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Thema: Dulli Dehmann oder dein winziges Gehirn

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  1. #11
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    Zitat Zitat von derKünstler Beitrag anzeigen
    Na also, gar nicht sooo easy

    Das (original) Video will das ja erklären, und zwar nicht nur darauf hin, wie welches Objekt zurückgestoßen wird, denn das hängt ja von der Masse des Objektes ab, sondern davon, was eigentlich im Körper desjenigen passiert, der stößt oder schlägt.
    Natürlich fliegt ein Tischtennisball weg, wenn eine Faust nach allen Kriterien darauf schlägt. Jedoch wird ein Objekt, das schwerer als die eintreffende Masse bei nem Schlag nicht zurückfliegen, sehr wohl aber bei einem Stoß, z b mit dem Finger und ganz langsam ^^

    Wenn du das Video verstanden hast, geht es hier um die Beschleunigung bei Auftreffen. Während eine Melone nur zurückrollt, wenn ich sie mit Finger schiebe, wird sie von eine seeeeehr viel leichteren Pistolenkugel durchbohrt. Und eine Pistolenkugel vollzieht keinen Stoß, weil keine feste Masse "hinter ihr" ist.

    Folglich gehts um Beschleunigung und den Anteil der Gelenke (beim menschlichen Körper), die durch Muskel/ Fazienketten ungebremst beschleunigt werden.

    Wenn nun einige Gelenke steif gehalten werden, dann sind die per se NICHT an der Beschleunigung beteiligt, sondern sind eben ein "Stock" ... und dieser verdrängt zwar, ähnlich wie wenn man mit dem Finger schiebt, hat aber per se weniger Beschleunigung, da weniger Antrieb durch Muskeln über Gelenke.

    Ich sage nicht, dass ein (bewusster) Stoß seine absolute Daseinsberechtigung hat, etwa um Raum zu schaffen, jedoch ist die einschlagende Energie per se geringer.
    Und- Fazit des Videos und generell dieses Channels- Wer in der Nutzung seiner Gelenke eingeschränkt ist (durch bewusstes Anspannen, durch fasziale/muskuläre Verkürzungen oder verminderte Bewegungsamplituden), neigt zu einem St0ß, AUCH (!!) wenn er eigentlich schlagen will.

    Man kann das nun nachvollziehen oder für Schwachsinn halten,... einfach mal mechanisch betrachten und - das ist der Kernpunkt -- wir sind ja Lebewesen mit bestimmten festgelegten Fähigkeiten -- nachdenken, ob man das mögliche Potenzial überhaupt nutzt,. ... bloß weil alle sagen, ach was, das gehört so, von Leuten, denen gesagt wurde, es gehöre so .. ^^
    Für mich wird hier einiges Durcheinander gehauen .

    1. Die Höhe des Impakts kann nicht das Kriterium ansich sein , ob es sich um einen Schlag oder einen Stoss handelt .

    2.
    Jedoch wird ein Objekt, das schwerer als die eintreffende Masse bei nem Schlag nicht zurückfliegen, sehr wohl aber bei einem Stoß,
    Ich kann problemlos einen Sandsack Bewegen der schwerer ist als ich , auch mit einem Schlag . Der wird nicht fliegen , aber sich bewegen . Weil meine Masse (Körpergewicht ) nicht allein wirkt , sondern wie du selbst sagst , auch eine Beschleunigung . In dem Fall meiner eigenen Masse (Faust + Rest) .

    3. Das Pistolenkugel-Gleichnis.
    Wenn meine Füsse den Boden verlassen , vollziehe ich dann auch keinen Stoss mehr , weil "hinter" mir keine Masse ist ? Das würde bedeuten das du es im Moment , mit dieser Argumentation an einem Rooting festmachst . Da sollte auch der gesunde Menschenverstand einem sagen , sorry , das kanns nicht sein. (Nicht vergessen , das Gleichnis kam von dir) .
    Springe ich ab bzw in den Gegner , kann ich immernoch einen eine Kekomi-Qualität abrufen , also nicht schnappend, nicht abprallend , sondern eintauchend , wegstossend .
    Umgedreht , wenn ich ein Objekt hab das Kontakt zum Boden hat , also eine Masse hinter sich , wie du es nennst , aber schnell genug ist , dann durchbort es ebenfalls die Melone . Dein Argument macht kein Sinn.

    Auch das Penetrieren selbst ist kein Kriterium Nimm einen Sandsack mit mit löchriger oder oder abgewetzten Gewebe . ich kann es nun durchschlagen aber auch durchstossen , wie die Melone penetriere ich ihn dann.

    4.
    Wenn nun einige Gelenke steif gehalten werden, dann sind die per se NICHT an der Beschleunigung beteiligt, sondern sind eben ein "Stock" ... und dieser verdrängt zwar, ähnlich wie wenn man mit dem Finger schiebt, hat aber per se weniger Beschleunigung, da weniger Antrieb durch Muskeln über Gelenke.
    Bei einem Stoss werden nunmal nicht per se einige Gelenke steif gehalten im Moment der Beschleunigung . Das ist hier für mich ein Schlüsselpunkt an Denkfehler dabei.
    Ob etwas zu einem Stoss oder einem Schlag wird , ergibt sich erst beim Auftreffen und nicht beim Beschleunigen . Auch beim Inch Punch ist man beim Start locker entspannt. Anders gesagt , es nicht notwendig Gelenke zu versteifen , UM einen Fauststoß zu generieren , um zu starten , aber , im Moment des Auftreffens entscheidet die Höhe der Kraft die dabei wirkt , wieviel an Tonus nun in der Muskulatur aufgebaut werden muss , um den Impuls übertragen zu können . Sowohl beim Schlag als auch beim Stoss !
    Umgedreht kann ich mit steifen Gelenken einschlagen , aber im Moment des Auftreffens entspannen und schon ist kein Stoss mehr vorhanden .

    Hat der Schlag einen hohen Impakt dann sind im Moment des Auftreffens ebenfalls dabei beteiligte Gelenke durch Muskeltonus kurzzeitig "versteift" . Sowohl bei geraden Schlägen als auch bei varianten wie Rückhandschläge . Selbst wenn die hinein geworfen werden , erzeugt unser Körper für Bruchteile hohe Spannungen in den beteiligten Arealen .

    5.
    Folglich gehts um Beschleunigung und den Anteil der Gelenke (beim menschlichen Körper), die durch Muskel/ Fazienketten ungebremst beschleunigt werden.
    Du machst die Beschleunigung zum Kriterium ob etwas hinten raus gesehen ein Schlag oder ein Stoss ist ?

    Die unterschiedlichen Beschleunigungen entstehen deswegen , weil unser Körper vorausberechnet !
    Will ich einen Schlag machen , erwartet unserer Körper eine bestimmte Gegenkraft durch das Zielobjekt , durch den Anteil an Masse den wir einbringen , auf die stellt er sich ein . auch mit bereitgestellten Tonus im Auftreffen . deshalb existiert auch eine köpereigene Hemmung , wenn unser System gefahr berechnet , auch wenn wir diese Hemmung oft nicht bemerken und glauben wir würden voll zu schlagen . Tun wir aber sehr selten wirklich .
    Und aus dieser Berechnung heraus generiert der Körper eine sinnvolle Anspannung in uns und DIE bestimmt zu grossen teilen was wir letztendlich tatsächlich an Beschleunigung abrufen .
    Erwartet er mehr an Gegenkraft , weil wir mit der idee eines stosscharakters starten ,stellt er höhere kräfte in uns bereit um die Kräfte am Ziel händeln zu können.

    Es ist also umgedreht . Erst kommt unsere Idee der Ausführung , ob Stossartig oder schlagartig und DANN ergibt sich daraus die abgerufene Beschleunigung .
    Auch hier können wir es umdrehen . Mach einen leichten Klaps ohne grosse Beschleunigung , Es wird kein Stoss daraus . warum wohl ?


    Na also, gar nicht sooo easy
    Hat auch keiner bestritten . Die Kritik kommt von der mehr als unbeholfenen Erläuterung des Typen im Video und seiner arroganten Art sein zeug vermitteln zu wollen .

    Und- Fazit des Videos und generell dieses Channels- Wer in der Nutzung seiner Gelenke eingeschränkt ist (durch bewusstes Anspannen, durch fasziale/muskuläre Verkürzungen oder verminderte Bewegungsamplituden), neigt zu einem St0ß, AUCH (!!) wenn er eigentlich schlagen will.
    Das ist der einzige Satz wo ich dann mitgehe. Mit einem kleinen aber wahrscheinlich wichtigen Detail. als Unterschied . Nicht die Beschleunigung macht den unterschied aus , sondern die Fähigkeit schnell zu entspannen , am Auftreffpunkt , um nicht aus einem gewollten Schlag einen ungewollten Stoss zu machen .
    Die bremsende Wirkung auf die Beschleunigung durch zu grosse Anspannung , durch Verkürzungen usw. gilt nämlich für beides. Für Schlag als auch für Stoss .
    .................................................. .................................................. .................................................. ..

    Im Grunde geht es darum wie LANGE wir im Moment des Auftreffens uns verfestigen . Daraus entstehen dann all die anderen Punkte , wie Impulsdauer , oder ob es eine Pistolenkugel oder eine Kugel mit zusätzlichen Antrieb (Raketenprinzip = schiebt , drückt weiter nach auftreffen) ist.
    Im Fall des gewollten Stosses entscheide ich mich schon zu Beginn für eine längere Verfestigung im Ziel . Im Fall des nichtgewollten Stoßes bleibe ich zu lange in Verfestigung aufgrund deiner oben angebrachten Punkte und schaffe es deswegen nicht akkurat zu lösen . .
    Die Höhe der Beschleunigung spielt dafür erstmal keine Rolle. Ebenso wenig die Masse des Zielobjekts .
    Geändert von Cam67 (11-03-2025 um 11:21 Uhr)
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

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