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Thema: Latosa-Escrima, ETF & Co

  1. #76
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    Zitat Zitat von amasbaal Beitrag anzeigen
    und: bei was genau kann er dann einpacken? beim sparring/wettkampf? beim fig-8 umsetzen mit palmsticks? beim unterrichten? beim öffentlichen image? in sachen SV-interpretation des "stils"? ....
    ich finde das albern, dieses ALLGEMEINE "der und der ist aber besser, als der und der". das können die WTler gerne unter sich weiter kultivieren, aber in den FMA kann ich das nicht ab.


    Hab' ich so bei meinen bisherigen punktuellen Ausflügen in den FMA-Bereich auch kaum irgendwo erlebt.

  2. #77
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    Zitat Zitat von Kunoichi Girl Beitrag anzeigen
    Sorry, aber m.W. waren seinerzeit die besten escrima-fighter in der brd jürgen knapp und bernd schubert.

    Dagegen kann der kai imo einpacken.
    Meine Fresse,

    klar war Bernd der Hammer, groß, kräftig, schnell....
    Ob da Kai mithalten könnte? Weiß ich nicht, will ich mir kein Urteil erlauben...ist mir aber auch egal, ich mag Kai trotzdem.

    Genau wie ich Dirk G. von Escrima Hamburg sehr schätze, den würde ich auch als einen Freund bezeichnen, abgesehen von seinen "kämpferischen" Fähigkeiten.

    Und nun zurück zum Thema.....

  3. #78
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    In diesem Thread wurde zu Beginn von Dorschbert der freundliche Hinweis gegeben, dass er das Latosa-System aufgrund seiner Reduktion aufs (vermeintlich) Wesentliche sowie das zugrundeliegende Short-Power-Konzept recht ansprechend findet und er stellte die gute und berechtigte Frage, ob man groß, schwer und muskulös sein sollte zur effektiven Nutzung/Umsetzung des Latosa Stils.
    Im Laufe der Diskussion wurden verschiedene Latosa Escrima Lehrer genannt und es wurde teilweise diskutiert, ob diese Latosa Escrima Lehrer auch wirklich Latosa Escrima betreiben oder eher etwas anderes. Das erscheint mir ein sehr wichtiges Thema zu sein, zumal der Stilgründer René Latosa, der zu Lebzeiten die verschiedenen Latosa Escrima Lehrer mit unterschiedlichen Qualitätsmerkmalen bewertete (diese Bewertungen werde ich hier auch auf Nachfrage nicht aufschreiben, da sich jeder ein eigenes Bild machen muss von der Qualität verschiedener Latosa Escrima Ausbilder), leider nicht mehr lebt.
    In der heutigen Zeit wird durch AI, durch die sozialen Medien und durch die ständig sinkenden schulischen Anforderungen immer weniger die Fähigkeit geübt, die Argumente und Gegenargumente für eine bestimmte Sichtweise abzuwägen und aufgrund der eigenen Abwägung aller Argumente zu einer gut begründeten Schlussfolgerung zu gelangen. Daher ist es leicht, den Begriff „Latosa Escrima“ für die absurdesten Techniken und Konzepte zu verwenden. Hinzu kommt, dass Kampfkunst-Politik eine ehrliche Abwägung und Bewertung erschweren könnte und dass auch Unwissen zu unabsichtlichen Halbwahrheiten führen könnte. Daher im Folgenden der Versuch, ganz ohne Politik einem Interessenten zu ermöglichen, durch eigenes Nachdenken und Ausprobieren einen geeigneten Latosa Escrima Lehrer oder eine gute Latosa Escrima Lehrerin zu finden.
    Folgende Fragen könnten einem Interessenten helfen, der selbständig herausfinden möchte, ob ein Ausbilder Latosa Escrima unterrichtet oder etwas anderes:

    1) René Latosa hat stets „keep it simple“ und eine Handvoll Grundschläge sowie die Figure-8 in den Fokus seines Escrimas gestellt. Für ihn war wichtig, dass die wenigen Latosa Escrima Techniken möglichst einfach bleiben und dafür mit Schlaghärte und Vorwärtsdruck ausgeführt und auch mit der Figure-8 Logik trainiert werden. Wer in den Internet-Suchmaschinen „Latosa Escrima“ eingibt, sieht Ausbilder mit imposanten Titeln aller Art, seien es Latosa Escrima Titel oder Wettkampftitel oder sonstige Titel, deren Schüler keinen einzigen harten Schlag mit Waffen oder waffenlos ausführen können, keine Figure-8 hinbekommen und falls sie einmal aus Versehen hart zuschlagen fallen sie ohne Balance über die eigenen Füße. Anstelle einfacher Grundschläge werden unter der Bezeichnung „Latosa Escrima“ manchmal komplizierte Techniken ausgeführt, auf den ersten schwachen Schlag folgt die zweite schwache Abwehrtechnik und dann kommt es zu einem Konzert schwacher und oft komplizierter Schläge.
    René Latosa betonte immer „there are no blocks in Latosa Escrima“. Wenn in einer Latosa Escrima Schule daher Fortgeschrittene Blöcke ausführen, dann spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich nicht im eine Latosa Escrima Schule handelt, sondern um etwas anderes. Dass man selbst im Latosa Escrima Anfängern eine Art von „Block“ zeigen kann, damit sie später bestimmte Konzepte besser einordnen können, steht dem nicht entgegen.
    Kurz gesagt: Wenn in einer Latosa Escrima Schule nicht das „keep it simple“, eine Handvoll einfacher Grundschläge sowie die Figure-8 im Training betont werden und wenn Fortgeschrittene Escrimadore Blöcke ausführen, spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um keine Latosa Escrima Schule handelt.

    2) René Latosa hat immer die Balance und Vorwärtsdruck betont. Latosa-Push-Pull-Techniken, um in Notwehr die körperliche und/oder innere Balance des Angreifers brechen zu können, waren ihm immer sehr wichtig. Für ihn war auch zentral, dass jederzeit mit beiden Beinen ansatzlos getreten werden kann (bei Fortgeschrittenen dann auch mit Short Power). Daher empfiehlt es sich zu schauen, ob die Fortgeschrittenen in einer Latosa Escrima Schule auch Vorwärtsdruck haben, Latosa-Push-Pulltechniken beherrschen und ansatzlos mit beiden Beinen und mit Short Power treten können. Wenn Übungen für den Vorwärtsdruck und das Balance-Brechen nicht ein zentraler Punkt im Unterricht sind, ist Vorsicht geboten, denn es könnte sich um etwas anderes als Latosa Escrima handeln.
    Kurz gesagt: Wenn in einer Latosa Escrima die fortgeschrittenen Schüler keine Latosa-Pushtechniken, keinen Vorwärtsdruck und keine ansatzlosen Tritte beherrschen, spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um keine Latosa Escrima Schule handelt.

    3) „Learn to think“ war für René Latosa von größter Wichtigkeit. Das führt zur Ausgangsfrage von Dorschbert zur Größe, Gewicht und Kraft. René Latosa hat hervorgehoben, dass seine Schüler selbständig und kreativ denken müssen, damit sie die Techniken individuell passend gestalten können. René Latosa hat nie Klone von sich gewollt, sondern dass jeder seiner Schüler die eigenen Stärken und Schwächen berücksichtigt bei seinem individuellen Latosa Escrima. René Latosa hat seinen Töchtern für sie geeignetes Escrima gezeigt und selbstverständlich hatte das Latosa-Push-Pull für seine Töchter einen anderen Anwendungsbereich als für einen 120 Kilo Mann. René Latosa hatte immer das klar geäußerte Bestreben, dass seine Schülerinnen und Schüler besser werden sollen als er selbst je war. Auch hat René Latosa eine beständige Weiterentwicklung aller Techniken und Prinzipien verlangt.
    Kurz gesagt: Wenn in einer Latosa Escrima Schule die fortgeschrittenen Schüler nicht eigenständig kreativ denken oder zu Klonen ihres Lehrers werden und wenn im Training einer 50 Kilo Frau dieselben Trainingsschwerpunkte gesetzt werden wie bei einem 120 Kilo Mann, spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um keine Latosa Escrima Schule handelt.

    4) Dorschbert hat die Short-Power erwähnt. Ein Interessent sollte sich einen Eindruck davon verschaffen, ob in einer Latosa Escrima Schule die fortgeschrittenen Schüler Short Power in allen Körperteilen (auch beispielsweise in den Schulterstößen) entwickelt haben und weiterhin intensiv an deren Entwicklung arbeiten. Allerdings kann es hier bei einem Anfänger auch leicht zu Fehlvorstellungen kommen. Es gibt in den sozialen Medien Videos, bei denen Kampfkunstlehrer aller Art vorgeben, beispielsweise bei Schlägen auf den Sandsack ihre Short Power zu zeigen, in Wirklichkeit aber den Sandsack herumschubsen ohne in diesen Short Power Energie abzugeben. Im Training wird jedenfalls fühlbar, ob die Fortgeschrittenen ihre Schläge, Tritte und Stöße auch mit Short Power ausführen können.
    Kurz gesagt: Haben die Fortgeschrittenen, die in einer Latosa Escrima Schule trainieren, keine Short Power, spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um keine Latosa Escrima Schule handelt.

    5) Für René Latosa war die Transition sehr wichtig. Daher sollte ein Interessent schauen, ob der Lehrer in einer Latosa Escrima Schule und ob die Fortgeschrittenen in dieser Schule die Übertragung von diversen Waffen auf das Waffenlose und auch umgekehrt die Übertragung vom Waffenlosen auf die Waffen durchdacht haben und sinnvoll erklären können.
    Für René Latosa war wichtig, die Transition und auch die anderen Latosa Prinzipien in Übungen und auch im Sparring anzuwenden und auf die Probe zu stellen. Das Entfernen von Techniken und Konzepten, die sich in der Praxis nicht bewähren, war für René Latosa stets entscheidend. Daher sollte ein Interessant auf die Frage, welche der bisherigen in der jeweiligen Escrima Schule unterrichteten Techniken aufgrund der Praxiserfahrungen zumindest im Training der Fortgeschrittenen entfernt wurden, auch eine wohlbegründete Antwort erhalten. Wenn umgekehrt in einer Latosa Escrima Schule die Fortgeschrittenen sich dadurch auszeichnen, dass sie deutlich mehr Techniken beherrschen als die Anfänger ist große Vorsicht geboten: Latosa Escrima zeichnet sich viel mehr durch das Wegstreichen von Techniken im Laufe der Entwicklung eines Latosa Escrimadors aus als durch das Hinzufügen von Techniken. Wenn man im Internet sieht, wie manche ihr Escrima als „Latosa Escrima“ bezeichnen und dabei gleichzeitig jedes Jahre 1001 neue Techniken aus 1001 Nacht hinzufügen, dann wünscht man sich ein bisschen mehr Mitdenken von allen Beteiligten.
    Kurz gesagt: Haben die Fortgeschrittenen, die in einer Latosa Escrima Schule trainieren, keine Transition und verproben sie diese sowie die weiteren Konzepte nicht auch im Sparring und werden Techniken und Konzepte, die die Fortgeschrittenen einer Escrima-Schule trainieren nicht Schritt für Schritt weniger, sondern im Laufe der Zeit immer mehr, spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um keine Latosa Escrima Schule handelt.

    6) René Latosa hat sein Escrima primär für die Selbstverteidigung entwickelt. Sein Ziel war, dass jeder der Latosa Escrima lernt, mit einer größeren Erfolgswahrscheinlichkeit seine Familie und auch Dritte verteidigen kann und dabei auch genügend milde Mittel lernt, um den Notwehrwerfordernissen stets Rechnung zu tragen. „There are no guarantees“ wurde beständig von ihm betont, daher ging es immer nur um die Erhöhung der Erfolgswahrscheinlichkeit der Verteidigung im Rahmen der individuellen Möglichkeiten jedes Trainierenden und um das gleichzeitige Erkennen der individuellen Beschränkungen und Schwächen. Wenn ein Latosa Escrima Interessent daher den Eindruck gewinnt, dass das Training in einer Latosa Escrima Schule die Wahrscheinlichkeit eines Gefängnisaufenthaltes wegen Notwehrüberschreitung und/oder die Wahrscheinlichkeit der nicht erfolgreichen Abwehr eines Angriffs eher erhöht als reduziert, spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um keine Latosa Escrima Schule handelt. Zum Gewinnen einer Selbstverteidigungssituation zählt natürlich auch jede Selbstverteidigungssituation, die mit verbaler Deeskalation gewonnen wurde. Fortgeschrittene Escrimadore können mit dem Gehirn und mit ihren Worten deutlich mehr Auseinandersetzungen vermeiden oder beenden als mit Hand oder Faust oder Schulter und das Nutzen des Verstandes in der Notwehr war für René Latosa stets von allergrößter Bedeutung. Wenn das die fortgeschrittenen Escrimadore in einer Latosa Escrima Schule nicht begriffen haben oder wenn Trainerinnen und Trainer entgegen dem Latosa Prinzip „there are no guarantees“ wirklichkeitsferne Versprechen über die Effektivität ihres Systems abgeben oder wenn Latosa Escrima Trainer behaupten, noch nie in Notwehrsituationen den Kürzeren gezogen zu haben, spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich im keine Latosa Escrima Schule handelt.

    Kurz gesagt: Wenn in einer Latosa Escrima Schule nicht die Verbesserung der Erfolgswahrscheinlichkeit der Verteidigung im Fokus steht, wenn die eigenen individuellen Schwächen nicht erkannt werden oder wenn Märchen über die Verteidigungsfähigkeiten verbreitet werden, spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich im keine Latosa Escrima Schule handelt.

    7) Hinweis: Manche der o.g. Prinzipien kann ein Anfänger auch dadurch verproben, dass er den Fortgeschrittenen in einer Latosa Escrima Schule die Hand schüttelt. Wenn die fortgeschrittenen Männer und Frauen die Hand des Interessenten mit zu viel Kraft zudrücken, haben sie offenbar Ego-Probleme und die Trainerin oder der Trainer haben mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit einen schlechten Job gemacht. Es verlieren viel mehr Menschen Selbstverteidigungssituationen durch Ego-Probleme als durch zu wenig Kraft oder Schnelligkeit. Wenn die fortgeschritten Männer und Frauen einer Escrima-Schule umgekehrt im Training mit schweren Waffen keine Kraft in den Händen und Unterarmen aufweisen, spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um keine Latosa Escrima Schule handelt.

    8) In einer Latosa Escrima Schule lernt schon ein Anfänger in den ersten Stunden die Grenzen einer waffenlosen Verteidigung und dass sich die „bessere“ Waffe in geübten Händen fast immer gegen die in der jeweiligen Einzelfallsituation „schlechtere“ Waffen durchsetzt. Auch hier kommt wieder das von René Latosa immer betonte Prinzip „There are no guarantees!!!“ zum Tragen. Jeder fortgeschrittene Latosa Escrimador muss wissen und auch im Training regelmäßig praktisch erfahren haben, dass ihm seine Kraft und sein Gewicht und seine Reichweite - so groß sie auch sein mögen - und seine schönsten Latosa-Escrima-Techniken gar nichts helfen gegen eine erzürnte 75 jährige Dame, die nur einen Bruchteil seiner Kraft und seines Gewichts und seiner Trainingserfahrung hat, wenn diese Dame ihre Kastanienmesser oder Cold Steel Master Hunter zu führen und ansatzlos aus ihrer Handtasche zu ziehen weiß. Daher wird sich ein fortgeschrittener Latosa Escrimador sowohl aus Menschenfreundlichkeit als auch aus Klugheit stets durch eine freundliches, höfliches und in jeder Hinsicht korrektes Verhalten auszeichnen. Freundlichkeit und Höflichkeit gegenüber Frauen, Männern, Kindern, Hunden, Katzen, sonstigen Tieren und in jeder Situation. Herzlichkeit, Humor, Freundlichkeit, Höflichkeit und eine positive Lebenseinstellung retten in angespannten Situationen viel mehr Leben als Escrimatechniken, das haben alle guten Latosa Escrima Ausbilderinnen und Ausbilder natürlich erkannt.
    Kurz gesagt: Wenn in einer Latosa Escrima Schule die Freundlichkeit, Höflichkeit und Bescheidenheit fehlen, spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um keine Latosa Escrima Schule handelt.

    Viel Spaß beim Training und viel Spaß im Leben!
    Baumgarten

  4. #79
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    Zitat Zitat von Baumgarten Beitrag anzeigen
    schönsten Latosa-Escrima-Techniken gar nichts helfen gegen eine erzürnte 75 jährige Dame, die nur einen Bruchteil seiner Kraft und seines Gewichts und seiner Trainingserfahrung hat, wenn diese Dame ihre Kastanienmesser oder Cold Steel Master Hunter zu führen und ansatzlos aus ihrer Handtasche zu ziehen weiß. Daher wird sich ein fortgeschrittener Latosa Escrimador sowohl aus Menschenfreundlichkeit als auch aus Klugheit stets durch eine freundliches, höfliches und in jeder Hinsicht korrektes Verhalten auszeichnen. Freundlichkeit und Höflichkeit gegenüber Frauen, Männern, Kindern, Hunden, Katzen, sonstigen Tieren und in jeder Situation. Herzlichkeit, Humor, Freundlichkeit, Höflichkeit und eine positive Lebenseinstellung retten in angespannten Situationen viel mehr Leben als Escrimatechniken, das haben alle guten Latosa Escrima Ausbilderinnen und Ausbilder natürlich erkannt.
    Kurz gesagt: Wenn in einer Latosa Escrima Schule die Freundlichkeit, Höflichkeit und Bescheidenheit fehlen, spricht eine gewisse Wahrscheinlichkeit dafür, dass es sich um keine Latosa Escrima Schule handelt.


    sollte für alle systeme/stile und deren repräsentanten gelten
    Geändert von amasbaal (03-03-2026 um 20:42 Uhr)

  5. #80
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    Sehr schön beschrieben und zusammengefasst. Top! Danke!

  6. #81
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    Zitat Zitat von Kunoichi Girl Beitrag anzeigen
    Sorry, aber m.W. waren seinerzeit die besten escrima-fighter in der brd jürgen knapp und bernd schubert.

    Dagegen kann der kai imo einpacken.

    Moin Kunoichi Girl, sind wir uns schon mal begegnet? Warst du bei einem meiner Seminare/Trainings?

  7. #82
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    Von Kunoichi Girl wurden die Escrimadore Knapp und Schubert erwähnt: Ein schönes Beispiel für die Genialität René Latosas als Escrima Lehrer und Inspirator: Beide Escrimadore hatten andere körperliche und mentale Stärken. René Latosa hat ganz offensichtlich beide individuell passend unterrichtet und ihnen den kreativen Freiraum zur Entwicklung eines individuellen Escrimas gelassen.

  8. #83
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    Zitat Zitat von Baumgarten Beitrag anzeigen
    Von Kunoichi Girl wurden die Escrimadore Knapp und Schubert erwähnt: Ein schönes Beispiel für die Genialität René Latosas als Escrima Lehrer und Inspirator: Beide Escrimadore hatten andere körperliche und mentale Stärken. René Latosa hat ganz offensichtlich beide individuell passend unterrichtet und ihnen den kreativen Freiraum zur Entwicklung eines individuellen Escrimas gelassen.
    Die Individualität ist ein wesentlicher Punkt im Latosa Escrima. Es geht nicht um ein "Nachmachen", sondern um die persönliche Entwicklung und individuelle Gestaltung deines Latosa Escrima Wegs.

    Wenn du 10 Latosa Escrima Lehrer aufsuchst, solltest du 10 verschiedene Latosa Escrima Interpretationen vorfinden. Es geht nicht darum, dass sich alle gleich bewegen oder die gleichen Techniken nutzen, sondern darum, dass sich alle im Rahmen der Latosa Escrima Concepts bewegen - unabhängig von der "genauen" technischen Umsetzung. Jedes Latosa Escrima wird beeinflusst von den persönlichen Erfahrungen, Vorlieben, körperlichen Voraussetzungen und Schwerpunkten/Zielsetzungen.

  9. #84
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    Zitat Zitat von Baumgarten Beitrag anzeigen
    Von Kunoichi Girl wurden die Escrimadore Knapp und Schubert erwähnt: Ein schönes Beispiel für die Genialität René Latosas als Escrima Lehrer und Inspirator: Beide Escrimadore hatten andere körperliche und mentale Stärken. René Latosa hat ganz offensichtlich beide individuell passend unterrichtet und ihnen den kreativen Freiraum zur Entwicklung eines individuellen Escrimas gelassen.
    Schubert kennt man ja, das ist ja schon nen recht stabiler Jung', ähnlich wie R.L. selbst auch.
    Wie sah denn der Knapp aus - hatte da jetzt bei spontaner Suche kein Bild gefunden, dass ich hätte zuordnen können...

    BTW: Ich hatte beim Stöbern hier im Board noch einen alten Fred gefunden, der das Thema auch behandelt (Schwerpunkt "Push & Pull"-Prinzip):

    https://www.kampfkunst-board.info/fo...h-Pull-Technik

    Auch da ist der Aspekt der körperlichen Voraussetzungen/Attribute diesbezüglich Thema bzw. auch dort gehen die Meinungen diesbezüglich auseinander

    Der geschätzte D-Nice, der ja hier leider nicht mehr aktiv ist bzw. m.W. sein Escrima-Training gesundheitsbedingt später leider aufgeben musste sieht das schon als Voraussetzung für gelungene Umsetzung

    Zitat Zitat von D-Nice Beitrag anzeigen
    aber man beachte...das ganze etf-traininig ist halt schon eher für jungs wie mich ausgelegt.. sprich ab 90 kilo aufwärts ist dieses system am besten geeignet
    wohingegen andere da offenbar andere Erfahrungen gemacht haben (bzw. war zumindest der Michel ja auch selbst Trainer bzw. direkter Schüler unter Schubert - allerdings weiß ich bei dem nicht, wie groß/schwer der nun selbst ist)

    Zitat Zitat von michel Beitrag anzeigen
    Wenn man mehr wiegt hat man einen Vorteil Aggressoren durch "sanftes" P&P rauszubuxieren.
    Aber Sebastian aus ETF in Rathenow, wiegt gerade mal 72 Kilo und kann hervorragend p&p.
    Also durchaus etwas auch für "geringerwiegende".
    Zitat Zitat von MJ.Jung Beitrag anzeigen
    Unser Zeug funktioniert natürlich auch mit weniger als 90kg, einer meiner Cotrainer liegt bei ca. 74 kg und ist ne harte Nuss . Der muss seine "Technik" halt noch sauberer machen und muss sich halt einfach viel mehr "bewegen". Vor allem wenn ich und meine anderen (NICHT) sehr grazilen Schüler reinwollen . Beim Push&Pull (zumindest so wie es bei uns gemacht wird) ist Masse und Kraft halt von Vorteil. Aber wie mein BJJ Trainer so schön sagt, wenn man viel Kraft hat und eine gute,saubere Technik beherrscht, dann macht das die Technik nicht gerade schlechter
    VG Dorschi
    Geändert von Dorschbert (04-03-2026 um 14:08 Uhr)

  10. #85
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    Zitat Zitat von Ulrich Beitrag anzeigen
    Alessandro Fantini war zu der Zeit auch in der ETF aktiv, wenn ich richtig erinnere hat er als Einflüsse aber auch Doce-Pares Varianten, Silat, Combat Arnis. Da die Leute viele Videos in der Tube haben , kann man sich das anschauen und entscheiden ob man das gut findet, oder so wie früher einfach mal hingehen, wenn es in Reichweite ist.
    VG Ulrich
    Bin zwar des italienischen nur rudimentär mächtig, aber da scheinst du richtig zu liegen.

    https://escrima.it.gg/Chi-sono.htm

    http://www.kali.it/datu_fantini.htm

    Naja, ich weiß halt nicht so recht, was ich davon halten soll - ich denke schon, dass der weiß, was er macht und sicherlich über jede Menge Erfahrung im FMA-Bereich verfügt.

    Allerdings finde ich halt 'bisschen seltsam, dass es kaum nachvollziehbare Infos über den Werdegang gibt bzw. dass sich jemand dann, obwohl er ja im Grunde offenbar nur ein paar Jahre dort Schüler gewesen ist (stattdessen ETF - was zwar verwandt ist aber halt nicht dasselbe, Combat Arnis o.ä.) und von dem man (zumindest außerhalb Italiens) diesbezüglich kaum was mitgekriegt hat (scheint ja vielen der FMA-Fans hier auch nicht wirklich ein Begriff zu sein) dann plötzlich als "Latosa (tm) Legacy Europe" (auch wenn die HP mittlerweile anscheinend down ist bzw. die des deutschen "Headquarters" ebenfalls) in Erscheinung tritt bzw. auch ausgeprägte Expansion-Bestrebungen diesbezüglich an den Tag legt.

    Im Grunde wäre mir das zwar eigentlich wurst, was da auf der Packung steht, wenn das was drin ist soweit passt - allerdings hat es so m.E. schon erstmal ein kleines Geschmäckle bzw. hätte ich da auf irgendwelche EWTO-mäßigen Politikscharmützel wenig Bock...

    VG Dorschi
    Geändert von Dorschbert (04-03-2026 um 14:27 Uhr)

  11. #86
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    Sehr schön beschrieben und zusammengefasst. Top! Danke!
    Das meiste kann ich auch so bestätigen, mit mehr als 30 Jahren in der EWTO.

    Wenn du 10 Latosa Escrima Lehrer aufsuchst, solltest du 10 verschiedene Latosa Escrima Interpretationen vorfinden.
    Ja, so ist es.
    Auch welche die nicht mit "Schlaghärte" (ein Steckenpferd eher von B.N.), sondern auf "schnelle Repeating Attacks" setzten.
    Auch welche, die nicht "Push und Pull" häufig anwenden, sondern eher die klas. Dreiecks-Fußarbeit.

    Schubert kennt man ja, das ist ja schon nen recht stabiler Jung', ähnlich wie R.L. selbst auch.
    B.S. war in seinen frühen Jahren "ein Hemd in Sandalen". Sorry, nicht böse gemeint, aber so war es, ich habe noch Bilder hier...
    So trat er auch in den Wettkämpfen an.
    Erst später legte er zu.
    R.L. hat in den seinen letzten Jahren um die 20 Kilo abgenommen.

    Wie sah denn der Knapp aus - hatte da jetzt bei spontaner Suche kein Bild gefunden, dass ich hätte zuordnen können...
    J.K. sah Mitte bis Ender 1980er (als er ging) aus wie ein "junger griechischer Gott". Ich weis nicht, ob ich hier Bilder posten darf? Und wie ist das Gesetz?
    Knochentrocken, super Athletik..., der machte eine frühe Form des Körpergewichtstrainings (wie heute -phon.- Freeletics oder Hydrox) könnt ihr Euch so wie E.B. in seinne besten Jahren vorstellen..., ..auch ein Grund warum es zum Kampf zwischen den beiden in W. führte.
    Sifu KRK konnte es nicht verhindern..., der Kampf ging bis zum Ende...
    Mein Lehrer hat hier vor Ort noch VHS/Beta/Video8/pp.-Demos von J.K., auch wo er mit B.N und E.B. wechselweise (Angreifer und Verteidiger wechselten, etwas was man später bei Demos nicht mehr sah) WT und Escrima demonstrierte. (J.K. hatte mind. den 2. TG WT, angeblich war der auch Mannschafts-Amateur-Boxer..., ob das stimmt???, der redete damals auch schon kaum... By the way: Es gab da noch einen - intern sehr bekannt, extern ist der vergessen ..., Wolfgang ... oder so... Wer kennt den noch?, von dem gibt es auch super Videos, der war oft bei Boxmeisterschaften in der Pause im Ring und so... und führte Kämpfe mit Machete gegen Machete vor, damals ein Novum)

    Gr. und einen schönen Frühlingsanfang 2026.
    Euer R.

  12. #87
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    Zitat Zitat von kaikuehn Beitrag anzeigen
    Moin Kunoichi Girl, sind wir uns schon mal begegnet?
    Nicht, dass ich wüsste.


    Warst du bei einem meiner Seminare/Trainings?
    Nein!

  13. #88
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    Zitat Zitat von Uruk Beitrag anzeigen
    Das meiste kann ich auch so bestätigen, mit mehr als 30 Jahren in der EWTO.
    Trainingsbeginn ca 1995?


    Ich weis nicht, ob ich hier Bilder posten darf?
    Ist imo unbedenklich.


    ... könnt ihr Euch so wie E.B. in seinne besten Jahren vorstellen..., ..auch ein Grund warum es zum Kampf zwischen den beiden ...
    Wenn Du erst ca 1995 mit dem training angefangen hast/hättest, hast Du es wahrscheinlich nicht persönlich erlebt?


    ... in W. führte.
    Sifu KRK konnte es nicht verhindern..., der Kampf ging bis zum Ende...
    Sind ortsnamen bereits ebenfalls datenschutzrelevant?

  14. #89
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    Zitat Zitat von Uruk Beitrag anzeigen
    B.S. war in seinen frühen Jahren "ein Hemd in Sandalen". Sorry, nicht böse gemeint, aber so war es, ich habe noch Bilder hier...
    Ah wa?! Die Sandalen hatte er zur der Zeit auch schon?

    VG Dorschi
    Geändert von Dorschbert (05-03-2026 um 07:48 Uhr)

  15. #90
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    Hallo Kai, hallo Uruk,

    vielen Dank für weiteren sehr wichtigen und richtigen Hinweise zum Latosa Escrima!
    @Uruk: Einen Hinweis erlaube ich mir: J.K. hat natürlich nicht nur Körpergewichtsübungen ausgeführt, sondern auch mit Hanteln trainiert, so wie das früher ohnehin alle zivilisierten Menschen für ihre Pflicht hielten. Damals galt das Motto (auch im Kung Fu, wenn ich mich nicht irre): "Strength is not a choice, it´s an obligation." Kraft ermöglicht Männern und Frauen deutlich mehr mildere Mittel in der Notwehr - was für jeden Menschenfreund stets erstrebenswert ist - und Kraft ermöglicht Männern und Frauen im Alltag sehr vielr Hilfeleistungen für Dritte, was auch für jeden freundlichen Mensch sehr wichtig ist. Deinen Hinweis auf den "jungen griechischen Gott" mit Blick auf J.K. finde ich hervorragend. Ein Grund mehr, den Disney-Film-Hercules mit seinen Lieben anzusehen: Denn dort lernt Hercules, dass die (Schlag)-Kraft, die fast jeder in seiner Jugend für unendlich wichtig hält, doch nicht das Wichtigste ist im Leben. Umgekehrt war aber die Kraft für Hercules am Ende des Filmes doch sehr entscheidend, um seine Herzensdame zu retten. Ein schöner Disney-Film mit sehr viel Tiefgang.

    Viel Spaß beim Training!

    Baumgarten

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