Der Sender "RTL" hat jetzt bei Gerichten im Land nachgehakt – und Diskrepanzen entdeckt.(...)
Der Sender habe nach eigenen Angaben 28 verschiedene Gerichte im Land kontaktiert. Das Ergebnis: Es klaffe eine große Lücke zwischen der Zahl der Meldungen bei Rettungsdiensten und der tatsächlichen Zahl von Strafanzeigen. Ein Beispiel: In Rouen in der Normandie gab es 19 Meldungen, aber nur drei offizielle Anzeigen. Ein Teil der Betroffenen habe festgestellt, dass es sich um Insektenstiche handelte. In Cambrai, so die Ermittlungen, handelte es sich in einem Fall lediglich um eine Kratzwunde. (...)
Die von “RTL” befragten Staatsanwälte erklärten, dass in der überwiegenden Mehrheit der Fälle keine klinischen Spuren von Einstichen, keine Hämatome und keine Hinweise auf K.-o.-Tropfen gefunden wurden.