Zitat Zitat von Aiki5O+ Beitrag anzeigen
Einige meiner Partner sind Ex-Judoka oder trainieren auch nebenbei Kickboxen (oder Karate), lassen sich das aber im Trining überhaupt nicht anmerken, als wären Aikido, Judo, Kickboxen völlig voneinander getrennte Schubladen.
Ist auch erst mal normal, weil es eben getrennte Übungswege sind.
Du siehst aber z.B. bei Karateka sofort, wo sie herkommen wenn sie ein paar Jahre Karate gemacht haben.
Die Umsetzung aikidotypischer Bewegungsmuster fällt den meisten schwer, und daher ist es nicht verwunnderlich wenn man sich da suf die Übung konzentriert.
Es wird im Aikido-Training im Normalfall auch nicht erwartet das man einen shihonage mit einem Judowurf kontert.
Ich mache das allerdings, um Lücken aufzuzeigen, oder zeige wie Techniken ausgeführt werden könnben, damit sie auch in einer Distanz oder in einer grapplinglastigeren Situation Sinn ergeben. Aikido muss sich nicht darauf beschränken, zu versuchen an der Peripherie der Gliedmaßen herumzuschrauben. Wie man da die richtigen Ansatzpunkte für erfolgreiches Kuzushi findet, bzw. wie das erzeugt wird, darüber herrscht oft tiefe Unkenntnis, und zu kontern ist dann oft einfach. Das kratzt natürlich am Selbstbewusstsein eines Aikidoka, der sich für unbesiegbar hält, davon gibt es ja so einige.
Aber du hast recht, das Mitgehen steckt oft tief drin.
Ich frage dann so jemandem was ihm einfällt einfach um mich rum zu laufen, anstatt mich vernünftig anzugreifen, und was denn eigentlich seine Intention ist.
Manche wissen das leider gar nicht, oder haben keine.

Zitat Zitat von Aiki5O+ Beitrag anzeigen
Mein Lehrer spricht auch manchmal davon, dass wir uns weich wie Babies bewegen sollen
Das ist doch eine sehr schwammige Aussage.
Wenn man mal beobachtet wie stark Babys die Arme zum Körper ziehen, und wie es schwierig es ist die entspannt zu strecken, oder welche power die beim Strampeln entwickeln, dann ist das nicht "weich".
Der Tonus eines Babys ist überhaupt kein guter Vergleich. Am Anfang sind die wie kleine Tintenfische, können nichtmal den Kopf halten.