Die Aussagen aus dem Eingangspost sowie die folgenden 2 postings von Amasbaal kann ich nur genau so unterschreiben.
Es geht erstmal darum, seine eigene Struktur zu halten und stabil den ersten Druck entgegen zu arbeiten. Danach die Basics abspuhlen. Deswegen sind Basics so ernorm wichtig meiner Meinung nach. Die Beschreibung des Winkelns finde icj super. So arbeiten wir im Silat auch. Wenn man richtig Winkelt, kann man eine sehr angenehme Position erreichen. Man selber ist, ohne Bewegung des Angreifers, außerhalb der reach ist gleichzeitig aber selber in Treffer Distanz. Ebenfalls muss der Angreifer nun agieren und hat nur ein gewisses Spektrum an Bewegungsmöglichkeiten um sich wieder auf dich auszurichten. Diese kennt man durchs training und kann nun deutlich besser reagieren. Im Optimal fall hat man aber zumindest den Messerarm unbrauchbar gemacht oder den Kampf beendet. Ist natürlich alles nicht einfach, aber meiner Meinung nach erstrebenswerter als immer die Distanz halten zu wollen, komme was wolle.
Die Gefahr bei der konstanzen Haltung der Distanz, ist das man immer oder nahezu immer, in der Rückwärtsbewegung ist. Irgendwann passieren Fehler. Oder man hat was im Rücken. Das kann das Todesurteil sein, weil man nicht mehr in der Lage ist schnell genug zu reagieren. Ebenfalls ist es eh von Nachteil, immer nur zu reagieren als zu agieren.
Mein Meister in KL redet immer von counteroffensive statt self defense.
Wenn man sich die Israelies zum Beispiel anschaut, geht es da auch immer um das Mindset und den Kampf ums überleben. Alles zu tun um nach Hause zu kommen. Kannste nicht, wenn man selber nur im Rückwärtsgang unterwegs ist. Da finde ichbauch die Aussage von Kanken sehr gut. Man ist schon Tod und muss sich zurück ins Leben kämpfen.
Wie andere bereits geschrieben haben, wenn man in der Duell Situation startet, rennt man natürlich nicht doof nach vorne. Treffer an die Führhand etc. sind super. Wenn man aber das Fenster zum Winkeln hat und zum weitergehen, warum nicjt mutzen? Warum sollte man sich selber immer wieder in eine Situation bringen, die einen wieder nur zum reagieren bringt?
Zum training: Sparring ist super wichtig und bringt sehr viel, wie oft in verschiedenen Threads angesprochen. Timing, distanz etc. Auch unterschiedliche Arten von Sparring. Aber mit soften Waffen sehe ich abseits vom Spaß nicht den Bezugnzur Realität. Aus Erfahrung herraus, kann ich sagen je weniger die Waffen weh tun, je weniger erschreckend das ganze ist, umso wilder wird es. Umso mehr wird sich getraut und treffer ausgeteilt wärend man selber einsteckt.
Ich finde hier braucht man zusätzlich zum sparring, Situationssparring oder Szenariotraining. Ebenfalls sind meiner Meinung nach Messerdrills wie im FMA oder Silat bekannt auch nicht zu verachten, da sie einiges abdecken und gerade in Überraschenden Situationen die Reflexe aktivieren.
Just my 2 cents.





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