um mal ganz konkret zu werden:
das hier ist standard in FMA und Silat messertraining. es geht (außer am anfang, wo einige gefahren, die gegenüber einem messer bestehen, wenn man sich verhält, als sei man in einer waffenlosen konfrontation), um das lösen einer situation, in der die eigene waffenhand blockiert oder gefasst wird. natürlich muss sowas zu einem mehr oder wenigen kompletten system gehören, in denen hieb und stichwaffen vorkommen.
ich hab "wegräumen" in flow drills und kombos, wie im waffenlosen Kadena/Panantukan auch, unzählige male in fast jeder einheit eingedrillt und das kontern vom fassen besonders als "stalemate solutions", wenn BEIDE eine waffe haben und BEIDE die waffenhand des jeweils anderen zu fassen bekommen haben v.a. sehr gerne bei Felix Valencia trainiert, wenn der auf sommer-trainingcamps war. der war dafür als "spezialist" bekannt. aber auch sonst: ob stock, messer oder waffenlos: es war teil regulären trainings. immer. in dem einen stil mehr, in dem anderen weniger.
was auffällt: die mechanik findet sich auch in waffenlosen KKs und SV systemen, die völlig ohne waffen trainieren. sehr viel hat mit "handbefreiungen" und hebelkonter zu tun. das lernt jeder JuJutsuka schon ziemlich zu anfang (die basics). und trapping und kontertrapping? ist doch in den CMA und v.a. "ingung" schon fast markenzeichen. warum soll das also so schlimm sein, wenn man es mit einem (eigenen) messer in der hand übt? SOLLTE mal ein messerstecher auf die idee koimmen, sein messerstechen mit KK/SV training zu "schärfen", dann ist es überhaupt nicht notwendig, FMA oder Silat zu trainieren, es reicht der handbefreiungs SV kurs. er braucht im prinzip nur das dort gelernte mit messer in der hand machen. ... oder mit einem alltagsgegenstand, der in der SV vom Angreifer blockiert wird.
nun, es ist hier im beispiel halt ein "messerding" aus dem Silat (in dem bereich null prinzipieller unterschied zu FMA by the way). darf das bestehen bleiben oder muss das dann auch verboten werden, nur, weil dabei ein trainingsmesser benutzt wird (und kein palmstick oder gar nix) und es darum geht, solche dinge zu lernen, damit die möglichkeiten eines messerstechers mit messer, auch gegen kontrollversuche verinnerlicht und für spätere feeder anwendbar werden und, darauf aufbauend, dann später die gegenkonter zum konter geübt werden können?
dürfen sowas auch nur polizisten und soldaten? gehören die trainer bestraft?
dann müsste man konsequenterweise auch Ju Jutsu, Jiu Jitsu, und waffenlose SV kurse verbieten, die sich mit befreiungen, hebelkonter und "blockaden wegräumen" befassen.
der erste teil ist hier ja eher: was kann der messermann alles machen, womit man erst mal voielleicht nicht rechnet, weil man ihm gegenübertritt, als würde man einen waffenlosen kampf haben. die letzten beiden drittel betreffen eher, worauf ich hinaus möchte:
... echt keine geheime raketenwissenschaft, wenn man irgenwas mit "befreiungen" und gegekonter bzw. blockaden wegräumen (auch rein waffenlos) trainiert. da wird kein messergeheimwissen verkauft. wie Kanknen auch schon sagte: mit oder ohne waffe - das training in systemen, in denen davon ausgegangen wird, dass der gegner oder man selbst bewaffnet sein kann (aber nicht immer sein muss) sieht gleich, zumindest extrem ähnlich aus. man muss bei waffen oft nur viel genauer sein und zusätzlich auf ein paar dinge zur eigenen (!) sicherheit mehr achten.
edit: im grunde kann sich jeder, der die basics einfachster messerarbeit (stich & schnittwinkel und deren verkettung, grundsätzliche prinzipien) kennt, sein eigens messersystem mit hilfe von anderen KKS zusammenstellen. Knife-boxing hab ich ja schon erwähnt. hier ging es eher in richtung knife-clinch oder grappling. geb nem geübten KKler in irgendwas ein messer in die hand und der wird wissen, was zu tun ist - zumindest wird er wissen, was er wie trainieren kann, wenn er messern denn auch extra üben will.
darauf will ich hinaus.
wenn verbot, dann konsequent ein allgemeines kampfkunst und kampfsportverbot.





