Beides natürlich, nur anders!
Das ist doch in (fast) allen asiatischen Kampfarten so, die auf schlagen ausgerichtet sind und viele verschiedene Techniken haben?... Wenn ich eine andere Basis als das trainiere, was ich anwende, wird es schwierig.
Man muss eben die Basistechnik und die Kampftechnik/deren Anwendung auseinanderhalten.
Finde ich nicht schwierig.
Man könnte sich höchstens überlegen, ob es einen sinnvolleren Aufbau geben könnte.
Sie trainieren zwar vk, aber (in der basistechnik) nicht das ganze fiese zeug.Und diese KK sind auch näher am Nicht-Wettkampf, weil sie eben mit VK trainieren.
Deswegen sind sie für mich nicht notgedrungen näher am nicht-wk (siehe bitte oben, #2561).
Klar und das hat mehrere gründe.Ich bin überzeugt wenn wir heute aus durchschnittlichen Vereinen 100 Ringer, 100 Boxer und 100 Shotokaner holen, haben letztere die schlechteste Quote in einer Auseinandersetzung.
Der Hauptgrund ist imo, dass das shotokankarate nicht für eine auseinandersetzung auf tod oder leben trainiert wird.
(Basis)technisch ist es nämlich darauf ausgerichtet.
Der von Dir genannte vergleich hätte erst sinn, wenn die 100 shotokanmännerInnen ihr shotokan für den echteinsatz (also insbesondere auch hinsichtlich trainingsfreikampf nicht nach sportregeln) zeit- und intensitätsmäßig in dem selben umfang trainiert hätten, wie die 100 ringer ihr ringen und die 100 boxer ihr boxen.
Zudem müssten die shotokaner die wettkampferfahrung der ringer- und boxsportler durch kneipenerfahrung in entsprechendem umfang ausgleichen.
Dies vorausgesetzt würde ich die ringer und boxer in keinem Vorteil mehr sehen.
Das ist für mich so aufgeteilt:Daher habe ich gefragt, ob Du gute Basis auf wettkämpferische- oder allg. Kampftauglichkeit beziehst.
1)
Es gibt die basistechnik eines stils.
2)
Von dieser basistechnik werden verschiedene anwendungsformen/-trainings, zb für wettkampf oder für allgemeine kampftauglichkeit abgeleitet.
Für letzteres wird das im karate (m.W.) aber praktisch nicht (insbesondere freikampfmäßig) trainiert.
Das ist klar.Denn wer das Eine kann, kann noch lange nicht das andere.
Ja und zwar als basis, wie der name sagt.Also wenn es wie Du sagst die unterscheidung zwischen basistechnik und kampftechnik und dort wieder zwischen wettkampftechnik und sonstiger kampftechnik gibt, ist grundschulmäßiges Karate für alles gut oder wie?
Für mich nicht.Macht für mich nur eingeschränkt Sinn.
Kenne mich mit karategrundschule zu wenig aus.Das sehe ich überwiegend anders. Die sog. Breitensportler orientieren sich oft an den Wettkämpfern und werden von diesen unterrichtet. Lernen dann auch solche Sachen. Tief stehen, viel Kime usw. Ist aber nicht mehr ganz schlimm wie früher bzw. gibt es etwas mehr Breite in der Lehre aber die grundlegenden Strukturen sind noch vorhanden.
Gehe aber davon aus, dass diese im wesentlichen noch so aussieht wie bei den früheren meistern (zb Yahara, Kanazawa, Enoeda) oder auch europäischen oldschool-typen (Frank Brennan, Terry o Neill, Bernd Milner, ...).
Das shotokan-karate ist eben darauf aufgebaut und do lange das so ist, müssen sich die kampftechniken müssen demgemäß nunmal daraus entwickeln, egal ob für wettkampf oder was anderes.
Das makiwara ist doch zb ein widerstand:Der feuchte Traum derjenigen, die noch nie irgendwo gegen Widerstand geschlagen haben.
?
Außerdem verwenden m.W. auch shotokanwettkämpfer mittlerweile sandsäcke, schlagpratzen u.ä. zum training.
Aber es ist ja nur eine grundidee.
Zudem sieht man doch, zb auf alten meisterschaftsvideos, dass das sogar gegen gegner funktioniert, die mit einem derartig blitzartigen überfall rechnen, jedenfalls dann, wenn diese gegner bei einem treffer ko gehen, obwohl der angreifer noch nicht mal voll zugehauen hat (shotokan-kos sind in der ersten hälfte):
?





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