Das ist eben nicht überall so. Also bzw. die Aussage, dass man eine gute Basis braucht schon aber daher war meine Frage, ob sich Kampffähigkeit eher auf Wettkampf oder allgemeine Kampftauglichkeit bezieht. Denn boxerische- und ringerische- KK sehen mit Kontakt schon noch so aus. Karate dann eher weniger und daher ist es halt nicht "überall so".
Meine Aussage ist weniger, dass die Leute nicht kämpfen können, sondern dass es dann nicht mehr so basismäßig aussieht, wie im Wettkampf. Daher trifft die Aussage, die Basis ist wichtig für kämpferische Fähigkeiten in Bezug auf die Beispiele nur eingeschränkt auf grundschulmäßiges Karate zu. Die Übertragung ist woanders höher und aus meiner Sicht gehen kämpferisch geprägte Leute heute daher weniger zum Pointfighting Karate. Früher gabs halt weniger Auswahl. Bei den Wettkämpfen gabs die Verletzungen, weil die Leute halt mit voller Wucht ohne Deckung aufeinander los sind, weil halt immer noch der klare Ersttreffer zählt. Ich habe ein altes JKA Wettkampf Video schonmal halb scherzhaft kommentiert mit: "mir gefällt nicht, dass sie Schläge hauptsächlich mit dem Kopf blocken". Man ging halt rein ohne Rücksicht auf Verluste, um den einen Treffer zu setzen, egal was dann passiert. Manchmal stolpern auch Größen wie Tanaka über ihre eigenen Füße, weilsie so einen Vorwärtsdrang haben. Kopftreffer sind dan ein bisschen wie ein Autounfall, wo zwei aufeinanderrasen. Wäre ein Schlagabtausch zu erwarten, würde man imho anders agieren.Du springst mir da zu wild hin und her. Mal machst Du es an Wettkampfsportlern fest, die sehr speziell für eine sehr spezielle ARt sportlichen Vergleichskampf trainiere. Ein andermal wird dann wieder mit "typisch" oder "die Meisten" auf irgendwelche Breitensportler verwiesen, die irgendwo auf dem Dorf ihre Kata tanzen. Was soll denn da die Aussage sein? Dass die nicht kämpfen können? Na und? Was sagt das über Karate allgemein aus? Nix! (S. obige KK. Da machen das auch viele Leute über 30 Jahre und mehr. Dennoch kannst Du sie mit ner simplen Ohrfeige wegklatschen. Das sagt aber halt nix über die KK als solche aus, wenn es andere gibt, die das Ganze zum Funktionieren bringen).
Davon gibt es aber nicht wenige, die seinerzeit auf der Straße reihenweise Leute umgenietet haben. Auch in den Wettkämpfen gab und gibt es genug schwere Verletzungen die beweisen, dass diese Techniken auch Wirkung haben können.
Also aus meiner Sicht sind seine tsuki lange gerade tsuki. Die sehen zwar etwas unsauberer aus, sind aber immer noch lange gerade tsukiAber da drehen wir uns im Kreis, da ich bereits deine obige Grundaussage für falsch halte. Klar müssen die Techniken halbwegs "sauber" aussehen, aber das beutet doch nicht "wie in der Grundschule". Natürlich schlägt man da nicht immer nur lang und gerade. Guck Dir z.B. mal Jacques Tapol an. Der hat das sogar extra so krumm vorgemacht. Aber das ist doch gerade die Übertragung der Grundtechniken in den Kampf.![]()






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