
Zitat von
Pansapiens
1.) Welchen Sinn hat dieser Belastungstest?
Die Frage ist in meinen Augen falsch gestellt. Für uns war die Frage eher , "Welchen Sinn gebe ich dem Test" bzw. "Wie benutze ich die Ergebnisse"
Der PC rechnet anhand der eingegebenen Daten einen PWC-Wert aus , der sagen soll wo ungefähr die Leute mit ihrer Fitness stehen . Da gibts dann Tabellen mit Einteilung wo man das schön ablesen kann und dann dem Mitglied aufzeigt , wo es hapert und/oder wo es Verbesserung gab oder wo der Ausgangszustand ev. schon ganz gut ist .
Als Trainer hat uns aber nicht so sehr dieses Endergebnis interessiert , als vielmehr die besagte Pulskurve . Denn die erlaubte es dann einzuschätzen bei welchen Belastungen ungefähr , je nach Trainingszielstellung , es sinnvoll ist zu starten . Welche Pulsbereiche zu wählen sind, wie weit es der Oganismus schafft mit dem der zunehmenden Belastung im Puls zu steigen und trotzdem die Stufen kompensieren zu können und ab wann es nur noch eine steile Kurve gibt und der Puls in Bereiche kommt wo wir es beenden oder sogar abgeriegelt wird , der Puls nicht weiter steigt , die belastung zunimmt und der Proband rein muskulär die Pedale nicht mehr bewegen kann (yep, kommt alles vor) . Alles bezogen auf Ergometer.
Mit der Zeit bekommt man auch mehr Erfahrung beim Auslesen der Kurve und da ist es dann sogar möglich bei Abweichungen gewisse Aussagen hinsichtlich dem Probanden zu machen .
Da gibt es dann im unteren Bereich , in den ersten 3 Stufen ein Kurvenbild , wenn das auftritt , frage ich immer ob der Proband mal sehr intensiv bis Leistungssport betrieben hat und dann recht plötzlich damit aufgehört hat . zu 90% wurde das dann erstaunt bestätigt .
Ein anderes Kurvenbild im oberen Bereich wiederum veranlasst mich dann dazu das neue Mitglied zu fragen ob er ev. Betablocker nimmt und auch hier wird dann zu ca. 80% geantwortet "oh , das hatte ich vergessen aufzuschreiben" (beim Eingangscheck)
Dann gibt es einen Verlauf wieder im unteren Bereich , wenn der Auftritt haben wir die Leute gebeten bei ihrem Hausarzt vorzusprechen und tatsächlich hatten danach sich einige bedankt , da ein bevorstehender Herzinfarkt festgestellt wurde und nun entsprechend gehandelt werden konnte .
Fazit . Der Sinn darin liegt bei dir , was du da draus machst bzw fähig bist da raus zuziehen. So wie eigentlich bei allen Tests auch z.b. bei enem Maxtest im Freihantelbereich . Was fange ich mit dem Ergebnis , aber auch mit dem Verlauf innerhalb des Testes an ..
So auch wenn jemand neu im Freihantelbereich ist , ich ihn unter die LH legen lassen , ein Gewicht wähle und einfach sage "ok, Drück es ein paarmal" . Dann ist das auch einen Test obwohl die Last völlig egal ist , und der Sinn darin liegt bei dem was ich sehe , wie er sich bewegt , atmet , ... und was ich damit anfangen kann , um ihn darauf hin zu unterstützen . Der Sinn liegt dann darin , was er Tut und oft viel mehr bei dem was er NICHt tut und was ich damit anfangen kann usw.
2.) Würde der bei der "geübten Fahrradfahrerin" ein anderes Ergebnis liefern, wenn er nicht auf einem Fahrradergometer durchgeführt wird, sondern auf einem Crosstrainer oder einem Rudergerät, bloß weil man das nicht gewohnt ist?
So wie es sich bei uns dargestellt hat ..definitv ja.
Die Belastung z.b. auf dem Crosstrainer bei 130-135 puls halten , muss dann tatsächlich niedriger gewählt werden , als es sich beim Radergometer im Test ergeben hat. . Anfangs . Ruderergometer sowieso ,
Geändert von Cam67 (15-08-2024 um 13:28 Uhr)
Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)