass von der Struktur auf die Standfläche keine gleich große horizontale Kraft (blauer Pfeil nach links) wirkt:
Das ist also gerade kein Spezialfall, sondern der allgemeine Fall eines Systems mit der Fähigkeit Kräfte aufzulösen.
Und dieser allgemeine Fall enthält auch jegliche lebendige Struktur.
@II) Das Fragezeichen soll gerade aussagen, dass ich von den konkreten inneren Abläufen abstrahiere. Darauf habe ich schon, wahrscheinlich auch mehrfach, mit dem Begriff "black box" hingewiesen.
Black Box soll hier gerade ausdrücken, dass ich keine Ahnung habe, was konkret im inneren der Struktur oder der black box abläuft. Brauche ich aber nicht.
Das ist ja das Geile an einer Erhaltungsgröße: ich kann eine Bilanzgleichung aufstellen:
Eine Erhaltungsgröße, die ich in eine Black Box stecke, ist entweder noch da oder ist irgendwo wieder rausgekommen.
Wenn ich 100% reinstecke und 75% rausfließen, dann sind 25% noch drin.
Siehe meinen Hinweis auf den Energieerhaltungssatz und die Kalorienbilanz.
Und um das zu verstehen, muss man keine Naturwissenschaft studiert haben.
Geld ist zwar in großem Rahmen keine Erhaltungsgröße, aber für eine Privatperson, die sich strafbar macht, wenn die sich selbst welches druckt, oder per Hackerangriff auf ein Geldinstitut den eigenen Kontostand frisiert, sollte man davon ausgehen.
Da wird doch fast jeder, den seinen Kontostand am Ende des Monats und den Kontostand am Anfang des Monats vergleicht, annehmen, dass die Differenz sich aus den (aufgeführten) Ausgaben und Einnahmen zusammensetzt, ohne nun jede Position einzeln prüfen zu müssen.
Und das Prinzip ist meines Wissens noch grundlegender im menschlichen Gehirn angelegt:
Ich meine, Piaget wies darauf hin, dass ab einem gewissen, recht frühen, Alter Kinder anfangen, davon auszugehen, dass eine Person, die z.B. hinter einem Möbelstück verschwunden ist, nicht tatsächlich verschwunden ist, wie es jüngere Kinder wohl meinen, sondern, dass die Person noch vorhanden ist, lediglich gerade nicht sichtbar.
Die werden dann erwarten, dass die Person - eventuell auf der anderen Seite - wieder auftaucht, oder selbst hinter dem Möbelstück nach ihr suchen.
Und die verstehen irgendwann, dass z.B. das Volumen einer Flüssigkeit in gewissem Rahmen erhalten bleibt und es egal ist, ob man einen Liter Wasser in ein hohes schlankes Gefäß füllt, oder ein mehr rundliches, ein Liter ist ein Liter.
Dabei ist der Impulserhaltungssatz eine striktere Vorgabe, als Geldmengen-, Personenzahl- oder Flüssigkeitsvolumenerhaltung.
Den Impuls kann man nicht nachdrucken, an Schweine verfüttern, in Säure auflösen oder verdunsten lassen.
=> wenn jemand zum Impulserhaltungssatz steht, oder meint, dass der gilt, dann muss er erklären können, was an in der Skizze falsch dargestellt ist, oder akzeptieren, dass eine Struktur die Kräfte auflösen kann, zu lustigen Münchhauseneffekten führt.






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