gruss zurück!
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1) jeder findet eben andere sachen gut.
2)frage für mich ist, ob das tkd in seiner ursprünglichen (von meister kim beschriebenen) form evtl. auch für eine gewisse anzahl von leuten interessant sein könnte.
3) zum thema münchhausen:
eine zeit lang war tkd mal der modernste kampfsport in D.
daher war damals durchschnittlich einfach eine vollkommen andere art von leuten im training.
die würden heute wohl MMA oder ähnliches machen.
dementsprechend sah das training in vielen schulen/vereinen auch aus.
den wandel kann ich durch jahrzehntelanges erleben bestätigen.
ob das positiv oder negativ oder keines von beiden ist, muss jeder für sich entscheiden.
gruss
Wäre die Nachfrage danach groß, würde es sicherlich auch das entsprechende Angebot dazu geben.
Sich barfuß im Schnee ohne Schutzausrüstung blutig zu kloppen würde ich nicht als modern, sondern als hirnrissig bezeichnen... mal abgesehen davon, dass es offensichtlich nur eine Märchenstunde war. Ich sehe TKD übrigens immer noch als eine der modernsten Kampfsportarten an.
Ich finde die Entwicklung bedauerlich und de facto waren früher - wenn man die Mentalität heranzieht - wirklich ganz andere Leute im Training - da hast du vollkommen recht! Ab und zu trifft man aber auf Gleichgesinnte bzw. kommen Gleichgesinnte und treten in den Verein ein, weil sie sich genau so einen fernöstlichen Kampfsport vorstellen!
Da geht einem manchmal dann noch das Herz auf...
Viele Grüße
Eine blanke Lüge ist deine These von der "Märchenstunde"! So war es wirklich früher mal. Du kannst ja mal vorbeikommen und ich werde dir mal ein paar weitere Hirnrissige, denen das Spaß gemacht hat, vorstellen - kein Problem! Wie kommst du zu dieser Bezichtigung? Was für dich hirnrissig ist, muss es für andere noch lange nicht sein!
Zweifelsfrei ist die Nachfrage nicht groß, aber was solls!
du würdest es so bezeichnen, andere vielleicht nicht.
das war aber nur ein beispiel für durchschnittlich die insgesamt andere trainingseinstellung im tkd damals.
auf wtf leistungsebene ist tkd sicherlich bewegungstechnisch etc. sehr modern.
mit modern meinte ich jedoch die beliebtheit bei jungen leuten "zur brauchbarkeit im täglichen leben".
diesen platz nimmt tkd in D seit langem nicht mehr ein.
gruss
Du hast doch selber zugegeben, dass es eine Märchenstunde war:
Ganz ehrlich: Was sollte so ein Training bringen, außer dass man sich körperlich schändet und verletzt? "Härter" wird man davon ganz sicher nicht. Daher ist es meiner Meinung nach ganz klar hirnrissig seinen Körper auf diese Art zu misshandeln. Jaja, früher wart ihr die Coolsten und Härtesten, hab schon richtig Ehrfurcht :rolleyes:.
Tja, manche können halt so eine Einstellung in keinster Weise nachvollziehen, weil sie es entweder nie erlebt oder nicht erleben wollen - warum auch immer!
Bzgl. der Klientel, Zocker, gebe ich dir recht. Viele Jugendliche tendieren eher zu anderen Kampfkünsten, insbesondere MMA. Wahrscheinlich ist dies unter anderem auf die UFC-Kämpfe zurückzuführen!
Was hat "modern" mit "beliebt" zu tun? Eigentlich gar nichts. Wenn man sich die Anzahl an TKDin weltweit ansieht, frage ich mich allerdings, weshalb dieser Sport nicht mehr beliebt sein soll. Mit rund 70 Millionen TKDin weltweit würde ich TKD sogar als sehr beliebt einstufen.
Ja, ich will so ein hirnrissiges Training nicht erleben, weil es bis auf Verletzungen absolut nichts bringt. Es sei denn, den eingebildeten "Coolheits-Faktor".
oder man erkennt nicht die Ironie!
OK mal ehrlich: Mir und einigen anderen hat dieses Training damals viel Spaß gemacht; wir waren nie mehr als 10 Leute, aber die dürsteten nach diesem
Training. Natürlich hat es härter gemacht, wenn man regelmäßig im Winter draußen trainiert hat. Heute sehe ich sogar TKD-Sportler, die Schuhe zu jeder Jahreszeit tragen, weil der "Hallenboden zu kalt" ist. Das muss wohl nicht weiter kommentiert werden! Wir haben uns nie als die "Coolsten und Härtesten" gesehen, aber es hat halt ganz einfach Spaß gemacht. Man sollte nicht automatisch andere mit solchen Bewertungen klassifizieren.
ich hatte von deutschland geschrieben.
wie kommst du darauf, dass modern nichts mit beliebt zu tun hat?
vielleicht gibt es auch leute, welche dein training, welches ich nicht kenne, als aus ihrer sicht hirnrissig bezeichnen würden.
im übrigen sind dir weder hintergründe noch umstände der von red pumarius genannten trainingsform bekannt.
gruss
ITF TKD wird von der ITF auf jeden Fall nicht ausschließlich als Wettkampfsport gesehen. Das sieht man schon an den Prüfungsbewertungen. Tul zählt 3x so viel wie Kampf, und es wird wert darauf gelegt, das man die wissenschaftliche Begründung der Techniken kennt und die Techniken auch dementsprechend richtig ausführt.
Das im TKD früher mit Fingerstichen Vollkontakt gekämpft wurde wage ich zu bezweifeln. Kwon beschreibt in seinem 1971 erschienen Buch nämlich schon den kontaktlosen Kampf (bei dem allerdings alle Techniken erlaubt sind). Zu dem Zeitpunkt gab es den TKD gerade einmal 15 Jahre, glaube nicht dass sich in so kurzer Zeit so viel geändert hat. Und den Kwon Verband gab es damals erst recht noch nicht.
Und 70 Millionen sind nur die WTFler, die anderen Verbände kommen sogar noch dazu.
Ich finde TKD ist insofern sehr zeitgemäß, als dass es sehr wissenschaftlich aufgebaut und durchgedacht ist (zumindest das ITF System, WTF weiß ich nicht genau). TKD ist bei den jungen Leuten hierzulande leider trotzdem aus der Mode. Sehe ich ganz klar wenn ich die Leute im Kickboxen und TKD vergleiche.
Ich will ehrlich gesagt nicht im Schnee ohne Schutzausrüstung Vollkontakt kämpfen, darum bin ich froh dass es nicht mehr gemacht wird.
Bis auf spätere zahlreiche Landesmeistertitel im TKD (TURP), die erreicht wurden, hatten wir eben andere Prioritäten als Wettkampf! Damals war eine wilde Zeit, in der man eher mal Gelerntes im Fußballstadion anwenden wollte und auch hat, wenn es zu einer Schlägerei kam. Auch heute gehe ich recht beruhigt ins Fußballstadion, da man sich eine gewisse körperliche und mentale Härte in der Tat geholt hat.
ich kenne das buch von meister kwon - und ich kenne das training in den kwon jae hwa schulen.passt selbstverständlich zusammen.
du bist doch mittlerweile itf-mann.
dann lies mal im buch von choi hong hi ein bischen zwischen den zeilen.
im übrigen muss man die geschichtliche entwicklung des tkd von 1944- ca 1965 in korea etwas kennen, um sich das von meister kim beschriebene training vorstellen zu können.
wenn´s einen aber, wie offensichtlich dich, sowieso nicht interessiert, ist´s ja egal.
gruss
ps:
natürlich wurden im sparring fingerstiche nicht mit kontakt zu den augen ausgeführt.
ich hatte oben irgendwo mal vom selbständigen (weiter)denken geschrieben.also los!
Immer mal wieder interessant, unterschiedliche TKD-Ideologien zu lesen, aber
"Seelenverwandtschaften" machen es noch interessanter...
Ich wünsche euch einen schönen Abend, ich habe noch einen Termin!
Gruß
Kwon war damals durch und durch ITFler, er schreibt sogar, der Vorsitzende des Weltverbandes, Choi Hong Hi, sei unter keinen Umständen anzuzweifeln. Kwon hat also nur das wiedergegeben was Choi ihm beigebracht hat.
Kluges Kerlchen
Also bei "meinem" Training wird darauf geachtet, dass sich niemand verletzt, sprich keiner blutig den Dojang verlässt. Bei uns trainieren 2 ehemalige Staatsmeister, die auch ganz ohne pseudo-cooles Abhärtungstraining wirkliche gute Athleten geworden sind. Das halte ich persönlich für weit weniger hirnrissig ;).
Mich schockiert es ein wenig, dass du den offensichtlichen Bullshit von Red Pumarius noch verteidigst. Barfuß im Schnee trainieren, Vollkontakt ohne Schutzausrüstung und nur wenn man blutet ist man richtig "cool". Dann gehts ab ins Fußballstadion, um sich mit Hooligans zu prügeln. Ein Held, wie er im Buche steht :rolleyes:.
Du liest die Beiträge aber schon, bevor du antwortest, oder? Er hat doch selbst geschrieben, dass bei seinem tollen Training nur 10 Leute anwesend waren. Natürlich haben nicht alle so trainiert, absoluter Unfug.
1)hinsichtlich hirnrissig und auch sonst gibt es eben verschiedene ansichten, möglicherweise auch objektiv richtige.
2)ich habe den vortrag von rp nicht verteidigt, sondern darauf hingewiesen, dass es sich hierbei um ein beispiel handelt und du ausserdem nicht über die hintergründe informiert bist, so dass dir m. e. eine sachliche beurteilung nicht möglich ist.
3)rp hat nichts von vollkontakt ohne schutzausrüstung geschrieben, lediglich von prügeln ohne schutzausrüstung.
4)je nach dem, was man unter vollkontakt versteht, ist das aber z.b. im kyokushinkai karate üblich.
dort gibt es richtungen, denen das sog. budo-karate wichtig ist.
diese leute würden u.u. die von dir vorgezogene trainingsweise, zb unter sv gesichtspunkten, im vergleich zur dortigen trainingsweise als hirnrissig bezeichnen.
ist halt ansichtssache.
5)hinsichlich vorteil durch genanntes training:
es ging um wettkämpfer und die damals deutschlandweit andere trainingseinstellung, wofür das von rp beschriebene trainig ein beispiel war.
wenn also insgesamt die einstellung mehr auf härte ausgerichtet war, waren die vss. für alle gleich (theoretisch).
ob das beschriebene training als wettkampftraining sinnvoll ist, steht auf einem anderen blatt, wurde von rp m.e. aber auch nicht behauptet.
6) im buch von choi hong hi ist das barfüssige trainieren im schnee übrigens auch erwähnt.
7) ich würde mich aber an dieser einzelsache nicht so aufhängen.
rp hatte doch nur geschrieben, dass bei ihm das damals ab und zu gemacht worden ist und ihm persönlich das gefallen hat.
gruss
Zitat Affe:
"Mich schockiert es ein wenig, dass du den offensichtlichen Bullshit von Red Pumarius noch verteidigst. Barfuß im Schnee trainieren, Vollkontakt ohne Schutzausrüstung und nur wenn man blutet ist man richtig "cool". Dann gehts ab ins Fußballstadion, um sich mit Hooligans zu prügeln. Ein Held, wie er im Buche steht :rolleyes:."
Tja, was du halt als "Bullshit" bezeichnest, ist es für andere nicht (s. auch berechtigter Hinweis auf Choi Hong Hi! Das Buch steht seit zig Jahren in meinem Bücherregal). Zudem wurde nicht von "Vollkontakt" gesprochen, sondern von "Prügeln" - das ist ein Unterschied. Wir kämpften zeitweise nicht nach irgendwelchen Wettkampfregeln, denn uns ging es um andere Prioritäten!
Wahrscheinlich würden ich und einige alte Bekannte/Freunde dein Training als "Bullshit" bezeichnen, aber so unterschiedlich sind nun mal die Ansichten.
Deswegen halte ich, wenn ich mir hier immer wieder die geäußerten Positionen vor Augen halte, den Begriff Ideologie durchaus für gerechtfertigt, Zocker! Man lebt in unterschiedlichen TKD-Welten!
Außerdem sollte man nicht alle, die ins Fußballstadion gehen und es zu Auseinandersetzungen kommt, als "Hooligan bezeichnen, wenn man keine Ahnung von der Materie hat - es gibt zahlreiche Zwischenstufen! Einfach nur Klischeevorstellung und Nichtwissen!
Hallo Zocker, da ich auch jahrelang Karate - 2. Kyu - trainiert habe und zwar auch unterschiedliche Stile, kenne ich das Kyokus.-Karate. Da geht es wirklich ab und macht riesig Spaß!
Gruß
Hallo Affe
So abwegig ist das dargestellte gar nicht.
Ich habe 1970 (da war ich 11) mit dem Taekwon-Do angefangen. Wir haben im Winter auch draußen trainiert, Fallübungen auf Betonboden gemacht.
Wenn gekämpft wurde, dann "richtig". Es gab keine Schutzausrüstung (wohl dem, der einen Tiefschutz hatte), Gewichtsklassen waren sehr rar (bis 75 kg/+75 kg).
Die Härte beim Training war anders (ob besser sei dahingestellt).
Taekwon-Do als SV? Selbstverständlich. Hosinsul ist gut wenn man es so macht, wie es gedacht ist. Und nicht so verschnörkelte Shows darbeitet, wie es leider in so mancher PRüfungsordnung verankert ist.
Hosinsul ist Selbstverteidigung. Freie Anwendung der in der Grundschule und im reglementierten Kampf erlernten Techniken unter Berücksichtigung der geltenden Gesetze (Notwehr etc.).
In diesem Sinne schönes WE ;)
Drax
Es war schon etwas besonderes und hat mich zu dem gemacht, was ich heute bin.
Ich denke aber in unserer heutigen Zeit wird keine Sportschule oder Verein überleben, die/der so trainiert.
Manchmal wünsche ich mir auch, dass die Leute härter gegen sich selber sind und ab und zu hat man solch ein Prachtstück in seiner Gruppe.
Die Mehrzahl aber möchte nur einen interessanten Sport machen und das auch nur eine gewisse Zeit lang.
Aber jedem Tierchen sein Pläsierchen ;)
LG Drax
um mal zum Thema zurückzukommen^^..
ich finde schon das SV im Taekwondo nützlich ist. Sicherlich wird man mit Taekwondo kein Ultimativer Kämpfer der es auf der Straße mit 10 Leuten aufnehmen kann. Aber viele Situationen die geübt werden und Hebel/Würfe etc. die gelehrt werden sind doch schon realitätsnah und auch einfach anwendbar. Um sich auf der Straße zu verteidigen reicht das allemal. Man muss ja nicht gleich ins Sondereinsatzkommando aufgenommen werden. Unser Trainer sagt uns auch immer wieder, falls es auf der Straße mal zu so einer Aktion kommt, auf keinen Fall versuchen irgendwelche coolen High-kick-aktionen durchzuziehen. Und wenn einer mit nem Messer auf euch zugerannt kommt und neben euch steht ein Eimer, dann versucht nicht den tollen Kipphandhebel mal in Echt auszuprobieren, sondern haut dem Typen den Eimer vor den Schädel und seht das ihr Land gewinnt.
=D
stimmt mit dem Eimer
lg
Eine ganz alltägliche SV-Situation, passiert mir fast jeden zweiten Tag: Ein verrückter Messerstecher zieht seine Waffe schon in 10 Meter Entfernung und kommt brüllend auf mich zugerannt. Zum Glück steht bei mir in der Stadt alle 5 Schritte ein Eimer auf offener Straße, den man als tödliche Waffe einsetzen kann. Wenn man so einen schweren 500-Gramm-Eimer vor den Schädel bekommt ist man auch sofort bewusstlos. Super Strategie, kann ich jedem empfehlen.
--> ;)
Meine Güte, das war nur ein Beispiel um meinen Standpunkt klar zu machen^^
Ich hab ja nicht geschrieben das man grundsätzlich gegen einen Messerangriff die Eimerabwehr im Taekwondo lehren soll. Und ja selbst so ein leichter Eimer kann hilfreich sein da man damit auch etwas Platz zwischen sich und den Gegner bringen kann. Das war auch nicht bezogen auf Hapkido oder Allkampfmeister, sondern den Otto-normal-Kampfsportler der sich auch schon nach nem halben Jahr Training auf der Straße wehren können will.
Ja, vor so einem mächtigen Eimer hätte ich auch Respekt, dagegen wirkt ein Messer wie ein Spielzeug. Damit kann man die verrückten Messerstecher gleich gruppenweise in Schach halten. Du bist der Beweis schlechthin, wie toll SV in den meisten TKD-Vereinen unterrichtet wird :D.
Es war bei diesem Thema deutlich zu sehen, dass es noch mehr gibt, die früher ganz anders trainiert haben (manch einer bezeichnet das ja als "hirnrissig" und sogar als Lügenkonstrukt!) - es gibt sie also irgendwo noch da draußen. Echt klasse!!!