Mal zur Klarstellung;
Soldaten unterscheiden wir in Freiwilligwehrdienstleistende, früher noch Grundwehrdienstleistende, Zeitsoldaten und Berufssoldaten sowie Reservisten. "Bundeswehrangehörige" können dazu noch zivile Angestellte oder Beamte der Bundeswehrverwaltung sein.
Die Duldungspflicht bzgl. Corona-Impfung gilt meines Wissens nach für jede Form von Soldat, auch Reservisten die in der aktiven Truppe üben (wollen).
Für zivile Angehörige weiß ich es nicht, glaube es aber nicht. Außer vielleicht die gehen mit in Einsätze.
Ob der Soldat aufgrund der Impfung sein Dienstverhältnis einfach so aufheben kann, wenn er diese verweigert, wage ich zu bezweifeln.
Kann mir vorstellen, dass da Repressalien auf diejenigen zukommen, die gehen wollen. Bei Offizieren z.B. Bezüge aus dem Studium zurück gefordert werden.
Lächerlich finde ich diejenigen, die aufgrund des Ukraine-Konfliktes jetzt gekündigt haben. Das waren ja 500 oder so. Aber das ist wieder ein anderes Thema.
Geändert von Kensei (12-07-2022 um 14:35 Uhr)
Na ja ich denke schon bei der Mitarbeit im Betreuungs- Küchen- und Kantinenausschuss lässt sich sicher auch der Bundeswehr schon eine Entwicklung in Richtung Demokratie beobachten.
Nicht umsonst hat der Generalinspekteur
festgestellt: »(...) ich sage in aller Deutlichkeit, dass Streit-
kräfte in einer modernen, demokratisch geprägten Gesell-
schaft allein nach dem Prinzip von Befehl und Gehorsam
nicht mehr funktionsfähig sind. Vorgesetzte, die die Beteiligung der Soldaten als Last betrachten und ihr grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen, entsprechen daher nicht den Anforderungen, die heute an unsere militärischen Führer gestellt werden müssen.« (Hausbeck 1999: 90).
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Geändert von Pansapiens (12-07-2022 um 20:04 Uhr) Grund: falscher Thread
Ich erzähl mal ne Anekdote:
Ich war Luftwaffen Sanni und alle drei Monate kam "Frischfleisch" in die Kaserne.
Die haben natürlich einen med. Check durchlaufen und ne Tetanusspritze geimpft bekommen.
Natürlich hab ich bei der Impfuing "geholfen"( hätte auch Blutdruck, oder Laktat testen können), weil ich wusste schon, dass wird lustig..
Sehr viele hatten echt richtig Angst vor der Spritze... hätte ich so nicht gedacht...
Am besten fand ich den "Angsthasen" der garnicht gecheckt hat, dass er schon eine Spritze bekommen hat...
Der stand da zitternd und wir so: "willste noch eine?"
Damit will ich sagen, das es mannigfaltige "Gründe" gibt um ein "Querdenker" zu sein...
Das sind aber die wenigsten. Die meisten Skeptiker lehnen ja nur Corona Impfungen ab und nicht das Impfen generell.
Offizier kann man heutzutage gar nicht mehr werden, ohne bestimmte Grundimpfungen zu haben.
Ich hatte hier irgendwo schonmal die Spiegel TV Reportage zu Impfgegnern aus Vor-Corona Zeiten gebracht.
- "Die Dunkelziffer der Masern-Impfnebenwirkungen ist hoch"
- "Ich habe über Pocken selbst im Internet recherchiert"
- "Ich lasse meine Kinder nicht mit Gift spritzen"
- "Krankheit xy ist gar nicht so schlimm"
- "Ebola und Aids sind von der Industrie erfunden"
- "Sie verdienen damit Moneten"
usw. usw. Kommt mir irgendwie bekannt vor
https://youtu.be/fu0y1eQl-Gw
Achtung "Korinthenkacken", bzw. ich führe hier mal - ohne Abstimmung - das Sprachspiel der formalen Logik ein:
Dass ein grundsätzlicher Impfgegner auch die Coronaimpfung ablehnt, scheint mir klar.
Daraus folgt allerdings nicht, dass jeder, der eine Coronaimpfung ablehnt, auch allgemeiner Impfgegner ist.
Don't armwrestle the chimp.
Bitte Schluß mit "Soldaten und Bundeswehr" und zurück zum Thema Impfung gegen Corona
„Grau teurer Freund, ist alle Theorie. Und grün des Lebens goldner Baum.“
Biontech beantragt Zulassung von Impfstoff für unter 5-jährige
https://www.pharmazeutische-zeitung....ntragt-134251/
Na da Glückwunsch: die einzige Wissenschaft, die beweisen kann, ist die Mathematik. Alle anderen stellen vielleicht Axiome auf, das war´s dann aber.
Bislang gab´s noch bei keiner Impfung Langzeitfolgen (im Sinne von Wirkungen, die erst viel später erstmals aufgetreten sind). Die Wissenschaft weiß bislang nicht, wie das - außer in extremst seltenen Fällen theoretisch - möglich sein soll, eher schreibt sich das Virus selbst in die DNA ein. Kein Mensch hat Ahnung von den Wirkmechanismen und biochemischen Abläufen bei einer Impfung - gleich recht mRNA - im Körper. Aber wir haben so ein diffuses Gefühl ... Übrigens werden theoretischste Gefahren ausnahmlos bei der Impfung diskutiert, nicht eine beim Virus.
Wenn die Heerscharen, die irgendwas von „Langzeitfolgen“ und „nicht ausgereift“ erzählen, den gleichen Maßstab an die neuesten Flieger, Autos, Lebensmittel, Waffentechnik ... etc. legen, wäre es wenigstens stringent. Bezweifle ich mal.
In Anbetracht des Berufes, der STIKO-Empfehlung und praktischen Wirksamkeit und ziemlichen Ungefährlichkeit der Impfung ich nicht, aber gut, der Rechtsweg steht ja offen. Aus der Begründung für das Urteil:
„Denn das Soldatengesetz enthält in § 17a SG* eine ausdrückliche Regelung darüber, dass jeder Soldat verpflichtet ist, sich im Interesse der militärischen Auftragserfüllung gesund zu erhalten und dabei ärztliche Maßnahmen zur Verhütung übertragbarer Krankheiten gegen seinen Willen zu dulden. Dies hat seinen Grund darin, dass der militärische Dienst seit jeher durch die Zusammenarbeit in engen Räumen (Fahrzeugen, Schiffen, Flugzeugen), durch Übungen und Einsätze in besonderen naturräumlichen Gefährdungslagen und durch das Gemeinschaftsleben in Kasernen das besondere Risiko der Verbreitung übertragbarer Krankheiten mit sich bringt. Das Gesetz erwartet, dass jeder Soldat durch die Duldung von Schutzimpfungen zu seiner persönlichen Einsatzfähigkeit und damit zur Funktionsfähigkeit der Bundeswehr (Art. 87a GG) insgesamt beiträgt. Die Erhaltung der eigenen Einsatzfähigkeit ist eine zentrale Dienstpflicht im hoheitlichen Dienst- und Treueverhältnis des Soldaten (Art. 33 Abs. 4 GG)“. https://www.bverwg.de/pm/2022/44
Darauf kann man allerdings auch selber kommen, dass man keineswegs bei der Bundeswehr in seiner egozentrischen Blase agiert.
@ Kensei
Danke.
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