Ok, aber das war damals bei den asiatischen kampfarten in D doch normal (karate, tkd, aikido, judo, ...?
Sifu kernspecht mag das noch auf die spitze getrieben und für finanzielle zwecke benutzt haben, aber man muss m.E. trennen zwischen dem, was man in einem solchen system (kampf)technisch lernen kann und der zugehörigen hierarchie/kostenstruktur.
Wenn man zb überzeugt wäre, dass man da was tolles lernt, einem die hierarchie aber nicht passt und man den preis teuer findet, kann ich mir vorstellen, dass man trotzdem hingeht und das mit der hierarchie mitmacht und zahlt.
Worin besteht da die verwischung:Jep und dann kamen nach und nach die Sektionen in deinen Trainingsalltag und haben diese Grenzen verwischt.
Die sektionen sind doch inhaltlich erst für den fall interessant, dass man mit der ul die sache nicht entscheiden kann und dann die chi sao fähigkeiten zum einsatz kommen?
Ich hatte es mal so gelesen, dass sifu leung die chi sao sektionen erfunden hat, um mögliche anwendungen der techniken aus den formen (und darüberhinaus) zu sammeln und zu systematisieren, so dass nichts vergessen wird und alle schüler weltweit insoweit die gleiche lernchance haben.
Was, soweit ich verstanden habe, fehlte, war erstens, dass regelmäßig freies chi sao trainiert wurde, so dass dort die technikanwendungen aus den sektionen erprobt/gegen "widerstand" hätten geübt werden könen und zudem ein freikampftrainingssystem für denselben und weitere zweck(e)?
Denn ohne diese trainingsformen bleibt das sektionentraining imo im partnerformentraining stecken.
Ich hatte sifu kernspecht (früher) immer so verstanden, dass grundziel der wt-ausbildung die freikampffähigkeit sei, zunächst im training und dann im (ggf. erforderlichen) echteinsatz, aber eben nicht unter sport- sondern unter sv-gesichtspunkten, sprich unter einsatz sämtlicher wt-spezifischer techniken, also gerade auch der "fiesen".Was nun die "Sportmatte" angeht: Sparring = Sportmatte - du musst doch irgendwie mal austesten, was geht und was nicht. Was für dich passt.
Soweit ich aber weiter verstanden habe, gab es weder/kaum diese art freikampf, noch ein hierfür entwickeltes dazu hinführendes trainingssystem.
Ein freikampfformat zb nach sportregeln und mit boxhandschuhen hätte eine mögliche vorstufe in einem solchen freikampftrainingssystem zur hinführung auf das endziel sein können.
Edit:
Zitat von der von alexa in #1 verlinkten webseite (siehe auch #30):
"Während des Unterrichts wenden die Schüler die folgenden Trainingsmethoden an:
...
- Lat-Sau - Freikampftraining, bei dem der Schüler lernt, die Bewegungen der Formen und des Chi-Sau-Programms entweder für Sparring oder tatsächlichen Kampf zu verwenden.
... "
Quelle:
https://leungtingwingtsun.eu/wingtsun.html
Ob das tatsächlich durchgeführt wird und wie das ggf. aussieht, weiß ich nicht.





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