Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
Ich bezog mich auf das Video mit dem Professor. In bezug auf Schulen hat sich die Zahl derer die ein Messer mitnehmen vervierfacht seit Mitte der 2000er.
Das es dann zu mehr Einsetzen dieses Instrumentes - neben anderen - kommt ist eigentlich fast zwangsläufig.
Zunächst ging es aber nicht um Schulen, sondern dass es schlimmer geworden sei bzw. die Einsatzbereitschaft von Messern steigt. Auch die dazu von Dir als Beleg geposten Links drehen sich nicht nur um Schulen. Dann sprachst Du von mehreren gesellschaftlichen Feldern.

Ich habe geschrieben wenn die Zahlen ähnlich hoch wie vor 20 Jahren sind, haben sich die Schwerpunkte verschoben aber es ist nicht "schlimmer" geworden. Kurz gesagt, wenn an Schulen jetzt öfter das Messer gezückt wird, muss es woanders weniger gefährliche Gewalt geben als vor 20 Jahren, bei ähnlich hohen Gesamtzahlen.

Das im Netzt nun tausende Videos kursieren, die u.a. das effektive Abstechen anschaulich schildern und vermitteln, siehe Eingangsposting, dürfte gesellschaftlich übrigens auch nicht ganz folgenlos sein. Und Nein, das war jetzt kein Vorwurf an den TE, sollte nur meinen ersten Beitrag nochmal bekräftigen, der nicht mehr und nicht weniger besagt als: es gibt seit ein paar Jahren einen recht klaren Trend. Das finde ich in der Tat unerfreulich und bedenklich. Das es in der Steinzeit, im Mittelalter und in der "toitschen" (Interessant, dass das von amasbaal so betont wurde) Bäuerlichkeit schlimmer war, ändert daran nichts.
Ich rede hier vom Zeitpunkt der letzten 20 bzw. der Professor von den letzten 40 Jahren und nicht von der Steinzeit. Aber schön, wenn es so geframed wird. Wenn nur kurzfristige Zeiträume in Betracht ziehst, in den letzetn paar Jahren zieht Gewalt offensichtlich an. Nur das hatten wir vor 20 Jahren schon und da war viel weniger Medienpräsenz dazu (was auch klar ist bei der Mediennutzung).

Hier der gleiche Prof (allerdings Stand 2021) mit einer Erklärung:

Sowohl der Blick in die deutsche Kriminalstatistik der letzten 40 Jahre als auch die Betrachtung historischer Schätzungen zeigen, dass Gewalttaten im Laufe der Jahrtausende und auch aktuell in Europa immer seltener geworden sind, wenn man von zwischenzeitlichen und vorübergehenden Spitzen absieht, die es in der Geschichte immer wieder gab. Von 1992 bis heute ist die Zahl der Gewalttoten in Deutschland um mehr als 50% gesunken. Die Gründe hierfür sind vielfältig, hängen aber weitgehend mit der Fortentwicklung der Zivilisation und der Integration zivilisatorischer Fortschritte in das tägliche Leben zusammen. Dieser Fortschritt wird allerdings weder medial noch im subjektiven Gefühl der meisten Menschen wahrgenommen. Und auch das hat nachvollziehbare Gründe. Zwei Mechanismen, der negativity bias (man nimmt Negatives intensiver wahr als Positives) und der confirmation bias (man nimmt das intensiver wahr, was die eigene Meinung bestätigt) sind wesentliche Mechanismen, die uns in der Auffassung bestärken, dass es immer schlimmer wird mit der Kriminalität und der Gewalt in unserer Gesellschaft. Eine Auffassung, welche die Medien in Kenntnis der beiden Mechanismen, die auch die Verkaufsziffern ihrer Produkte steigern, gerne bestätigen.

https://www.br.de/fernsehen/ard-alph...-talk-100.html

Im Moment haben wir scheinbar eine Spitze. Ist das schon ein Trend? Die Statistiken für ganz Deutschland sind glaube ich noch nicht draußen aber in NRW (da der Herr Reul ja schin gerne zitiert wurde hier) haben wir 2025 leichte Rückgänge bei normaler- und Messergewalt:

https://www.land.nrw/pressemitteilun...ger-gewalt-und

Edit:

Zitat Zitat von Kusagras Beitrag anzeigen
Wir können gerne wieder zurückkkommen auf

"Stab the groin, re-stab the groin"
War länger am posten - ja gerne, falls es da überhaupt noch was zu sagen gibt.