Das ist der eine Punkt - erstmal muss so eine Technik auch brauchbar angewandt werden bzw. auch treffen.
Der andere Punkt ist dann m.E., dass ein SV-System, welches als Antwort auf ringerische Angriffe im Grunde nur die (angenommene) "totale Zerstörung" bis zum Rollstuhl in petto hat, für unsere Breiten, in denen (zumindest noch) keine kriegsähnlichen Zustände herrschen bzw. ständig die Hunnen einfallen, m.E. schlichtweg ungeeignet ist. Da gibts m.E. einfach noch zu viele Zwischenstufen bzw. Unklarheiten bei körperlichen Auseinandersetzungen, als das man jemandem immer gleich die Wirbelsäule zertrümmern möchte/sollte.
Von daher haben wir mit WT (bzw. auch vielen anderen *ing*ung-Dingern) dann halt so gesehen ein System, dass (zumindest singulär bzw. ohne Ergänzung durch externe Methoden) WEDER für einen sportlichen Wettkampf (zu eingeschränkt) NOCH zur SV (Techniken angenommen oder real zu gefährlich/"tödlich") vor dem Hintergrund unserer gesellschaftlichen/juristischen Ausgangslage taugt - im Grunde also "hüben wie drüben" eher eine fragwürdige Bilanz.
Um das nochmal klarzustellen: Ich will *ing*ung gar nicht bashen. Das ist sicherlich ein ausgeklügeltes System auf seine Weise bzw. hat mir auch seinerzeit viel Spaß gemacht - speziell vom Ving Tsun aus der WSL/PhB-Linie halte ich immer noch eine ganze Menge, auch wenn es für mich persönlich nicht so passig ist.
Allerdings ist seine massive Fokussierung/Spezialisierung auf einen einzelnen (wenn auch wichtigen) Distanzbereich neben einer Stärke m.E. halt auch seine größte Schwäche. Und die "Universallösung" aus dem WT funktioniert halt auch nicht immer, wenn z.B. der Überraschungseffekt bzw. die Distanz/Kraftübetragung nicht 100%ig stimmt und/oder man ein Gegenüber hat, dass sich halt nicht gleich direkt "einstampfen" lässt (mal davon ab, dass halt auch nicht jede/r skrupellos genug ist, das Ding spontan gleich in jedes "Problem" 'reinzudreschen...)
VG Dorschi






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