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Thema: Seminar mit Dragos, Gutierrez, Avci & Kwok

Baum-Darstellung

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    Zitat Zitat von amasbaal Beitrag anzeigen
    genau diesen eindruck hatte ich, als ich mit KK angefangen hatte und mit meinen ersten WTlern in meiner FMA gruppe zu tun bekam. die konnten einen durchaus überrennen, wenn man deren vorgehen auf die art und weise nicht erwartete, und ich bin immer noch der meinung, keilprinzip, geradeaus durch und kettenfaust klappt prima, aber... die waren da so steif und hart, dass ich mir damals nicht hätte vorstellen können, dass man WT irgendwann derart mit "inneren" stilen in verbindung bringt, wie in den letzten jahren...
    vielleicht ist da was bei den alten haudegen hängen geblieben?
    der unterschied zu der ausführung der eigentlich fast identischen techniken - zb. die footraps und foot/legtrips inklusive "kniedrücken" aus geeignetem winkel - in Silat, Kuntao-Silat und waffenloser FMA ist enorm. dort "fließt" es ziemlich (könnte man kritisieren mit: "zuviel") und der rumpf ist permanent in bewegung, schließlich wird ja viel mit hin und her, hoch und runter, vor und zurück, links und rechts und drumherum gearbeitet. das geht mit "steifem" rumpf nicht. ich persönlich hab da auch so meine bedenken mit dem WT footwork... aber ich seh es ja nur von außen... kommt mir nicht so flexibel vor, wie das, was mein Silat guro immer betonte (sinngemäß): einfach durchmarschieren und die füße dabei so sortieren, dass du nicht stolperst, stabil bleibst, druck nach vorn ausübst, drehen kannst und du aus den richtigen winkeln kommst. rumpf wird entsprechen mit bewegt und ausgerichtet. ... so in etwa. keine große erklärung. zeigen, nachmachen, spüren, anpassen mit aktiver hilfe des lehrers.
    später habe ich das überall gesehen, wo es gut aussah, nur eben mit den jeweilgen stilistischen einfärbungen.

    mit "steif" und "rumpf" hast du getroffen, was mich "irgendwie" gestört hatte beim video gucken.
    Ich denke an der Stelle müssen wir beide höllich aufpassen , das wir nicht die gleichen Worte verwenden aber etwas unterschiedliches meinen .

    A) Aufrechtes Arbeiten wie z.b. im Ing ung ist eben nicht automatisch ein steifes Vorgehen , auch wenn man anderswo es gewohnt ist mit mehr Bewegungen im Oberkörper wie vor und zurück , Seitneigen usw. zu agieren . Bei uns gab es nunmal , rein Stilmässig , kein Rollen , kein seitliches Ausweichen mit Oberkörper , kein Abducken oder vor und zurück Wippen . Mit Blick auf andere Stile , ist das tatsächlich ein steiferes vorgehen !
    Das wäre aber der Bewegungsmodus

    B) Wenn ich von Steifigkeit spreche , dann meine ich den Zustand der Muskulatur und der damit verbundenen stark eingeschränkten Bewegung IN dieser Aufgerichtetheit ! Denn wenn die Muskulatur eine gewisse Qualität besitzt , dann findet auch in dieser Aufgerichtetheit seeehr viel Spiel statt. Das ist was man halt benötigt , um dann damit feinjustieren zu können , Kräfte subtil händeln zu können . Fehlt das , kommt zum steiferen Bewegungsmodus tatsächlich eine steife Muskulatur dazu , wie bei Dom , dann wars das ...

    Die guten Leute hatten durch die Bank diese Qualität in der Muskulatur , immernoch differenziert , aber dennoch auf dem Niveau , das damit eben sehr fein wahrgenommen werden konnte und sehr subtil Kräfte generiert werden konnten . Sowohl im Rumpf , als auch in den Extremitäten . So das die Schläge , aber auch die Muskulatur eine Qualität bekamen wie ich sie eben später bei internalen Geschichten wieder erfahren habe . Das gilt dann auch für die Tritte . Deswegen denke ich fiehl es auch gewissen Leuten später leichter , sich dann wirklich internalen Methoden zuzuwenden .

    Diejenigen welche diese qualität nicht erarbeiten konnten oder sie ihnen nicht vermittelt wurde , aber trotzdem den Überfallcharakter durchziehen , die kompensierten es mit mehr Muskelaufwand , was sie dann wirklich fester machte . wie du es beschreibst . Die Anderen dagegen wurden lascher , um sich die Illusion der Weichheit zu geben . siehe Ute und Long ....

    Das Problem war/ist , es wurde , zumindest bei uns , korrekt vermittelt , was die korrekte Muskelarbeit anging , aber nur von wenigen dann wirklich so umgesetzt , das die entsprechende Qualität herauskam . da kommt wieder das Thema Körper und Bewegungsverständnis ins Spiel.
    Das mal auf die schnelle (Tippen dauert bei mir ewig ^^)
    Geändert von Cam67 (09-03-2025 um 20:57 Uhr)
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

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