Ich habe mal gelesen, dass man dann von vollständiger Integration von Einwanderergruppen sprechen kann, wenn in diesen die Kinder die gleichen Vornamen erhalten, wie im Rest der Bevölkerung. Dem bin ich geneigt zuzustimmen.
Beim Beispiel Mohamed hieße das, dass dieser Name entweder fast verschwindet oder sich über die gesamte Bevölkerung "verteilt". Beides ist aktuell in D nicht der Fall. Es gibt im Gegenteil eine ziemlich klare Abgrenzung, zwischen Bevölkerungsgruppen in denen der Vorname Mohamed völlig normal ist und Gruppen, in denen der Name eine absolute Rarität darstellt. Und diese Gruppen unterscheiden sich durch die familiäre Migrationsgeschichte.
Es gibt andere Namen, die ursprünglich aus den verschiedensten Weltregionen kommen, bei denen das nicht so ist, die mit der Zeit ganz einfach über die Gesamtbevölkerung verteilt und "normalisiert" wurden. Ich würde behaupten, dass "urdeutsche" Namen je nachdem entweder sogar in der Minderheit sind oder es so etwas gar nicht gibt - je nachdem, wie man das sehen möchte.
Zurück zu Mohamed: Solange es sich für bestimmte Einwanderergruppen mehrheitlich seltsam anfühlt oder gar verpönt ist, ihre Kinder "Sabine" oder "Robert" zu nennen oder anders herum, die Mehrheitsbevölkerung ihre Kinder nicht "Aishe" oder "Magomed" nennt, kann man da von getrennten Gruppen sprechen.
Diese Gruppen werden sich in mehr Dingen unterscheiden als die Wahl der Vornamen. Also ja, Stand jetzt, Deutschland 2025 ist der Name "Mohamed" ein ziemlich klarer Indikator für die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Bevölkerungsgruppe.






