Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
Dir ist schon klar das er in dem Video Bodymechanik zeigt und trainiert und keine Schläge gegen konkrete Ziele ? Ich würde sagen , da ist eher der Fehler bei dem was du hinein interpretierst.

Sieh dir mal an wie Judokas Explosivkraft und Bodymechanik mit/gegen Widerstandsbänder trainieren .Da ist die Kraftkurve auch nicht identisch mit einem konkreten Wurf . Warum auch ,..es geht dabei um den Mechanik Drill , um Explosivkraft allgemein und auch um Kraftausdauer. Die Bewegungen die dann abgerufen werden sind etwas grösser , ausholender als bei einer konkreten Technik. Eine konkrete Technik ruft dann einen kleineren Abschnitt der hier trainierten Mechanik ab. Da ist auch nichts aus der Zeit gefallen.

Präzision inklusive der von dir beanstanteden Kraftkurve wird dann im/mit dem konkreten Schlag in konkreter Höhe am Dummy oder Reifen trainiert und beim Judoka dann mit Partner oder Puppe.

PS. Seine Schläge in Kopfhöhe sehen dann übrigens dann auch entsprechend anders aus , inklusive der Kraftkurve . Woher ich das weiss? . weil ich ebenfalls mal auf einem seiner Seminare war .
Mein Vorschlag an dich wäre ja , ..frag doch erstmal bevor du hier was vom Stapel lässt ^^
Wenn wir von dem von dir benutzten Begriff Körperdynamik ausgehen, dann bleibt der Ansatz im Video trotzdem falsch. Und auch Deine Analogie zum Judo passt nicht.

Denn Judokas trainieren (Explosiv)Kraft ganz anders. Mit den Bändern simulieren sie den Wurf, was natürlich eine Art von Kraft- und Explosivtraining ist. Ich denke, hier muss man Grundlagentraining und spezifisches Training für eine bestimmte Technik auseinanderhalten.

Jetzt kommt das entscheidende: Der Ansatz zum Wurf braucht ja einen gewissen Weg. Die größte Kraftentfaltung ist aber auch wieder bei 3/4 des zurückgelegten Wegs. Denn der entscheidende Zug am Band kommt erst relativ spät, nämlich nach ungefähr 3/4 der Bewegung.

Das ist auch logisch. Denn der Wurf besteht ja aus Greifen, Beine umpositionieren mit gleichzeitigem Eindrehen, Gegner aufladen (da muss der größte Widerstand überwunden werden, also die größte Kraft entfaltet werden) und Gegner dann werfen (abladen).

Wenn man den Wurf so grob viertelt (was natürlich eine Verkürzung ist, denn es passieren ja ganz viele kleine Bewegungen) kommen wir auf darauf, dass die größte Kraftentfaltung bei etwa 3/4 des Weges ist.

Es geht also im Beispiel des Stock-Videos darum, den Punkt der größten Kraftwirkung zu finden. Er ist aber eben viel zu weit unten und nicht da, wo der Caveman hätte treffen wollen. Also nicht am Kopf oder oberen Körperbereich.

Der Caveman wusste es vermutlich nicht besser. Das ist ja auch schon eine Weile her. Wir aber können es besser wissen.

Ich denke allerdings, dass wir einen Punkt erreicht haben, an dem die Diskussion nicht mehr vernünftig weitergeht. Ich hätte zumindest nicht mehr viel sinnvolles zum gezeigten Caveman Swing beizutragen.

Wie schon öfter gesagt, finde ich den Schlag merkwürdig, weil er (wie jetzt besprochen) die Kraft nicht an den Ort bringt, wo sie wirken sollte, und er mich für Konter sehr weit öffnet.