Zitat Zitat von Uruk Beitrag anzeigen
Etwas pauschal gesagt ist der wissenschaftliche Standard in den ehemaligen Ostblock Ländern v.a. im Bereich Naturwissenschaften doch sehr gut und ich behaupte mal, dass wenn wir hier syrische Ärzte integriert bekommen, müsste das auch mit Ukrainern zu schaffen sein.
Ich möchte mich nur von einem Arzt behandeln lassen, der unsere Standards hat.
Und: Ob die alle integriert sind oder nur mitschwimmen
Ich auch - mit integriert meinte ich in dem Fall ins Gesundheitssystem integriert und anerkannt. Wenn tausende syrische Ärzte hier praktizieren dürfen, sollte eine entsprechende Anerkennung der ukrainischen Ärzte eigentlich noch einfacher möglich sein. Das Thema scheint weniger beim Know How, sondern eher in der Bürokratie zu liegen:

...Zwischen der Antragstellung durch Mediziner aus Ländern außerhalb der Europäischen Union und der Bewilligung ihrer Approbation liegen den Angaben zufolge typischerweise zwischen 15 Monaten und drei Jahren.

„Diese Bilanz ist verheerend“, kritisiert Gerald Gaß, Vorsitzender der Deutschen Krankenhausgesellschaft. „Das Ausmaß der Bürokratie lähmt mittlerweile auch dringende Prozesse wie die Anerkennung von Ärztinnen und Ärzten.“ Es müsse sich etwas ändern. Gaß sagt mit Bezug auf die Ukrainer: „Fachkräfte im Bürgergeld-Bezug zu belassen, statt sie dort einzusetzen, wo sie dringend gebraucht werden und auch arbeiten wollen, können wir uns schlicht nicht mehr leisten.“ Benötigt werde jetzt „eine echte Entbürokratisierungsoffensive“, bevor alles zum Stillstand komme.

Susanne Johna, Vorsitzende der Mediziner-Vereinigung Marburger Bund, weist darauf hin, dass sich Ärzte aus Drittstaaten immer häufiger für andere europäische Länder entschieden. Es brauche zwar eine sorgsame Prüfung der Anerkennungsvoraussetzungen. „Doch was viele ausländische Ärzte hier erleben, ist einfach nur frustrierend. Schuld an der Misere sind vor allem bürokratische Hürden und personell ausgezehrte Landesbehörden“, betont Johna. ...
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