Das ist nicht nur meilenweit von dem weg, was KRK zeigt. Das ist meilenweit von allem weg, was langjährige WTler berichten.
Ich habe in den 90ern im Großraum Köln/Bonn/Aachen nahezu alle Schulen besucht, Kelzenberg, Avci, BO, die haben alle ihre Wurzeln in der EWTO und überall wurde das WT so unterrichtet, wie hier alle berichten - das deckt sich leider gar nicht mit deinen Schilderungen. Ich hoffe für dich, dass du tatsächlich die eine berühmte EWTO-Schule gefunden hast, in der alles anders ist.
Ich habe jedenfalls in keiner WT-Schule Kraftgeräte gesehen oder erfahren, dass Krafttraining zum Training gehört. Bei allen kam am Ende eine Runde Cardio, also Pratzentraining oder KFS am Sandsack (sofern es in der Schule überhaupt einen Sandsack gab).
Bodenkampf war in der EWTO anfangs verpönt. Sifu Avci wurde damals belächelt, in der WTEO würde kein richtiges WT unterrichtet, sondern "türkisches Öl-Ringen".
Runde Bewegungen? Das typische WT-Training enthält keine runden Angriffe und Haken. Als Anfänger lernst Du die Abwehr gegen "Boxerangriffe" mit Tan-Sao/Wendung. Als Angreifer werden sie gar nicht geschult - bis zum TG nicht.
Über die passive Wendung, weiches Aufnehmen und den Bong-Sao müssen wir sicher nicht diskutieren. Die "Fliege, die sich auf den Arm setzt und diesen in den Bong drückt", kennt jeder, der WT trainiert hat.
Nicht falsch verstehen: So wie Du es schilderst, soll es sein. Das habe ich so auch im Wing Chun (Sifu Yie) gesehen, aber nirgends beim WT. Wir sind alle wie der Esel hinter der Möhre hergerannt, die wir nie erreichen. Nämlich dem Lehrergrad, ab dem WT ja völlig anders und richtig geil wird - wurde es aber nicht.
Wenn Du unter Dogma ein "es ist überall so" verstehst, dann hast Du recht. Es sind ja zahlreiche TGs aus der EWTO ausgetreten, weil sie es ihren Schülern nicht mehr verkaufen konnten. Und KRK hätte ja kein Blitzdefense, Reaktsun usw. einführen müssen, wenn alles OK gewesen wäre. Also kein Dogma, aber eine eindeutige Unterrichtsdidaktik.






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