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Thema: The Two Grandmaster (EWTO), Podcast-Serie, ab 01-2026

  1. #31
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    Am Ende ähnelt sich doch alles.
    https://youtu.be/_CyvXCjlQL8?si=BtABh4sqyTyT2K8V

  2. #32
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    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen

    Wenn dann jemand Sparring als einziges Kriterium ansieht ob einer real sich durchsetzen kann oder überhaupt bestehen kann , dann bekomme ich immer den Verdacht in mir , das dieser jemand den sparringspunkt so überbewertet , weil ihm einfach reale Erfahrungen fehlen und Sparring das einzige ist was er für sich vorweisen kann . und irgendwie muss er ja sein Training dann auch vor sich rechtfertigen können. so wirkt es zumindest auf mich . (ich meine damit übrigens nicht dich uruk, sollte klar sein)

    ich hab einfach zu oft leute erlebt die nun wirklich nichts mit Sparring am Hut hatten , aber sich draussen gegen physisch Überlegene oder sogar gegen Mehrere sich nicht die Butter vom Brot haben nehmen lassen. Deshalb verstehe ich den Punkt "Kämpfen können " bestimmt nicht mehr nur als technische Betrachtung. Nicht wenn es um echte Anwendung geht.


    Für mich zählt das es Knockout Power hat , das derjenige das Auge für Timing und Distanz besitzt und seine Technik ist mir da völlig egal, solange er sich damit behaupten kann und ordentlich Schaden fahren kann. Egal aus welchem Stil er kommt.
    Wir hatten Leute die nie KK oder Ks trainiert hatten . Technisch bestimmt nicht schön anzusehen waren aber sehr wirkungsvoll vorgingen. . Und ja , da wurde auch mit dem Kopf geblockt , die Nehmerqualitäten liessen es zu, und spielen nunmal immer eine nicht unwichtige Rolle, aber seien wir mal ehrlich , welcher Sparringsgeübte bekommt nicht auch immer wieder was vor den Bug ?
    Das sind sehr wichtige und sehr kluge Erkenntnisse von Cam67! Das sollten sich einige ausdrucken und mit Goldrahmen an die Wand hängen!!

    Ich habe nie WT betrieben, aber natürlich hatte man als Latosa Escrimador viele Jahrzehnte lang regelmäßig Kontakt mit Menschen aus diversen Stilen, auch aus dem WT. Und natürlich gab es auch im WT genau wie auch in allen anderen Kampfkünsten und Kampfsportarten Menschen, die genau die von Dir Cam67 beschriebenen Qualitäten besaßen: "Knockout Power" sowie das "Auge für Timing und Distanz". Es gibt überall gute Leute. Wer die jeweils guten Leute eines Systems finden möchte muss sich seines eigenen analytischen Verstandes bedienen. Das Selbstdenken kann einem niemand abnehmen.

    Wenn ich als junger Mensch auf der Suche wäre nach einer Schule für Selbstverteidigung würde ich bevor ich einen Unterrichtsvertrag unterschreiben würde wahrscheinlich den Lehrer bitten, dass er drei seiner besten Schüler am Sandsack ihre beiden härtesten Schläge zeigen lässt. Und dann würde ich den Lehrer bitten, dass mir drei seiner besten Schüler zeigen, wie sie sich gegen einen harmlosen Angriff mit milden Mitteln verteidigen. Und dann würde ich seine drei besten Schüler fragen, ob sie denn wissen, was nach dem Bundesgerichtshof die mildesten Mittel zur Abwehr eines Angriffs sind sind. Und dann würde ich den Lehrer darum bitten, dass von den drei besten Schülern zwei den einen Schüler in einem freundlichen Sparring angreifen. Und dann würde ich die drei besten Schüler der jeweiligen Schule fragen, was aus ihrer Sicht der Sinn und Zweck des Erlernens der Selbstverteidigung und der Sinn und Zweck des Lebens ist.

    Und dann würde ich mir meine Denkkappe aufsetzen und intensiv überlegen, ob das zu dem passt, was ich persönlich in der Selbstverteidigung lernen möchte.

    Ich finde es sehr gut, dass Du Uruk die Deeskalationsfähigkeiten für die Kunst der Selbstverteidigung betonst. Das freut mich sehr. Was die junge Generation oftmals nicht weiß: Früher ging es in der Kampfkunst und im Kampfsport oftmals in deutlich weniger Schulen als heutzutage um die Deeskalationsfähigkeiten. Dass die Deeskalationsfähigkeiten von vielen Ausbildern als extrem wichtig erkannt wurde ist das Ergebnis von Nachdenken, viel Praxiserfahrung, viel Gerichtserfahrung und geistiger Reife.

    Ich wünsche allen einen schönen, friedlichen, gedankenreichen und genussreichen Sonntag!

    Baumgarten

  3. #33
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    Zitat Zitat von Baumgarten Beitrag anzeigen
    Wenn ich als junger Mensch auf der Suche wäre nach einer Schule für Selbstverteidigung würde ich bevor ich einen Unterrichtsvertrag unterschreiben würde wahrscheinlich den Lehrer bitten, dass er drei seiner besten Schüler am Sandsack ihre beiden härtesten Schläge zeigen lässt.n
    ok , da gehen wir beide unterschiedlich vor bei der Lehrerauswahl.
    Die Schüler eines Lehrers waren mir lehrtechnisch recht egal , weil sie mich höchstwahrscheinlich nicht unterrichten werden . Egal ob sie sich nun gut bewegen , es technisch sauber umsetzen und/oder einen harten Schlag haben. Es bringt mir wenig für meine eigene Arbeit .
    Selbst wenn man nun sagt , das es einem zeigt was der Lehrer vermitteln kann , weiss man immer noch nicht wieviel von dem was diese3 Besten abliefern tatsächlich vermittelt und damit gezielt aufgebaut wurde und was einfach nur Talent und Disposition war , was für mich selbst dann irrelevant als Ergebnis ist.

    Ich habe immer nur auf den geachtet der mich dann anleiten wird , also auf den Lehrer selbst . Und da stand die Frage an erster stelle , was und vor Allem WO in welchen Bereichen kann er mich aufbauen oder gibt er mir Blaupausen das ich mich aufbauen kann. Und noch wichtiger , wo kann er es nicht , weil dort erwarte ich es dann auch nicht von ihm , sondern hole es mir woanders.

    Ich brauche für das komplette Training das Körperbild desjenigen der micht tatsächlich trainiert , ich brauche seine Augen die mich korrigieren , sein Verständnis und nicht das anderer guter Leute die aber wenig oder keinen Einfluss auf mein alltägliches Training Training nehmen. So habe ich es auch in jungen Jahren gehandhabt . Weil man so gut wie nie in der Stammschule eines Lehrers trainierte . Jedenfalls nicht im Osten^^

    Auf der anderen Seite gibt es immer wieder Momente wo man von so gut wie jedem etwas , z.b. kleine Details lernen kann. Oft auf Seminaren geschehen. Und da war es mir herzlich egal ob sie zu den 3 besten eines Lehrers gehören solange diese Details meinen Weg bereicheren.
    Geändert von Cam67 (Gestern um 10:15 Uhr)
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  4. #34
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    Zitat Zitat von Cam67 Beitrag anzeigen
    Ich habe immer nur auf den geachtet der mich dann anleiten wird , also auf den Lehrer selbst . Und da stand die Frage an erster stelle , was und vor Allem WO in welchen Bereichen kann er mich aufbauen oder gibt er mir Blaupausen das ich mich aufbauen kann. Und noch wichtiger , wo kann er es nicht , weil dort erwarte ich es dann auch nicht von ihm , sondern hole es mir woanders.
    In meinen jungen Jahren habe ich das genauso gehandhabt wie Du. Aber als Tipp für den Nachwuchs würde ich auch wenn ich es früher so wie Du gemacht habe trotzdem empfehlen, auf die besten Schüler eines Ausbilders zu schauen: Wenn ein guter Lehrer es nicht schafft, seinen besten Schülern in ihren besten Jahren seine besten für sie jeweils individuell am besten passenden Konzepte weiterzugeben, kann dann dieser Lehrer wirklich ein guter Lehrer für den Nachwuchs sein?

    Baumgarten

  5. #35
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    Zitat Zitat von Baumgarten Beitrag anzeigen
    In meinen jungen Jahren habe ich das genauso gehandhabt wie Du. Aber als Tipp für den Nachwuchs würde ich auch wenn ich es früher so wie Du gemacht habe trotzdem empfehlen, auf die besten Schüler eines Ausbilders zu schauen: Wenn ein guter Lehrer es nicht schafft, seinen besten Schülern in ihren besten Jahren seine besten für sie jeweils individuell am besten passenden Konzepte weiterzugeben, kann dann dieser Lehrer wirklich ein guter Lehrer für den Nachwuchs sein?

    Baumgarten
    Hmh, Nehmen wir mal an ich gebe so einen Tipp an jemanden ab , der eine Schule sucht. Kann dieser jemand überhaupt einschätzen wer dort überhaupt zu den 3 Besten gehört ? Ich meine , auf welcher Basis will er die Qualität einschätzen und die Besten in Was ? Selbst wenn er den Lehrer die 3 Besten aussuchen lässt kann er immer noch nicht die Auswahl korrekt beurteilen .

    Dazu kommt das Verständnisgefälle . Einem Anfänger verschliessen sich wichtige , grundlegende Details um Qualitätsunterschiede , den Stil betreffend erkennen zu können. Völlig normal .
    was die Jahre angeht. Woher weiss dieser Suchende was diese "Besten" tatsächlich an Entwicklung zurück gelegt haben in diesen Jahren ? Vll waren sie schon nach einem Jahr top in Bezug zur Wehrhaftigkeit , wegen Vorleben und Talent usw. und der Rest war nur Stilverfeinerung. Verstehst du worauf ich hinaus will ?

    Der Anfänger kann es gar nicht einschätzen. Nicht diese Punkte . was er aber tun kann , ist zu sehen und zu entscheiden ob das was er beim Lehrer aktuell vorfindet , an Athletik, an Dynamik , menschlichen Verhalten , an Kommunikationsbereitschaft , an Präsenz , ev. auch an Technik soweit er was erkennen kann der Anfänger usw. intuitiv als passend empfindet , das die Chemie stimmt (halte ich für nicht unwesentlich) ob es ihn aktuell beeindruckt und zwar so das er länger verweilen möchte und der Rest ist halt Versuch und Irrtum . Wie sonst auch immer . Ich meine , die Meisten auch hier im Forum haben eine gewisse Wanderschaft hinter sich . Haben also bei Mehreren bis Vielen gelernt . Haben gesucht , manchmal gefunden , ab und zu geirrt , ...
    Alles verläuft in Phasen . Anders hab ich es nicht kennen gelernt . Deshalb bin ich da mit diesem "Besten" halt sehr mißtrauisch . Was damals für mich richtig gut und the Best war ist heute teilweise beschmunzelnd , weil man sich entwickelt , weil es ein Weg ist

    Gleich mit dem "Besten zu starten ist mir zu idealistisch , auch als Empfehlung
    Geändert von Cam67 (Gestern um 19:30 Uhr) Grund: tippfehler kosten mehr zeit als der text selber^^
    Die verstehen sehr wenig , die nur das verstehen , was sich erklären lässt. ( Marie v. Ebner-Eschenbach)

  6. #36
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    @Cam67: Deine Auffassung ist gut begründet und nachvollziehbar, genauso hoffentlich meine Auffassung. Wie immer muss jeder für sich persönlich entscheiden auf welcher Grundlage eine Lehrer-Auswahl getroffen wird. Sorgfältiges Nachdenken lohnt sich auf jeden Fall, um verlorene Zeit zu vermeiden.

    @Uruk: Die Videos der beiden WT-Ausbilder finde ich gut gelungen, über Details könnte man natürlich immer diskutieren.

    Baumgarten

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