Naja. Jain.
1. Wenn du dich mit bestimmten Subkulturen beschäftigst, wird dort auch oft "Ehre" zu einem übersteigerten Konstrukt, aus dem Straftaten entstehen. Nur als Beispiel: Schau mal auf den Ehrbegriff den "Rockern" ala "Hells Angels" oder "Bandidos"?
Sind natürlich auch ziemliche "Mackerkulturen".
Wer weiterlesen will: https://criminologia.de/2011/01/gast...elle-elemente/Subkulturelles Ehrverständnis als Ursache der Gewalt
In der Subkultur der Rocker spielt die Ehre eine entscheidende Rolle. Bedeutsam sind vor allem die eigene Ehre und die Ehre der Clubs. Diese darf durch das Verhalten Dritter oder durch die nicht erfolgende Reaktion auf ein ehrherabsetzendes Verhalten auf keinen Fall geschmälert werden, koste es was es wolle. Der Ehrbegriff steht innerhalb der Subkultur in engem Zusammenhang mit einem ausgeprägtes Elitedenken, wonach nur die hartnäckigsten Bewahrer der Ehre Anerkennung erfahren können.
2. Bei den "Ehrenmorden", bei denen vielleicht wirklich Schlüsse auf die Kultur aus einem Herkunftsland gezogen werden könnte, ist es dann meist auch nicht so, dass dieses "Ehrkultur" dort die "Mainstreamkultur" repräsentiert.
Hier ist ein interessantes Interview mit der Juristin Julia Kasselt, die dazu geforscht hat:
https://www.tagesspiegel.de/wissen/a...n-4142419.html





