Zeige Ergebnis 1 bis 15 von 1678

Thema: Achtung, Messerstecher!

Baum-Darstellung

Vorheriger Beitrag Vorheriger Beitrag   Nächster Beitrag Nächster Beitrag
  1. #11
    Registrierungsdatum
    11.02.2005
    Ort
    Zürich
    Alter
    37
    Beiträge
    5.231

    Standard

    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Das zum Ergebnis eines Verkehrsunfall oder abgestochen Menschen die Handlung einer Person gehört ist die basalste Voraussetzung die wohl niemand diskutieren muss.
    Gleichwohl kann man festhalten, dass das Messer selbst eine potentiell recht gefährliches Objekt ist, das Handy aber nicht. Wenn du bei einer polizeikontrolle das härteste Handy, Gürtel, Geldbörse (und was noch so an Objekten genannt wude die man dann auch nicht dabei haben dürfte) der Welt zum Vorschein kommen würde, täte das nicht im Ansatz den Argwohn der Kontrollierenden rühren wie ein Messer das NICHt zweifellos nur zum Stullen schmieren geeignet ist. Und es dürfte genug Fälle geben wo die Messer führende Person nicht mit der konkreten Intention losmarschierte, um jemanden klat zu machen, aber dann gabs "irgendwie" Stress und "Herr Richter ich muss mich doch verteidigen, der andere hat mir eine gegeben, da hab ich das Messer, was ich nur zur Verteidgung, ach was sag ich zum Stullen schmieren bei habe halt genutzt. War doch ok, oder etwa nicht?" Dieser Ablauf würde mit einem Handy in der Tasche nicht so passieren.
    Wir reden aneinander vorbei: das Problem ist hüben wie drüben, dass Vorschriften missachtet werden. Ein Messer als Objekt kann Verletzungen hervorrufen, ein Handy in eingeschränktem Masse (mit genug Geschwindigkeit usw.), ein Auto in voller Fahrt ist jedoch fraglos das Objekt mit dem grössten Schadenspotenzial für sich selbst und andere - ergo auch das, für das die meisten Beschränkungen gelten, die eben auch in Kombination mit anderen Objekten (Handy) gelten können.
    Das Argument des "versehentlichen Totschlags" (wenn ich richtig verstehe) kann man auch auf Telefonieren, Trunkenheit am Steuer etc. beziehen. Wobei man in Deinem Beispiel (wenn der angeführte Sachverhalt zutreffen sollte, d.h. das Geschehen tatsächlich so abgelaufen ist) normalerweise allenfalls von Notwehrüberschreitung sprechen sollte. Wenn die die Unterschiede zwischen den beteiligten Personen gross genug sind, könnte der Einsatz sogar juristisch gerechtfertigt sein (Verhältnismässigkeit). Dass Du jedoch immer wieder mit dem gleichen Argument kommst, obwohl ich mehrfach erwähnt habe, dass es um ein kleines Slipjoint geht, das auch in England legal ist und ggf. auch wieder im Flugzeug mitgeführt werden darf (wenn unter 6 cm Klingenlänge), finde ich verstörend. Bevor jetzt der Einwand komt, man könne dies doch gut unter Druck ziehen, öffnen und zustechen, während eine ggf. grössere, stärkere und kampferfahrenere Person auf einen einprügelt - gute Nacht.

    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Aber nun zu den Trägern der unerwünschten Handlungen. Hunderte, wenn nicht tausende Gesetze zielen darauf ab, diese Handlungen zu verhindern, die Träger zu disziplinieren, ich schrieb es ja schon. Sie stehen da und bilden einen Teil unserer sozialen Regeln und können nicht verhindern, dass es passiert. Manche Regeln kommen dazu, andere werden abgeschafft oder verändert. Ich bin der letzte der ein grundsätzliches Problem mit dem Ansatz hat, das Übel bei der Wurzel zu packen wie du in andern worten schriebst, bin aber skeptisch dass u.a. 1. die Ressourcen dafür vorhanden sind und 2. relativ sicher, dass genau das Argument dann kommt was u.a auch gegen die WBZ angeführt wird: zuviel Kontrolle, Misstrauen, Einschränkungen und staaliche Eingriffe ggf. sogar Vorwürfe im Sinne von Diskrminierung verschiedenster Formen etc usw.. Letzters schon gut zu beobachten bei um das Stichwort "racial profiling", was ich jetzt nicht näher erläutren werde. Wir werden sehen wo die Reise hingeht, ich denke sie wird beschwerlich, aus vielerlei Gründen, die zu erläuern den Diskussionsrahmem sprengen würden.
    Wie ich schon vor langer Zeit schrieb: ich falle tatsächlich unter "racial profiling" und werde auffallend häufig kontrolliert. Dass ich aufgrund meines Sportes Ringerohren, eine mehrfach gebrochene Nase und die entsprechende Statur habe, führt in Kombination mit meinem Phenotyp dazu, dass ich (wie ein alter Freund es mal lachend ausgedrückt hat) ungeachtet meiner momentanen Haar- und Barttracht auch im Anzug aussehe wie ein - Zitat - "tschetschenischer Auftragskiller". Ich habe auch gar kein Problem mit den Kontrollen, aber ich habe ein Problem damit, wenn harmlose Alltagsgegenstände plötzlich die Grundlage für eine Klage bilden können. Ebenfalls intransparent finde ich, wie diese WVBZ im Bahnverkehr gehandhabt werden - man fährt rein, und dann ist man mittendrin. Es ist schlimm genug, dass es in Europa so viele unterscheidliche Regelungen gibt diesbezüglich, aber mit den Verbotszonen wirds ziemlich undurchschaubar. Und das nervt mich in erhöhtem Masse an, vermutlich gerade weil ich den Wortlaut des Waffengesetzes (sogar von Eurem, wo ich nur gelegentlich durchfahre) relativ gut kenne UND ich wie gesagt umfangreiche Zweifel and der Rechtswirksamkeit solcher Alibimassnahmen habe, wie bereits umfangreich dargelegt.

    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    So also ganz banal die Frage zum Abschluss: wozu bräuchtest du ein Messer- gleich welcher Art - mitzuführen, dort wo mans nicht machen soll?
    Auch das habe ich schon vor längerer Zeit beantwotet, daher fasse ich mich jetzt kurz. Wie gesagt verwende ich mein Messer mindestens fünfmal am Tag für alle möglichen Dinge, an freien Tagen auch mal gerne mehr als ein Stunde am Stück - nur mal rumfragen, einige Leute hier haben Wanderstöcke von mir. Dagegen habe ich in 30 Jahrem täglichem Messertragen selbiges noch nie gegen eine Person gezogen.
    All das wird mir auf Reisen verunmöglicht, wenn ich das Messer nicht auch durch eine WVBZ transportieren darf - gerne auch im Rucksack und im "verschlossenen Behältnis" (auch wenn ich das wie gesagt absurd finde). Und genau das werde ich vermutlich tun, daher werde ich mich aus dieser hochgradig tendenziösen Diskussion nunmehr zurückziehen.
    Ich könnte mir auch jeweils bei Ankunft ein neues Messer kaufen und das dann vor Abreise im letzten Mülleimer vor Bahnhofs-Eingang entsorgen (wird bei einer Rundreise etwas ins Geld gehen, aber ok) - aber ganz ehrlich, das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass eben dieses Messer für illegale Aktivitäten verwendet wird, erheblich.
    Geändert von period (13-05-2024 um 11:14 Uhr)

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer

Aktive Benutzer in diesem Thema: 1 (Registrierte Benutzer: 0, Gäste: 1)

Ähnliche Themen

  1. Messerstecher gets K.O.
    Von quine im Forum Video-Clip Diskussionen zu Selbstverteidigung und Security
    Antworten: 20
    Letzter Beitrag: 15-04-2014, 18:02
  2. Kostheimer Messerstecher
    Von Willi von der Heide im Forum Europäische Kampfkünste
    Antworten: 166
    Letzter Beitrag: 17-07-2013, 15:09
  3. Achtung! Achtung!fettes russisches fullcontact wing chun!
    Von D-Nice im Forum Archiv Wing Chun Videoclips
    Antworten: 51
    Letzter Beitrag: 01-04-2010, 17:42
  4. messerstecher in köln
    Von vogelmann4 im Forum Selbstverteidigung & Anwendung
    Antworten: 113
    Letzter Beitrag: 02-12-2008, 23:22
  5. ACHTUNG...ACHTUNG!!! Freefightbericht auf VOX
    Von Raufbold NBG im Forum MMA - Mixed Martial Arts
    Antworten: 6
    Letzter Beitrag: 27-05-2005, 21:25

Forumregeln

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •