Es gibt leichtere Menschen, als LT. Bevor Du Dich außerhalb spezifischer Kenntnisse dazu äußerst, befasse Dich einmal mit dem großen physikalischen Thema der Zielballistik. Dann erkennst Du, welche Rolle 50kg Masse spielen können.
Gruß, WT-Herb
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Das kannst du dir schnell selbst ausrechnen, einfach den Formel dieser Facharbeit folgen:
http://www.marc-g-brockmann.privat.t...ann_11_rev.pdf
Ähm...beim Bodenkontakt geht es sehr wohl um die Beschleunigung - zumindest bei den "klassischen" Schlägen.
Man kann zwar tatsächlich auch ohne Bodenkontakt schlagen - also wie du schon sagst nur mit der Trägheitsmasse des Körpers als "Abschussrampe" , aber es werden sehr sehr schwache Schläge, da sowohl der von dir genannte Rückhalt als auch die Beschleunigung fehlen.
Wenn ein Boxer seine Ferse dreht, sorgt er damit dafür, dass sein Bein ein wenig gestreckt wird, die Kraft wird auf die Hüfte übertragen, welche sich dreht. Danach läuft der Kraftfluss die Wirbelsäule hoch in die Schultern, diese drehen sich ebenfalls und der Arm hat im Idealfall nur noch die übersetzende Wirkung - das ermöglicht u.a. schnelleres und ermüdungsfreies Arbeiten.
Diese Drehbewegungen sind zwar oft minimal und kaum zu sehen, aber sie dienen definitiv der Beschleunigung.
Karatekas machen das bei den Basics deutlich sichtbarer und eher linear - da sieht man sehr klar wie sie nach vorne springen.
Ein kleiner Test, den ich ab und zu beim Boxen mache - man setze sich auf seinen Hintern und versuche dann zu schlagen - die Masse ändert sich nicht, der "Rückhalt" durch den Bodenkontakt ist da, aber die Schlagkraft geht massiv runter. Das Gleiche passiert, wenn MMAler beim Bodenkampf versuchen zu schlagen - die Schläge haben eine weit geringere Wirkung als im Stand.
mit dem falling-step kam ich auch nie klar...
er ging mir auch so richtig auf die nerven...
ich weiß nicht herb, ich habs durch die blume versucht bzw. mit einer andeutung.
es macht psysikalisch keinen sinn.
wenn zwei falmschirmspringer ohne ausgelösten falschirm sich schlagen.
wie soll da bitte kschmackes und ein schön heftiger impact entstehen?
Quatsch, er springt hoch und auf seinen Partner zu. Er drückt sich vom Boden nach vorne und oben ab.
Das was Du da wieder bemüht konstruierst wäre der Fall, wenn er frei in der Luft hängen wurde. Sein Körper bewegt sich aber - durch das Abstoßen vom Boden bzw. dem "Runterfallen". In beiden Fällen benötigt er aber die "Eingangsarbeit" des Abdrückens vom Boden. Ohne Boden geht es also nicht. Er könnte sich natürlich auch horizontal von einer Wand abdrücken, dann wäre die Wand, bei geändertem Beobachtungshorizont, der Boden.
Egal wie, er muss sich erst mal irgendwo abdrücken und dieses irgendwo ist immer auf irgendeine Art und Weise mit dem Boden verbunden.
Aber egal, das hat alles nichts mit LT und seinem Verständnis des Wing Chun/Ving Tsun zu tun.
Werfen wir doch mal das, leider leidige Thema, Schrittarbeit in den Raum. Einige Leute stehen/laufen mit Gewicht hintern (nicht nur die WTler wie es scheint), andere mit Gewicht mittig. Anderes Beispiel: Dieses unselige "Rauswenden" aus der Angriffslinie unter gleichzeitiger Aufgabe der Standstabilität (aus Wing Chun-/Ving Tsun-Sicht).
"Klopper" im WT, also die Ehemaligen, machen das nicht, nur wenn sie vor Publikum demonstrieren.
Hier "unser" Ansatz: Das einspurige Stehen in den Formen soll das Gleichgewicht schulen, gleiches könnte man auch noch im Chi Sao vertreten, d. h. Gleichgewicht unter Druck verbessern. Aber spätestens im Sparring sollte man das aufgeben, da man flexibel und stabil stehen will - dazu muss das Gewicht 50:50 verteilt sein und der Stand zweispurig.
Die Kritik: Es wird das, was in den Formen gemacht wird, das etwas Spezielles trainieren soll, als tatsächlicher "Anwendungsinhalt" übernommen, obwohl es nie so gedacht war, sondern tatsächlich etwas gänzlich anderes trainiert werden sollte (was für ein Satz, sorry).
Gleiches gilt z. B. für die "Form-Anwendungen", "Chi Sao-Sektionen" (in denen Sequenzen aus den Formen ins Chi Sao verhackstückt werden), usw.
zunächst einmal das video, damit die zuleser hier besser folgen können, worum es hier eigentlich geht:
als nächstes gehe ich mal auf den post ein.
genau darum geht es auch im wing tsun.
es geht da schon um den boden.
leung ting hat es nur nicht so gesagt und das ist das problem.
wing tsun ist die kampfkunst der sieben gelenke.
knöchel, knie, oberschenkel, wirbelsäule, schulter, ellenbogen, handgelenk.
beim boxen kommt quasi noch ein gelenk dazu, wenn man die verse hebt und sich auf den fußballen stellt.
hinzukommt die körperdrehung mit dem schlag.
wing tsun ist da meiner meinung nach linearer und wird vergleichsweise einen geringeren inpact haben als boxen.
gibt meiner meinung nach die anatomie des körper nicht her, da müsste man doch schon etwas mit dem körper beim schlagen tun.
Das ist ein guter Punkt. Ich denke auch wichtig ist doch, wie gut er als Lehrer ist. Und da muss sich der "Great Grandmaster" dem Vergleich mit anderen Yip Man-Schülern, die meistens ohne Meistertitel und in Jeans und T-Shirt unterrichten, stellen.
Wie oft Leung Ting von Yip Man oder Leung Sheung unterrichtet wurde ist doch eigentlich völlig egal. Und ob er 50 oder 100 kg wiegt, ist auch egal, denn Bruce Lee wog in jungen Jahren auch nicht viel mehr als 60 kg und hatte trotzdem Power und Speed!
Gruß
hey, ist für mich etwas anderes...
der "superman punch" hat für mich etwas leichtfüßigeres und mehr sinn als der falling-step, zumindest so wie wir den gemacht haben.
alleine das stehen auf der verse im wt, es macht nach meinem gefühlsempfinden ganz schön träge.
das hier gefällt mir das wesentlich besser,
Falsch, nichts ist belegt! Beweise?
Gut dass du die Beiden anführst... keiner von beiden hatte Ahnung vom ing tsun
Beide habe ich NIE anerkannt.. Schüler Lehrer Verhältnisse entstehen durch
gegenseitiges Bekennen und nicht durch irgendeine Mitgliedschaft!
Die Tasache, dass ich bei Wong gelernt habe hat dazu geführt,
dass unter anderen, einer eurer besten Leute damals, trotz seinem Gelöbnis gegenüber Krk, zu mir gewechselt ist.... und ich hatter erst 3 Monate Training!
Das zeigt ganz deutlich auf welchem HammerNiveau unterwegs
gewesen seid.... ok ok besser als Heutzutage!
"Falling Step" hat ja mit WT im Prinzip - müsste von Bruce Lee stammen - überhaupt nichts zu tun und kann auf verschiedenste Weisen variiert werden.
Im WT gibt es seit Beginn in den 70ern die Tendenz, gute Techniken aus anderen KK zu übernehmen und schlecht zu anzupassen. Ein echter "Falling Step" dürfte mit WT-Fußarbeit gar nicht kompatibel sein.
Ich erinnere an Jack Dempsey der in vom Zweikampf mehr als nur Erwähnung findet.
Darauf wird auf dessen Falling Step Bezug genommen,
auch die vertikale Faust und die Kraftlinie.
Hier Dempseys Buch.
http://cdn.preterhuman.net/texts/sur...20Fighting.pdf
PS: Wenn es nach dessen Schlagschule geht (Ellbogenkraft), sind die VT KFST näher dran als die WT Variante.
sehe ich auch so...
ich weiß, dass ich es das mit versen so oft hier erwähnt habe.
aber der fußballen ist meiner meinung nach viel flexibler als der knöchel.
dann müsste man ja quasi mit der ganzen fußsohle "rutschen" und dann würde die reibung gegen den eigentlich krafteinsatz "gehen".
wie du sagt, ist unwahrscheinlich schwer das so anzupassen.
wenn ich mir die mma-kämpfe angucke...würde man die nach der struktur untersuchen, moment-aufnahmen in form von standbildern, da hätte mein sifu im training, wenn ich das so gezeigt hätte gesagt, dann könnte man das und das machen, das ausnutzen.
aber soll das mal bitte einer im ring zeigen. das alles ist so schnell da.
und je mehr ich über die wt-prinzipien nachdenke desto mehr komme ich zum schluss, dass diese in anderen kk mehr verwendung und anwendungen finden als im wt selbst.
aber das ist wieder nur meine bescheidene meinung;-)
@Chisau:
danke, die sachen kann ich auch mal aus dem buch üben, auch am dummy.
ob box- oder sonstige techniken, der dummy hat sich noch nie beschwert^^
Also ich fasse mal zusammen
1. Das Chi Sao ist zu weich
2. schlechte Schrittarbeit
3. rauswenden aus Angriff unter Aufgabe der Standstabilität
4. 100/0 Stand
Mal auf den Stand eingehend, den hat doch das Masterwongsytem auch, allerdings hat der eine ganz anderes Schrittsystem. Auch das rauswenden aus dem Angriff ist ziemlich gleich.
den 100/0 Stand gibt es in der EWTO schon länger nicht mehr so ausgerpägt wie er mal war..
Die Interpretation von LT kann nur von Personen kritisiert/beurteilt werden, die längere Zeit - möglichst von LT selbst - gelernt haben.
Die meisten hier im Forum haben in der EWTO gelernt. Sie kennen die Interpretation von LT in der Regel nur aus dem Buch "Wing Tsun Kuen" (englische Ausgabe - die deutsche ist anders) oder von Lehrgängen bei denen LT Unterricht gehalten hat.
In der EWTO wurde schon sehr früh die Interpretation von KRK unterrichtet.
Dass diese sich von LT unterscheidet, sollte jedem klar sein der "Wing Tsun Kuen" im Original und "Vom Zweikampf" gelesen hat. Stichwort: Vier Kampf-Prinzipien.
Gruß
Funa
Hallo BUJUN,
diesen Beitrag hatte ich übersehen, deshalb mit Verspätung.
Ich finde, er hatte ursprünglich eine Mischung aus beiden Elemten übernommen.
Eine starke "Federkraft" und ein stabiler Keil - und erst wenn es gar nicht mehr anders geht aus der Linie raus.
Also so, wie es m. E. (z.B.) E. Boztepe immer noch praktiziert.
Oder habe ich das falsch aufgefasst bzw. rede ich von einem anderen Zeitraum seines Entwicklungsweges?
Gruß
Funa-Koshi
Hallo Luftaffe,
hast du "Wing Tsun Kuen" in der deutschen Gesamtausgabe gelesen oder die englische Ausgabe von Leung Ting - ohne Bearbeitung/Überarbeitung von KRK?
Im Gegensatz zur zweibändigen deutschen Ausgabe, die noch einigermaßen dicht am Original war, weist die deutsche Gesamtausgabe (je nach Auflage) zum Teil deutliche Unterschiede auf.
Und damit meine ich nicht nur die Bilder oder die Kapitel über die Waffen. (die gibt es bei LT nicht)
Einige Stellen weichen deutlich vom Original ab.
Als Beispiel:
KRK nennt in der deutschen Gesamtausgabe die 4 Prinzipien.
LT nennt/nutzt jedoch die gleichen 3 Prinzipien wie alle anderen Yip Man WC/VT Stile auch.
Auch die Auflistung des "klassischen Unterrichtssystems der IWTMAA weichte (weicht immer noch?) ebenfalls in einem wichtigen Punkt vom Original ab.
Für LT ist die Holzpuppenform Bestandteil des regulären Unterrichts.
Bei KRK war (ist?) die HP Lehrinhalt außerhalb des normalen Unterrichts nach Vereinbarung.
Nur mal so auf die schnelle zwei wichtige Unterschiede an denen man erkennen kann, dass nicht nur die Bücher abweichen sondern auch die ursprünglichen Unterrichtssysteme/Lehrinhalte.
Wer in der EWTO WT erlernt hat, hat "aufbauend" auf dem "Leung Ting WingTsun" gelernt - aber mindestens seit Ende der 70er kein "Leung Ting WingTsun" mehr.
Aber ich glaube, dass hat neulich schon die Userin Yen_Li erläutert.
Ich wollte es nur noch mal wiederholen, weil wir gerade über die Bücher schreiben und die Lehre der Beiden gerne in einen Topf geschmissen wird.
"Vom Zweikampf" würde ich mir nicht als Raubkopie zulegen.
Von diesem Buch benötigst du eigentlich eine Sammlung.
Einige Ausgaben weichen deutlich voneinander ab.
In älteren Ausgabe gibt es z.B. noch nicht das Gestänge-Modell.
Willst du aktuelles lesen - musst du es wohl kaufen.
Gruß
Funa-Koshi
Könnte man so sagen.
Wobei das alte LT Wing Tsun näher am YM Ving Tsun dran war.
Auch in Hinblick auf Formeninhalte.
Und immer noch näher am YM VT dran ist, als es das alte Kernspecht WT war.
Schließlich war Leung Ting früher ein Ving Tsun Lehrer. :)
Das sollte man nicht vergessen.
Als Lehrer der VTAA hat er Ving Tsun unterrichtet.
Schüler aus dieser Generation sind quasi keine WingTsun'ler sondern Ving Tsun'ler.
Deshalb ist das mit dem Namen WT/VT/WC etc... meiner Meinung nach völliger Quatsch.
Es gibt hier eine Userin, die hat in ihrem Blog mal was darüber geschrieben
Beitrag von Yen_Li
Gruß
Funa-Koshi
Wenn man Privatstunden bei Cheng Sifu nimmt, bemerkt man ganz schnell folgendes:
Sein Wing Chun ist anders als das von Leung Ting - vom Gefühl, und auch vom Inhalt her. Es ist viel einfacher, viel basaler.
Es erinnert sehr an das, was man "Standard-HK Wing Chun" nennen könnte.
Warum diese Abweichung?
Darüber kann man spekulieren - ich möchte hier mal den Gedanken lüften, dass Cheng Sifu (der ursprünglich Schüler von Leung Sheung (?) war) schon seit vielen Jahren nicht mehr von Leung Ting gelernt hat (wenn überhaupt...).
Es ist bekannt, dass Leung Ting "Forschung" im Festland betrieben hat...
Jeder weiss, dass Leung Ting die Wendung und auch die Fussarbeit anders macht, als die übrigen seiner Sihings/Sisoks in HK. Weil er eine besondere Theorie von Yip Man gelernt hat?
Tja...
Was hier wohl nur sehr wenige wissen werden, ist dass die Wendung und Fussarbeit so wie sie von Leung Ting im "Dynamic Wing Tsun" erklärt werden, 1-zu-1 in der Pang Familie in Guangzhou unterrichtet wird...
Ich denke nicht, dass Leung Ting irgendwie mit dieser Famile etwas zu tun hatte, die sind nämlich sehr "reklusiv" - aber wir wissen, dass er mit dem Lehrer von Pang Chao Sifu Kontakt hatte.
Die Implikationen sind klar, denke ich.
Dass Leung Ting's Wing Chun anders ist, will nichts darüber sagen, ob er Yip Man's Lehre verstanden hat oder nicht - oder gar das sein Gong Fu nicht funktioniert.
Jemand der sich nicht damit auskennt - wie es schon gesagt wurde - der es nicht persönlich vom Mann oder einem authentischen Lehrer dieser Schule gelernt hat, sollte sich nicht so extrem über Missverständnis usw. sagen.
Solche Aussagen, von Leuten, die von der EWTO enttäuscht ist, und nun einen neuen "heiligen Gral" gefunden hat, der behauptet Leung Ting sei schlecht und hätte nichts verstanden (weil er es von SEINEM Lehrer gehört hat), sind nicht wirklich ernst zu nehmen.
In den Büchern von Leung Ting steckt viel profundes Wissen über Wing Chun - wenn es diese Konzepte in der eigenen Version nicht gibt, heisst das noch lange nicht, dass diese Mist und unpraktikabel sind - man kann dies auch ganz anders sehen...
Sollte man mal drüber nachdenken.
Leung Ting's Wing Tsun ist genau so viel "Wing Chun" wie das Wing Chun von Lok Yiu, Tsui Shon Ting, Wong Shun Leung und die ganzen anderen Nachkommen Yip Man's es sind.
mfG
Dazu hätte ich mal eine Frage:
Gibt es ein einziges Video in dem Leung Ting sich onjektiv "gut" bewegt ?
Also wo das was er macht nicht unfreiwillig komisch, weil gestolpert und unkontrolliert, aussieht ?
Das mein ich wirklich ernst. Ich hab einiges von ihm gesehen, aber noch nie etwas wo ich gesagt hätte "Jo, das nenn ich Bewegungsqualität".
Diese Aussage treffe ich z.b. immer wenn ich bspw. Wan Kam Leung oder Wong Nim Yi sehe.
Man kann vieles sehen...
Hatten wir doch schon...
:)
Hast Du aber schon mal PERSOENLICH gemacht?
Hat Dir jemand wirklich mal ordentlich erklärt, warum - wann - wie man gewisse Dinge macht, und wie sie im System angesiedelt sind?
Ich bin mir sicher, dass dies nicht so ist...
FWIW
mfG
Staysafe,
mit den beiden von Dir genannten, lässt sich Leung Ting in keiner weise vergleichen...
Gewiss.
ABER
SOOOOOOO schlecht, wie es viele hier gerne darstellen ist (war?) er nicht...
Ich hatte übrigens das Vergnügen das Wing Chun von allen dreien PERSOENLICH - nicht auf Video - zu erleben.
mfG
Paradiso,
Weisst Du was?Zitat:
..vielleicht solltest du eher seine Bücher lesen, als seine Videos anschauen, um die tieferen Geheimnisse des Wing Chun zu ergründen.
Genau dass solltest Du tun...
Du könntest bestimmt viel davon lernen.
:)
mfG