Kanken schrieb doch,dass er die Prüflinge vorbereitet...
Also sind sie in kleinen Schritten,wohldosiert,um Schäden zu vermeiden jeden Tag ein Stückchen weiter gegangen...
(ich musste jetzt doch auch mal was hier schreiben :D )
gruss cave
Druckbare Version
Ähm, nein.
WAS er macht, hat er auszugsweise beschrieben. Der Rest dieser Prüfung, die Demütigungen, Erniedrigungen sollten nach seiner Aussage lieber nicht veröffentlicht werden. Kannst du nachlesen.
Ich diskutiere also nicht, WAS er macht, sondern WARUM er es macht.
Und deine Überlegungen dazu halte ich für nicht stichhaltig. Was du beschrieben hast, ist schlicht normales Training. Durch Training lernt man dazu, durch Training verschiebt man Grenzen. Und dabei macht man so kleine Schritte, dass man nicht stolpert und aus dem Tritt kommt.
Wie sagte meine Oma so passend:
Wenn du einen weiten Weg vor dir hast, solltest du kleine Schritte machen.
Das war ein Beispiel für Konfrontationsmethoden und unangebrachte bzw. kontraproduktive Ängste, die Grenzen darstellen, die nicht sinnvoll sind, und nicht aus notwendigen Gründen existieren, sondern kontraproduktiv sein können.
Das psychische Problem der Prüflinge besteht darin, dass die bei Gewalterfahrungen durch Angst gelähmt werden bzw. aufhören sich zu wehren.
Für viele Menschen mag das kein nennenswertes Problem sein, in einer Welt ohne Spinnen ist eine Panikattacke beim Anblick einer Spinne auch kein Problem.
Kanken hat selbst geschrieben, dass er zum Inhalt der Prüfung keine Angaben hier machen wird und diese hat er auch nicht gemacht. Den Bullshit der oben stand hast ganz allein du hier eingeführt.
Auch Kankens Prüflinge trainieren, bevor sie eine Prüfung machen und die von ihm erwähnte Braungurtprüfung wird gewiss nicht nach 2 Wochen abgelegt. Wie kommst du also dazu, Gegenteiliges zu behaupten?
ne, hab ich nicht:
Der für mich entscheidende Satz ist:Zitat:
Zitat von kanken
"Ich werde hier nicht näher darauf eingehen, was wir machen, aber wir zeigen den Leuten wie richtige Gewalt Aussieht und zwar draussen, wenn es nass kalt und dunkel ist"
Richtige = reale Gewalt sprengt jeden sportlichen Rahmen, sie sprengt auch die Grenze zu ethisch bzw. rechtlich vertretbarem Handeln. Reale Gewalt bedeutet Zwang. Auch wenn der "Prüfling" ursprünglich freiwillig zu der Prüfung erscheint... den Verlauf der Prüfung kann er nicht mehr beeinflussen, sonst hätte diese Prüfung nichts mit richtiger, realer Gewalt zu tun.
Kanken will wohl bei dem Prüfling ein Gefühl der Angst, der Hilflosigkeit erzeugen. Nur passt das eben nicht zusammen.
Auf der einen Seite behauptet er, alles geschieht freiwillig, der "Prüfling" kann jederzeit abbrechen. Nur, so erzeuge ich kein Gefühl der Angst, der Hilflosigkeit. Eine Situation, die ich jederzeit kontrollieren kann, die ich jederzeit abbrechen kann, macht mich weder hilflos noch macht sie mir Angst.
Also muss Zwang dabei sein, anders ist diese Situation nicht erreichbar. Nur durch Zwang, durch reale Gewalt erzeuge ich Angst.
Nun kann ich mir vorstellen dass es Menschen gibt, die sich an der Angst, der Hilflosigkeit anderer Menschen weiden. Gewalt ausüben, Macht genießen. Ist alles in dem Bereich des menschlichen Spektrums, alles vorstellbar.
Aber nicht vorstellen kann ich mir, dass ein Mensch Angst und Hilflosigkeit erlebt und anschließend sagt:
Geil, dass hats gebracht. Jetzt geht es mir besser.
Zumindest habe ich noch nie von einem Gewaltopfer eine derartige Aussage mitbekommen.
Du hast offensichtliche Probleme damit, den Kontext zu erfassen.
Hier geht es um Grenzerfahrungen, die unter anderem durch Hilflosigkeit und Angst ausgelöst werden sollen.
Hattest du schon mal in der Schule Angst und Hilflosigkeit vor einer Frage empfunden, die du als Grenzerfahrung bezeichnen würdest?
:megalach:
Wenn du auf den Kontext raus willst, solltest du nicht allgemein begründen:
Ne, is klar?Zitat:
Zitat von kelte
Laut deiner Definition von Grenzerfahrungen: KlarZitat:
Hier geht es um Grenzerfahrungen, die unter anderem durch Hilflosigkeit und Angst ausgelöst werden sollen.
Hattest du schon mal in der Schule Angst und Hilflosigkeit vor einer Frage empfunden, die du als Grenzerfahrung bezeichnen würdest?
Der Zwang, der die Möglichkeit des Abbrechens weitgehend ausschließt, kann auch durch den eigenen Willen, sich der Situation zu stellen, entstehen.
Wenn es nun nicht, wie in einem Wettkampf, um's Gewinnen geht, sondern darum, eine scheinbar ausweglose Situation durchzustehen, dann kann man für sich selbst entscheiden, die Option, abzubrechen, nicht zu wählen, denn man möchte die Prüfung ja bestehen bzw. die versprochene Erfahrung machen.
Kelte: Komm mal wieder runter. Bist Du Dir sicher, dass das alles so stattfindet, wie Du Dir das vorstellst? Das ist ein Internetforum, da ist jeder der Härteste und Krasseste.
Irgendwie glaub ich nicht, dass es da regelmässig zu Toten und Schwerverletzten kommt. Vielleicht hat sich mal einer eine Rippe angeknackst.
Ich hab da warscheinlich Vorurteile, aber so richtg glaub ich nicht, dass Leute aus einer Gruppe, sie sich von Wettkämpfen distanziert und deren Kontaktmail "achtsam@lichtseele" lautet, durch einen Initationsritus über Nacht zu Kämpfern werden.
Sieht mir eher nach koplastigem Bildungsbürgertum aus. (Dagegen ist nichts zu sagen.)
Lieg ich da so falsch, Herr Doktor?
Ich glaub ja nicht: Kloster Damme - pio's hausmusik
Ich glaub beim Aufnahmeritual der Vatos Locos gehts übler zur Sache als bei Eurer Prüfung. Das Bild das sich Kelte und auch andere davon machen (vielleicht auch Ihr selbst) scheint mir verzerrt. Bitte nicht falsch verstehen, das spricht für Euch. Ihr scheint ein ganz sympathischer Haufen zu sein, auch wenns mir dann doch zu vergeistigt ist. Aber wer weiss, wenn ich noch älter werde spricht mich dass ja vielleicht wieder an (hab das eigentlich hinter mir).
Du solltest nicht von Einigen auf alle schließen ;)
Wir haben von 18-jährigen bis 68-jährigen alles im Programm. Leute die einmal die Woche trainieren und Leute die an 5 Tagen auf der Matte stehen.
Wie ich schon schrieb hat jeder andere Grenzen...
Nur weil ich Arzt bin, bin ich also "verkopft"? Lang lebe das Klischee! Ich wurde nicht als Arzt geboren, mal so am Rande :D
Grüße
Kanken
Es ist Eure Aussendarstellung (besonders unter Der Stil), nicht Dein Beruf, die mich das vermuten lässt. Ich muss aber zugeben, dass ich Heilpraktikern (nicht Ärzten, und schon gar nicht Chirurgen) schon eine gewisse Verkopftheit unterstelle. Bitte berichtige mich, wenn es in Münster zwei Uwe Steinwegs gibt und der Heilpraktiker mit dem Sensei nichts zu tun hat.
Noch einmal: Dieser ganze gesundheitliche und auch esoterische Aspekt, den es bei Euch gibt, das ist nichts für mich, ich finde daran aber auch nichts Verwerfliches. Du etwa?
Ich glaub nur einfach nicht, dass es bei Euch so zugeht wie Kelte sich das vorstellt.
Sag bloß, Ihr habt auch Schafe in Eurem Rudel :ups:Zitat:
Du solltest nicht von Einigen auf alle schließen
Werden die nicht in jedem Training bei lebendigem Leibe gefressen? Oder gibts getrennte Wolfs- und Schafskurse?
Der liebe Kelte stellt sich viel vor...
Das Lustige ist das keiner hier weiß was in der Prüfung abläuft aber anscheinend sehr viel Kopfkino im Spiel ist.
Ich habe geschrieben was wir machen, nicht mehr und nicht weniger. Wir haben gute Gründe dafür es zu machen wie wir es machen.
Du kennst niemanden aus dem Dojo und meinst aus Berufen und Hobbies die Geschichten dieser Leute zu beurteilen? Mutig...
Komm vorbei, trainiere mit und rede persönlich mit mir, dann urteile.
Nö, Kampfkunst hat für mich sehr viele Aspekte. Physische und psychische Gesundheit gehören für mich grundsätzlich dazu.Zitat:
Noch einmal: Dieser ganze gesundheitliche und auch esoterische Aspekt, den es bei Euch gibt, das ist nichts für mich, ich finde daran aber auch nichts Verwerfliches. Du etwa?
Ein gesunder und wacher Geist in einem gesunden und fitten Körper sind eine gute Voraussetzung um aus einem Kampf erfolgreich rauszukommen.
Meditation und Qigong sind da nur ein Teil und mit Sicherheit nicht der, mit dem begonnen wird...
Grüße
Kanken
Das Lustige ist, dass Du diese diversen Kopfkinos durch Deine vagen Anspielungen hier im Thread doch überhaupt erst ins Laufen gebracht hast. Ob bewusst oder unbewusst.Zitat:
Das Lustige ist das keiner hier weiß was in der Prüfung abläuft aber anscheinend sehr viel Kopfkino im Spiel ist.
Bloß mal so als Hinweis. Ich werde mich daran nicht beteiligen. Woher soll ich schließlich wissen, was von den Schilderungen so DEIN Kopfkino ist...?
Hä, was für Fragen sind denn noch offen?
kanken hat sich doch mittlerweile recht klar dazu geäußert oder habe ich was verpasst?
Und was davon kankens Kopfkino ist, werden wir wohl nie erfahren, es sei denn einer von uns macht die Prüfung mit. => Ergo: Nie :D
Oder wir bringen ihn mit dem Schlachtruf: Vid or it didn't happen dazu einen Videobeweis vorzubringen, was allerdings genauso wahrscheinlich ist, wie das einer von uns die Prüfung mitmacht.
Falls doch: Ich würde mich einer Go-Pro auch als Prüfling zur Verfügung stellen, dann haben wir gleich beides abgedeckt :D
Jetzt hast Du mich dazu gebracht, mal auf der Hompage von Eurer Kontaktadresse (und auch Eurem Sensei?) nachzusehen.
Du hast recht, jemanden nur nach seinem Beruf (Heilpraktiker) zu beurteilen und Ihm zu unterstellen, er sei verkopft, ist unfair. Fairer ist es zu lesen, was er selbst über sich sagt.
Über Mich - Lichtseele
Scheint ja zumindest bei diesem nicht mit Qigong und Meditation aufzuhören. Da gibts ja auch noch Engelarbeit, Heil- und Kristallarbeit in der Tradition von Atlantis, und als Höhepunkt: "Das Erbe der schwarzen Ritter".
Das musst ich mir dann doch auch noch anschauen:
Das Erbe der Schwarzen Ritter - Praxis für ganzheitliche Heilarbeit
Hätte ich besser nicht getan. Wie man so etwas mit einem "gesunden und wachsamen Geist" in Einklang bringen will, wird mir für immer ein Rätsel bleiben. Naja, soll jeder nach seiner Facon glücklich werden.
Indern gegenüber ist die Vermischung ihrer Kultur mit so etwas übrigens höchst beleidigend. Auch wenn sie aus Höflichkeit nur milde lächeln werden.
Abgesehen davon:
Boardregel 15 / 16: Keine Nennung von Realnamen der User!
... und zurück zum Thema!
Ja, sorry. Ich versuche ja sonst, die Person möglichst auszublenden und nur das Argument zu sehen. War bloß so geschockt, weil ich von kanken bei aller Fetzerei doch immer den Eindruck hatte, dass er mit beiden Beinen auf der Erde steht. Konnte mir den bei bestem Willen nicht als "Schwarzen Ritter" und atlantischen Hohepriester der Lichtheilung vorstellen.Zitat:
Keine Nennung von Realnamen
Was juckts auch, was die Leute im Verein in ihrer sonstigen Zeit machen.
Die Mischung "Esoterik und Gewalt" finde ich allerdings, offengestanden, um einiges brisanter als "Karate und Gewalt". Die KKs haben ja doch meist längere Tradition und Erfahrungswissen im Umgang damit.
Jupp, dein Endruck über mich ist völlig richtig ;)
Ich würde es auch schade finden wenn wir uns nicht mehr auf der Sachebene fetzen :D , sondern wenn es jetzt persönlich werden würde, zumal es hier doch nicht um mich, sondern um einen anderen Lehrer unseres Dojos geht, den keiner hier kennt.
Unser Dojo hat durch seine Geschichte und die Geschichte meines Lehrers eine sehr spezielle Struktur mit 8 völlig verschiedenen Lehrern. Bei uns kann jeder finden was er sucht, die Braungurtprüfung (um mal beim Thema zu bleiben) muss jedoch jeder ab einem gewissen Zeitpunkt machen.
Wie ich auch schon erwähnte wird die bei einem 18-jährigen, der den Kampf sucht, anders aussehen als bei einem 50-jährigen, der in seinem Leben evtl. schon genug gekämpft hat (oder evtl. auch noch gar nicht).
Grüße
Kanken
Darf man darauf hinweisen, dass man sich die von Kanken geschilderten Verletzungen auch in jedem VK-Sparring zuziehen kann.
Also alles halb so wild. Ich glaube kaum dass Kanken da irgendwelche Wehrlosen mit Ketten verprügelt, da geht dann wohl die Phantasie mit einigen durch.
Ich finde die Idee gut, besser als "Weichspül"-KK allemal.
gruss
Es gibt in beiden Sektoren gute LEute und Scharlatane, eigentlich ist das in fast jedem Sektor wohl so.
Problem bei der Esoterik ist das der Kunde eine noch reduziertere Kritikbrille aufhat als in der KK. Es gibt leider auch Esos die z.B. Krebspatienten von der Chemo abraten zugunsten eines alternativen Ansatzes. Das finde ich unverantwortlich.
Was Kanken betrifft, ich finde diesen Ansatz sehr gut, auch gerade für Frauen. Wenn man noch nie in die Fratze der Gewalt geblickt hat ist die Gefahr sehr hoch das man im Ernstfall komplett überfordert ist.
Schon im lockeren Sparring reichte es als ein Schlag von mir bei einer Schülerin durchrutschte - das ihre gesamte Verteidigung zusammenbrach und sie mit Tränen in den Augen dastand "...Du hast mich geschlagen". In einem Ernstfall wäre sie wehrlos gewesen.
Eine andere Schülerin von mir hat nachdem sie bei mir soweit fertig war bei einem der "Modernen" eine ähnliche Massage wie Kankens Leute genossen, die halte ich für 100% wehrfähig inzwischen ;)
Dafür braucht es keine Fantasie, sondern es genügt völlig, seine eigene Beschreibung der Prüfung zu lesen.
Zugegebenerweise sind diese Beschreibungen ja mehr als dürftig, als verständlich habe ich eigentlich nur die Aussagen von ihm empfunden, dass er bei der Prüfung Angst und Hilflosigkeit verursachen will. Daher machen auch seine Beschreibungen Sinn, dass diese Prüfungen nachts in einer Baumschule durchführt werden, dass der Prüfling unbewaffnet und erschöpft, während eine Übermacht an Prüfern mit Ketten, Schlagstöcken und Maglites bewaffnet ist. Kannst du selbst nachlesen, da ist nix mit Fantasie oder ausgedacht.
Das es dabei zu Rippenbrüchen/Knochenbrüchen kommt, hat er selbst eingeräumt, bezeichnet aber derartige Verletzungen als Bagatellen, die keinen Grund darstellen, die Prüfung abzubrechen.
Damit sollte also klar sein, dass es nicht darum geht, irgendwelche Techniken oder sportlichen Leistungen zu prüfen.
Und er sagte noch, dass dabei Demütigungen und Erniedrigungen des Prüflings eine Rolle spielen, die er aber lieber nicht näher beschreiben will.
Und damit sind die klaren, nachvollziehbaren Aussagen von ihm aber schon zu Ende. Der Rest ergibt keinen Sinn mehr. Weder konnte er erklären, warum entgegen seiner ursprünglichen Aussage ("der Prüfling hat keine Chance") der Prüfling auf einmal eine "reale Chance hat", noch konnte er irgendwie ansatzweise den Sinn der Prüfung erklären.
Die "Prüfer" haben den "Prüfling" irgendwann mal zusammengeschlagen. Das ist ja bei der Übermacht nachvollziehbar. Ebenso seine Aussage, dass die "Situation sehr unschön ist" (ich vermute primär für den Prüfling)
Ja, und dann? Gehen alle nochmal aufs Klo und nach Hause?
Ab jetzt wird's totaler Unfug. Jetzt beginnt kanken verschwommen von "fight, flight und Freeze zu reden, dass irgendwelche Stadien auf keinen Fall abgebrochen werden dürfen, weil das gefährlich wäre. Für wem? Und das die "neuronale Ebene" eine Rolle spielt. Aha. Na dann wird's wohl gut sein. Kannst du selbst gerne nachlesen.
Das ist doch Bullshit.
So quasselt jemand, der sich seiner Sache nicht sicher ist und mit Fachbegriffen beeindrucken will. Ein Fachmann, der von dem überzeugt ist, was er erzählt, findet klare, einfache Worte, um eine Sache zu erklären, zu beschreiben.
Hier versucht kanken einfach mit Gewalt einen Sinn und Zweck in ein Handeln reinzudeuten, der schlicht nicht gegeben ist.
Wie gesagt, ich bin überzeugt, die Motivation dieser Prüfungen ist gänzlich anderer Natur und deren Erklärung kommt ganz ohne "neuronale Ebenen" aus.
Ich denke nicht das da jemand "zusammengeschlagen" wird, sondern das das ne kontrollierte Übung ist - von seiten der Attacker!
Du solltest nicht von Dir auf andere schließen. Ich verstehe sehr gut was Kanken da macht und wozu es gut ist.
Der einzige Bullshit hier sind Deine Versuche an Polemik aber das kennt man ja schon. Ich las in der Forenübersicht nur das Wort "Gewalt" und letzter Beitrag "kelte", da war mir schon klar das 1a Unterhaltung geboten wird :rolleyes:
Ganz ehrlich ...
Ich bin der letzte Freund vom 08/15-Pussy-Karate und nun selbst auch eher bekennenter Vollkontakt-Frenetiker. Aber ich versuche jetzt seit einigen Seiten herauszufinden, was genau an keltes Aussage jetzt so dummdreiste Getrolle sein soll, dass von allen Seiten auf ihn eingehackt wird. Ich kann sein Geschriebenes gut nachvollziehen und frage mich bisweilen dasselbe.
Nun sind Kankens Schilderungen ja oftmals dafür bekannt, im Erbe des Yamamoto-Syndroms nebulös und ungriffig daher zu wabern. Ich kann die Intention dieser "Prüfung" verstehen und erkenne zumindest in Ansätzen unser Kumite im Kyokushin darin wieder, wo es auch darauf ankommt, einfach immer weiter zu machen. Auch wenn der Gegner hoffnungslos überlegen ist und immer weiter powert, das Ganze bis zu einer Stunde und länger. In der hier angedeuteten Extreme erscheint es mir aber ebenfalls ein wenig pervers. Ich würde mir das nicht antun ...
Erinnert mich ein bisschen an den Film V wie Vendetta: einen Freund entführen, wochenlang foltern und mit Exekution drohen, um dem im Anschluss natürlich furchtbar dankbarem Opfer die Begegnung mit sich selbst zu ermöglichen und die Angst vor dem Tod zu nehmen. Sicher, das ist jetzt (hoffentlich) wieder stark übertrieben, aber in diese Richtung scheint mir der Ansatz doch irgendwo zu gehen. Und das finde ich gleichermaßen beeindruckend wie verstörend; paramilitärisch angehaucht und leicht sektoid.
lG
L.
Ich stell mir das nicht so gewalttätig wie Ihr vor, ich denk da eher an Szenarios und Stressdrills von modernen Hybriden...
Kanken sagte wörtlich, dass diese "Prüfung" bei einem Jugendlichen ein schweres "Traumata" auslösen würde und vermutlich auch von den meisten Erwachsenen "fast" nicht zu ertragen wäre.
Auch die Tatsache, dass Rippenbrüche/Knochenbrüche nicht als Grund angesehen werden, die Prüfung abzubrechen, deutet darauf hin, dass da mehr "zusammengeschlagen" als "geübt" wird.
Vergiss auch nicht, dass dabei auch Demütigungen und Erniedrigungen laut Kanken dabei sind, die er selbst für nicht "sendefähig" hält.
Und er ist nicht in der Lage, denn Sinn dieser "Prüfung" zu erklären, ohne sich auf die "neuronale Ebene" zu flüchten.
Damit dürfte eigentlich alles klar sein.
Oder hast du verstanden, wie ein Prüfling diese Prüfung besteht?
Ich meine mal jenseits der Neuronen, in der Praxis, im dunklen Wald... allein, erschöpft und unbewaffnet gegen bewaffnete, ebenfalls ausgebildete Kämpfer?
Kanken bezeichnete selbst Phasen dieser Prüfung als "unschön". Ich denke, darauf kannst du wetten, dass das so ist.
Ein richtig hartes Szenario bei den Modernen würde bei Jugendlichen oder nicht stabilen Erwachsenen den gleichen Effekt haben,
Verletzungen wie Rippenbrüche können auch da passieren (wie immer im vollkontakt),
und Demütigungen gebrüllten Fäkalvokabulars sind da auch nicht ungewöhnlich.
Wer da rein geht weiß was kommt und wozu, jeder kann abbrechen, vielleicht gibt es gar einen unbeteiligten Cleaner.
Das wird schon hart sein, aber ich denke nicht halb so dramatisch wie Du es Dir ausmalst. Deine Kritik in allen Ehren aber Du gibst regelmäßig den Eindruck das Du es Dir möglichst dramatisch ausmalen willst um die maximale Empörung rauszulassen...
Denke ich mir auch. Mit ein wenig mehr kämpfen in ungewohnter Umgebung und unter Druck setzen, damit die Schüler_innen über sich selbst hinaus wachsen können.
Absichtlich verletzt wird dort sicherlich kein Mensch. Passieren kann natürlich immer was.
Hatte auch schon Cuts, schwere Prellungen, nen Bruch und ähnliches - ohne dass es von meinen Trainingspartner_innen beabsichtigt war. Sowas passiert.
Hab aber auch meistens nach dem Training gecheckt (oder ein paar Stunden später) dass es mal etwas mehr als ein blauer Fleck ist. Ausser beim Cut, da hab ich den ganzen Boden vollgesaut. Zum Glück wars nur ein Rattan- und kein Vollholzstock der meinen Kopf testen wollte.
Lebens- oder Dauerschädigendgefährdend wird die Prüfung nicht sein. Überwindung, Mut und Vertrauen in die Prüfer gehört auf jeden Fall dazu.
Alles nicht so schlimm ;)
Ich halte für ausgeschlossen, dass man 100% die psychischen Folgen solch einer Extremsituation vorhersagen, geschweige grundsätzlich von einer positiven Indikation ausgehen kann.
Kanken sagt ja selbst, das er echte Angst auslösen will, echte Hilflosigkeit, hervorgerufen durch echte Gewalt. Echte Gewalt bedeutet aber Zwang. Punkt. Das bedeutet, dass der Prüfling ab einem bestimmten Punkt gezwungen wird, weiterzuleiden.
Echte Angst löse ich nur aus, wenn es weitergeht... bei einen echten Überfall ist ja auch nicht Schluss, wenn das Opfer nicht mehr mitspielen will.
Ich halte daher Kankens Aussage für eine Schutzbehauptung, dass der Prüfling jederzeit die Prüfung abbrechen kann. Und damit ist das Ganze ethisch und rechtlich nicht mehr vertretbar.
Welchen verantwortungsvollen Trainer kennst du, der seinen Schützling bei einem erkannten Rippen oder Knochenbruch weiter unbewaffnet gegen eine Überzahl Bewaffneter Männer kämpfen lassen würde?
Erkennst du was? Du konntest problemlos diese Art der Demütigungen beschreiben, kanken sagte jedoch ausdrücklich, dass das, was bei den Prüfungen an Demütigungen und Erniedrigungen abläuft, hier nicht geschildert werden kann.
Also gehe sicher davon aus, dass kanken kein Brüllen von Schimpfwörtern meinte.
Reingehen tut jeder freiwillig. So freiwillig wie halt jemand was macht, der eine Prüfung bestehen will/muss.
Nur dass jeder selbst entscheiden kann, wann es ihm reicht, DAS glaube ich nicht. Warum, habe ich schon begründet.