Inwiefern ist diese Sichtweise völlig anders als das, was die Thaiboxer in diesem Thread die ganze Zeit sagen?
Bei 1:38 macht er genau das, was wir beschreiben: Nach dem kurzen Kick setzt er den Fuß vorne ab, macht einen Step vor und raus und kickt. Bei 1:42 macht er das gleiche, nur dass er den Fuß gleich vorne und außen absetzt, er integriert den Step also. Den Step braucht er nicht zur Distanzüberbrückung, er ist nah genug dran.
Bei 1:43 sieht man das Resultat: Da er das Standbein nicht weit genug dreht, kann er die Hüfte nicht gut einsetzen, der Kick kommt mehr von unten, er trifft nicht mit dem Schienbein, die Technik bleibt fast an der Schulter des Gegners hängen.
Ist alles nicht falsch, sondern ein Kompromiss zwischen maximaler Kraft und dem Versuch, den Technikansatz zu verbergen.
Der abfällige Begriff Schnappkicker ist mir noch nicht begegnet. Karateka und Taekwondoin beweisen regelmäßig, dass auch Schnapptritte sehr kraftvoll sein können. Wie gesagt, beim Vollkontakt zählt auch die Härte der Technik. Beim Leichtkontakt kann man ruhig zugunsten der Geschwindigkeit Kompromisse machen.
Zu Beginn dieses Threads ging es um das fehlende Drehen des Standbeins. Niemand hat gesagt, dass die MT-Variante die einzig richtige ist und dass diese Ausführung im MT "vorgeschrieben" ist. Meine Aussage war: Ich muss das Standbein eindrehen, um möglichst kraftvoll treten zu können. Genau das wurde dir auch in Thailand gesagt: "Step nach vorne/seitlich, um kraftvoll anzugreifen" - siehe dein Beitrag #45.![]()





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