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Thema: Skrupellos ohne Grenzen?

  1. #1
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    Standard Skrupellos ohne Grenzen?

    In Berlin ist am 2. Weihnachtsfeiertag ein Mann das Handy gestohlen worden, der zu diesem Zeitpunkt
    am Versterben war oder schon tot war. Inwieweit das dem Täter bewusst war, wird noch ermittelt werden
    müssen. Bin gespannt was da rauskommt, aber die erste Variante - Person hilfebedürftig und noch am Leben
    - würde mich nicht wundern.

    https://berlin.t-online.de/region/be...bestohlen.html

  2. #2
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    Das passiert hier öfter, nur ist das Opfer dann halt nicht tot, sondern schläft (meistens im Rausch). Wir sind hier eine Großstadt, mit offiziell 4 Mio Einwohnern (und bestimmt ein paar Tausend mehr, die nicht in der Statistik sind). 20% davon (immerhin 800,000!) gelten als "arm", 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen (unter 18) leben in Armut.
    2024 war bisher das Jahr mit den meisten Drogentoten. Ebenfalls ca 20% der Bevölkerung hat pro Jahr einmal eine illegale Droge konsumiert (Durchschnitt in Deutschland ist 10%), das ist ohne Alkohol und Tabak.
    Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
    Frank Burczynski

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  3. #3
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
    Diese Tendenz stelle ich ebenfalls fest - im Straßenverkehr und auch im Rewe (so profan dies klingen mag) - eine unterschwellige Aggressivität, aber du merkst, dass der Mitmensch unter Spannung ist und/oder (Situation: Kreisel - da wird dann direkt gehupt) kaum noch Geduld mehr hat...

  4. #4
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
    Man merkt das ja auch an der (politischen) Debattenkultur. Die ist für mich schon ziemlich kaputt, spätestens seit Corona. Rede hier nicht vom KKB, sondern generell.

  5. #5
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    ...

    Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
    Tatsächlich ist das auch hier in ländlicher Gehgend genauso zu beobachten.

  6. #6
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    Einer irgendwie hilflosen Person in die Tasche zu greifen, ist für mich nicht der Gipfel der Skrupellosigkeit. Kommt auch durchaus ab und zu vor, meistens bei Betrunkenen. Ja, es ist ar***mäßig, klar, aber es passieren mMn ganz andere Dinge, über die man sich aufregen kann.

    Eine allgemeine Zunahme von Gewalt oder Aggressivität in der "Normalbevölkerung" kann ich nicht feststellen. Vielleicht bin ich dafür aber auch zu selten in Berlin. Auf jeden Fall hat sich das Stadtbild in den letzten zwanzig Jahren ziemlich verändert. Es ist deutlich lauter und voller geworden, fast überall. Gleichzeitig gibt es sehr viele Baustellen, Dreck, Staus. Man ist wesentlich mehr Reizen ausgesetzt als noch vor Jahren, was vllt. das allgemeine Stresslevel hochsetzt?

  7. #7
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.
    big cities sind total ungesund, wenn man nicht den privilegierten gesellschaftsschichten angehört.


    Zitat Zitat von Rene Beitrag anzeigen
    Tatsächlich ist das auch hier in ländlicher Gehgend genauso zu beobachten.

    die ländliche gesellschaftstruktur wird ja auch massiv von den städtischen eliten bekämpft und die entwicklungen in den städten wird massiv in die ländlichen gegenden getragen.
    Geändert von marq (31-12-2025 um 11:46 Uhr)

  8. #8
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    Allgemein bin ich sowieso dafür, mehr darauf zu schauen, wie man den Frust in der Bevölkerung, ausgelöst durch verschiedene negative Veränderungen, mildern kann, statt sich nur darum zu bemühen, eben diesen Frust als ungerechtfertigt, rückständig oder gar bösartig hinzustellen.

    Es kann einem gefallen oder nicht, aber wir sind eben nicht alle völlig aufgeklärte Menschen (bzw. abgeklärte), mental und seelisch völlig ausgeglichen, oder völlig gelassen, egal was da kommen mag. Es gibt auch mehr als genug Leute, die eben nicht genug Geld haben, um sich "freizukaufen".

    Oder Menschen - um es (Achtung!, nicht das wieder jemand anfängt zu greinen) sarkastisch auszudrücken -, die den Verlust von eigener Lebensqualität ungerührt hinnehmen, weil ja insgesamt doch alles besser wird (oder zumindest nicht schlechter oder weil andere erzählen, dass es ja gar nicht so schlimm sei) oder die das Große Ganze im Blick haben, oder Leute, die zur Beurteilung ihres eigenen Wohlergehens irgendeine Statistik heranziehen.

    Im Gegenteil. Es gibt neben den auf- und abgeklärten auch viele Idioten, Dummköpfe, Charakterschweine, leicht irre Menschen aber vor allem gibt es jede Menge ganz normale Leute, die eben Sorgen, Ängste und ihre ganz eigenen Probleme haben. Da kann man nicht beliebig Druck auf den Kessel geben und erwarten, dass wir uns allesamt "optimal" verhalten.

  9. #9
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    Zitat Zitat von jkdberlin Beitrag anzeigen
    Das passiert hier öfter, nur ist das Opfer dann halt nicht tot, sondern schläft (meistens im Rausch). Wir sind hier eine Großstadt, mit offiziell 4 Mio Einwohnern (und bestimmt ein paar Tausend mehr, die nicht in der Statistik sind). 20% davon (immerhin 800,000!) gelten als "arm", 25 Prozent der Kinder und Jugendlichen (unter 18) leben in Armut.
    2024 war bisher das Jahr mit den meisten Drogentoten. Ebenfalls ca 20% der Bevölkerung hat pro Jahr einmal eine illegale Droge konsumiert (Durchschnitt in Deutschland ist 10%), das ist ohne Alkohol und Tabak.
    Für mich das erschreckenste ist eigentlich die Zunahme der Aggressivität in der "durchschnittlichen" Bevölkerung. Keine Ahnung wie man das erklären kann. Es ist merklich überall. Beim Einkaufen, im öffentlichen Nahverkehr, im Straßenverkehr, gefühlt überall.

    Was die Aggression und auch Gewalt im öffentlichen Raum angeht, meine ich früher ( Ende 80 er bis Anfang 2000er) Schlimmeres erlebt zu haben, vieleicht auch weil ich da mehr unterwegs war. Ich lebe auch in einer Stadt mit mehreren hundertausend Einwohnern, gehe nicht mehr so viel weg und meide z.B die Innenstadt. Weniger weil ich da jetzt persönlich große Befürchtung habe dort (obwohl de facto offiziell Kriminalitätshotspot) sondern weil schon tags über eher unreizvolle Atmosphäre, voll, Leute heizen mit E-Rollern oder Rädern knapp vorbei etc.. Abends und nachts muss das ganz mies sein, was die Nachrichten und Polizeistatistiken auch belegen. Ich weiss , dass es nicht immer so war, und ich gehe soweit zu sagen, dass man recht gut datieren kann wann es anfing, nämlich Ende der 80er Jahre, als die ersten Vertreter der Dealerszene aufkamen und das von bestimmtere politischer Seite geduldet und mit großer Nachsicht, ja sogar Verständnis bewertet wurde, kein Witz (Sinngemäss: "Die müssen ja auch von irgendwas leben") wurde. Ab da ging es von ein paar Wellenbewegungen - kontinuierlich bergab. Natürlich kommen dann im Laufe der Zeit mehrere Aspekte zusammen und am schlimmsten waren wohl die 90er: regelmäßig wurden Leute abgezogen, Überfälle, Gangaufteren, Schlägereien, Türsteher"kriege". Ich kennen keinen aus der Zeit, der nicht mindestens! einmal dumm angemacht, bedroht, beleidigt oder gar geschlagen wurde.

    Es klingt vieleicht skuril, aber die Möglichkeiten des Handys könnte heute fast dazu teiwleise dazu beitragen, dass Leute durch digitales Dauerentertaniment zu abgelenkt sind, um mehr Stress zu machen. Abgesehen von denen, die sich darin gefallen ihre Taten zu filmen. Alle sind sehr mit sich selbst beschäftigt oder ihrem digitalen Spielzeug, die mündliche Kommunuikation nimmt ab, keiner kriegt noch groß was vom anderen mit, interessierft auch keinen.

    Andereseits sind die Zündschnüre kürz: wenn es dann zu Stress kommt scheinen die Leute bereit gleich "all in" zu gehen, die häufige Nutzung des Messers ist Ausdruck dessen sage ich. Und bestimmte Beistehende nutzen die Zeit lieber alles zu filmen, statt die Polizie zu rufen oder ggf soweit möglich einzugreifen. Und insgesamt nimmt das Bildungsniveau brutal ab. Wenn man da manche Gespräche von schon Erwachsenen mitbekommt, da kann einem ganz anders werden und die Zukunft sieht düster aus und es wundert einen nichts mehr.

  10. #10
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    Sehe gerade das war in Neukölln - also keine Verschlimmerung, Neukölln war vor 30 Jahren schon asozial und gefährlich...

  11. #11
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    Sehe bei mir in FFM auch keine Zunahme der Schlägereien gegenüber den 80/90ern. Die waren ein echter Hochpunkt der regelmäßigen Gruppenauseinandersetzungen (Nazis, Skinns, Punks usw). Auch asoziales Verhalten hat mE nicht zugenommen.


    Gruß
    Alfons.
    Hap Ki Do - Schule Frankfurt - eMail - 합기도 도장 프랑크푸르트 - Daehanminguk Hapkido - HECKelektro-Shop
    ...Dosenbier und Kaviar...

  12. #12
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    Bin gespannt wie es heute nacht zugeht. An Sylvester haben sich ja einige gern extrem ausagiert, bis zu Kriegsszenarien. Entsprechend hat die Polizei die letzten Jahre aufgerüstet und haben die Behörden Einschränkungen aussprechen müssen.

  13. #13
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    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Bin gespannt wie es heute nacht zugeht. An Sylvester haben sich ja einige gern extrem ausagiert, bis zu Kriegsszenarien. Entsprechend hat die Polizei die letzten Jahre aufgerüstet und haben die Behörden Einschränkungen aussprechen müssen.
    Geht ja schon gut los:

    ...In einer Erdgeschosswohnung eines Mehrfamilienhauses in Bochum hat es eine Explosion gegeben. Zum Zeitpunkt des Vorfalls befanden sich die Bewohnerin (48) der Wohnung und ein 46 Jahre alter Besucher in den Räumen, wie die Polizei mitteilte. Beide blieben unverletzt und wurden vorläufig festgenommen. Nach BILD-Informationen soll ein mutmaßlicher Bau von illegalen Böllern die Explosion ausgelöst haben.

    Tragisch: In einer angrenzenden Wohnung musste nach dem Vorfall eine 70-jährige Frau reanimiert werden. Trotz sofort eingeleiteter medizinischer Hilfe verstarb sie später im Krankenhaus. Ob ein Zusammenhang zwischen dem medizinischen Notfall und der Explosion besteht, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen der Polizei. ...
    https://www.bild.de/news/im-erdgesch...457550bdf427d8

    Unfassbar

  14. #14
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    Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
    Bin gespannt wie es heute nacht zugeht. An Sylvester haben sich ja einige gern extrem ausagiert, bis zu Kriegsszenarien. Entsprechend hat die Polizei die letzten Jahre aufgerüstet und haben die Behörden Einschränkungen aussprechen müssen.
    Wart mal ab, wie es heute in Holland zugehen wird. Da ist böllern zum letzten Mal erlaubt.

  15. #15
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    Zitat Zitat von FireFlea Beitrag anzeigen
    Wart mal ab, wie es heute in Holland zugehen wird. Da ist böllern zum letzten Mal erlaubt.
    Warte erstmal nächstes Jahr ab, wenn es in DE noch erlaubt ist und "alle" Holländer hierüber kommen... .

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