Mal ganz ehrlich: Alle Messeropfer (also nicht die mit Unfällen mit einer Klinge), die ich in den letzten 20 Jahren versorgt habe wurden nicht von Leuten verletzt, die in einem Verein irgendeine klingenbasierte KK gelernt haben. Das waren entweder Leute aus dem Milieu, dem militärischen Umfeld, aus einem Kriegsgebiet und Leute ohne Vorerfahrung, in einem “psychischen Ausnahmezustand”.
Entweder lernen die Leute den Umgang mit Klingen in ihrer Peer Group (da habe ich mit 11, also lange bevor ich zu den KK kam, gelernt wie man Messer hält, schneidet, sticht etc.) oder nehmen sich einfach Ziele wie “Hals, Brust” oder halt den Overkill mittels “oft, wahllos” zustechen.
“Professioneller Umgang” mit der Klinge erfordert zum einen Bewegungsqualität, die man sich nur durch langes und regelmäßig Training aneignen kann, und zum anderen ein entsprechendes Mindset, was jedoch auch nicht in irgendwelchen Kursen “mal eben” beigebracht werden kann.
Leute, die lernen wollen eine größere Anzahl Menschen zu töten, werden ganz sicher nicht zu einem “Messerseminar” gehen, sondern machen entweder einen Jagdschein, werden Sportschütze, machen eine Pilotenausbildung oder ganz einfach einen Führerschein und mieten sich nen LKW…
Das ist aber alles nichts was man verbieten kann (oder sollte).
Alternativ kann man sich auch einfach zwei Küchenmesser mit Panzerband an die Hände kleben und durch die Fußgängerzone rennen und wahllos nach Hälsen und Oberkörpern stechen (wie in London geschehen). Auch solche Leute werden von keinem “Messerseminar” profitieren.





