Geändert von Pansapiens (15-06-2025 um 20:00 Uhr)
Die Algerierin, die bei den Spielen 2024 in Paris im Zentrum einer heftig geführten Geschlechter-Debatte stand, dürfe an keiner World-Boxing-Veranstaltung teilnehmen, "bis sie sich einem [B]genetischen/B] Geschlechtstest[ gemäß den Regeln und Testverfahren von World Boxing unterzogen hat".
https://www.n-tv.de/sport/Boxverband...e25810502.html
glaubst Du, bei einem genetischen Geschlechtstest wird der Testosteronwert bestimmt?
Bitte zurück zum Thema!
Also zum Wettbewerb ist er clean... . Und das es ein "sehr komlexes Thema" ist, wird nicht erklärt. Hm.
[/quote]und hier noch seine Ex, die m.E. schon eher geeignet íst, mich (der ich sicher nicht Hulk bin) mit ihrem Körperbau zu beeindrucken, als die hier diskutierte Protagonistin:
https://youtube.com/shorts/8l20Iruf_NY?feature=shared
Natural Bodybuildung?
Er wird abkochen meinen. ^^ (schaue nochmal den Zusammenhang).
Die Frage ist so zu verstehen, dass es mich latent nervt, wenn Leute über Regeln entscheiden wollen, die selber keine praktische Erfahrung in der Sache haben. Gewichtmachen ist ein recht komplexes Thema, zu dem ich anderenorts schon mehr geschrieben habe. Es geht dabei nur teilweise um die Gewichtsdifferenz, die man nach der Waage wieder aufbauen kann, sondern auch darum, dass es ein Vorteil ist, den Rest des Jahres mit 5-10 kg mehr rumzulaufen - es ist so, als ob man eine Gewichtsweste ablegt, und das Verletzungsrisiko steigt bei zu tiefem Körperfettgehalt.
Meine bescheidene Meinung ist: unbedachte Regeländerungen in diesem Kontext erhöhen allenfalls das Risiko der AthletInnen. Nur weil irgendwer in der Kommission der Meinung ist, diesbezüglich herumpfuschen zu können, hört niemand mit dem Gewichtmachen auf - wer davon ausgeht, hat keine Ahnung wie SportlerInnen ticken. Ich würde eher vermuten, dass dann mehr Leute dann im Ring oder auf der Matte zusammenklappen oder sich übergeben, weil sie sich in der Differenz verschätzt haben und dann wird eben künftig darüber diskutiert, wie man sich am sinnvollsten in 10 Minuten wieder rehydrieren kann ohne danach gänzlich kaputt zu sein. Ich für meinen Teil würde mir 1.5-2 l in der Zeit locker zutrauen - früher warens in der Stunde nach der Abwaage Stunde schon mal 5-6. Es ist vielfach jetzt schon ein Wettbewerb, wer sich schneller erholt - 10 Minuten machen das noch schlimmer.
Davon abgesehen: der logistische Aufwand wäre bei Turnieren jenseits von gut und böse. Wie soll das laufen - Abwaage nach dem Aufwärmen, vor dem ersten Kampf? Bei allen Teilnehmenden? Und danach vor jedem weiteren, oder wie? Wenn die Dauer der Matches absolut unvorhersehbar ist? Wenns nur vor dem ersten ist, dann mach ich den eben noch halb dehydriert, und bis ich im Finale bin hab ich wieder das Gewicht, mit dem ich den Watercut angefangen habe.
Geändert von period (24-07-2025 um 21:15 Uhr)
Link zu meinem Gratis-Ebooks https://archive.org/details/john-fla...protoversion-1 & https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1
24 Stunden hat man nicht mal bei Olympia, da wird morgens gewogen und bei mehrtägigen Bewerben nachgewogen (Vinesh Phogat ist 2024 am zweiten Tag rausgeflogen, weil sie 400 g oder so überm Limit war - schade, sie hatte gute Chanchen auf ne Medaille).
Der Abstand zwischen Abwaage und Kampf entscheidet ein Stück weit, wie viel ich abnehmen kann, das ist richtig. Aber so krass ist die Differenz nicht. Wie gesagt, ich habe mit einer Stunde zwischen Waage und Kampf auch schon 10 kg in einer Woche abtrainiert, und ich kenne Leute, die noch mehr gemacht haben. Wenn ich Waage am Vortag hätte wie im Profisport, dann hätte ich vermutlich über 15+ nachgedacht. Mit zehn Minuten - siehe oben.
Link zu meinem Gratis-Ebooks https://archive.org/details/john-fla...protoversion-1 & https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1
Danke für die Erläuterung. Vielleicht hat der Vorredner auf Fälle angspielt wo Leute aus höheren Gewichtsklasse gegen Leute antreten (sollten), die längere Zeit in der jeweiligen niedrigeren Gewichtsklasse kämpften (und der Kampf auch in der niedrigern Klasse statfinden sollte. Ich erinnere mich da an eine Aussage eines deutschen Boxers - Name leider vergessen- der nicht gegen den aus der höheren Gewichtsklasse kämpfen wollte und meinte, am Tag nach dem Wiegen hätte der Gegner dann 5 Kg mehr drauf und er meinte wohl nicht nur Wasser. Allerdings weiss ich nicht ob das wirklich ernst gemeint war, aber gesagt hat er es. Der Kampf fand auch nicht statt.
Naja, Wasser ist eben nicht nur Wasser - je niedriger der Körperfettanteil, desto mehr Gewicht kann man relativ gesehen abkochen, weil der Wasseranteil höher ist. Klingt komisch, is aber so.
Aber 5 kg sind so oder harmlos bei Abwaage einen Tag davor - da muss man min. mit zehn rechnen. Was der fragliche Herr wahrscheinlich gemeint hat ist eher, dass er selbst nur 5 kg gemacht hat und der andere zehn, und er das unfair findet.
Ich kenne das ja auch nur theoretisch, jedoch was immer gesagt wird, ist ja, dass das Verletzungsrisiko bei einer Waage kurz vorher viel höher ist, weil u.a. das Wasser zum abfedern des Gehirns minimiert ist, gerade im Profibereich...
Die einzige Variante die ich sehe wären für die großen Wettbewerbe halt regelmäßige Kontrollen in den Wochen/Monaten davor, denn dauerhaft dehydriert geht halt nicht. Was allerdings Harrison macht, ist aus meiner Sicht schon wirklich extrem, oder was meinst Du period?
An das habe ich ehrlich gesagt gar nicht gedacht... Bänder und Sehnen sind auch rissanfälliger, wenn der Wassergehalt zu tief ist.
Ich glaube, das Einzige, was das Gewichtmachen verhindern kann ist nur noch offene Gewichtsklassen zu machen. So lange es Gewichtsklassen gibt, werden die Leute Wege finden, die zu ihrem Vorteil auszuspielen, und je schwerer man ihnen das macht, desto erfinderischer werden sie.
Harrisons cut mit 13 kg in 15 Wochen finde ich ehrlich gesagt nicht so extrem, wie alle tun, und es geht für sie ja auch um was. Aussagen wie "ich esse nur noch, was mein Koch mir zubereitet" finde ich ehrlich gesagt recht erheiternd, weil sie mich daran erinnern, dass ich für meinen allerersten Kampf schon ähnliche Dinge aufgeführt habe - 12 kg in 8 Wochen, von 86 auf 74 kg -, allerdings damals ohne Ahnung von irgendwas, mit einem Netto-Budget von 350 € im Monat (Student) auf Nudelsuppe und grünem Salat ohne Dressing, obendrein noch für irgendne Kreismeisterschaft, wos um ein Stück Blech gint![]()
Link zu meinem Gratis-Ebooks https://archive.org/details/john-fla...protoversion-1 & https://archive.org/details/FlaisSeiStark1_1
Ok.So genau habe ich das ehrlich gesagt nicht verfolgt, Harrison hat halt nur bei 78 kg gekämpft und nun bei 61, einfach voll das Tier ist, Figuredo hatte ich ja erwähnt und der kämpft inzwischen auch Bantamweight und ist aber viel kleiner und schmaler... Und sie ist einfach voll das Tier (und eine Frau, was ja wegen Körperfettanteil auch nochmal anders ist...).
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