
Zitat von
amasbaal
ist so...
vielleicht mal was in kürze: mir hat man früher mal erzählt, es gehe nicht darum, "sv-fähig" oder "gut" zu werden, sondern darum, besser zu werden als vorher, was das bestehen physischer konfrontationen angeht, also darum, seine chancen (!) im ernstfall davon zu kommen, zu verbessern.
Schon mal eine gute Einschränkung.
Denn schlechte SV übt ständig gespieltes Gewinnen.
Wohingegen guter Kampfsport eben auch lehrt, sich durch sehr körperlich erfahrene Niederlagen nicht definieren zu lassen.
Der Threaderstellerin ist ja hinreichend geholfen.
Ich frage jetzt zum Ausklang mal als tatsächlich Unverständiger: Woher kommt eigentlich diese Macke mit dem Verkaufsprodukt SV ?
Machen da Leute, die Gewalt eigentlich ablehnen, Gewalt zu einem festen Bestandteil ihres Lebens in einer Art Überkompensation ?
Wir Männer haben als Heranwachsende tatsächlich diese latente Bedrohung durch peargewalt, gerne auch fremde.
Aber wenn wir aus dem "interessanten" Alter raus sind, könnte die Sache doch gegessen sein ?
Geht's also um so kleine oder grössere Selbstwertverletzungen, die wir da ausbügeln wollen ?
Die Frauen stehen viel mehr unter dem Druck der ungewollten sexuellen Aufmerksamkeit. Aber die finden doch auch meist recht bündige Strategien dagegen ?
Klar varieren die persönlichen Antworten darauf.
Aber insgesamt betrachtet : Woher kommt in diesem Land der hohe Leumund von SV ? Was soll der Quatsch ?
Klar frage ich das an der falschen Stelle.
Falls die Threaderstellrin "eine von uns" wird, wird sie wohl z.B. in 10 Jahren, auch ohne jede echte SV-Bewährungsprobe, genauso argumentieren wie unser Konsens.
Weiß sie dann einen Deut mehr über die tatsächliche Sinnhaftigkeit von SV ?
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