Allgemein bin ich sowieso dafür, mehr darauf zu schauen, wie man den Frust in der Bevölkerung, ausgelöst durch verschiedene negative Veränderungen, mildern kann, statt sich nur darum zu bemühen, eben diesen Frust als ungerechtfertigt, rückständig oder gar bösartig hinzustellen.
Es kann einem gefallen oder nicht, aber wir sind eben nicht alle völlig aufgeklärte Menschen (bzw. abgeklärte), mental und seelisch völlig ausgeglichen, oder völlig gelassen, egal was da kommen mag. Es gibt auch mehr als genug Leute, die eben nicht genug Geld haben, um sich "freizukaufen".
Oder Menschen - um es (Achtung!, nicht das wieder jemand anfängt zu greinen) sarkastisch auszudrücken -, die den Verlust von eigener Lebensqualität ungerührt hinnehmen, weil ja insgesamt doch alles besser wird (oder zumindest nicht schlechter oder weil andere erzählen, dass es ja gar nicht so schlimm sei) oder die das Große Ganze im Blick haben, oder Leute, die zur Beurteilung ihres eigenen Wohlergehens irgendeine Statistik heranziehen.
Im Gegenteil. Es gibt neben den auf- und abgeklärten auch viele Idioten, Dummköpfe, Charakterschweine, leicht irre Menschen aber vor allem gibt es jede Menge ganz normale Leute, die eben Sorgen, Ängste und ihre ganz eigenen Probleme haben. Da kann man nicht beliebig Druck auf den Kessel geben und erwarten, dass wir uns allesamt "optimal" verhalten.





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