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Damiano R.
Nein.
Laut des durchführenden Homöopathen, hat er über die Behandlungsdauer hinweg bis zu 4 verschiedene Mittel ausprobiert, um die optimale Wirkung zu erreichen. Es ist davon auszugehen, dass er mit Beginn der Crossover-Phase nachjustiert hat, zumal sich hier wichtige Erkenntnisse für ihn ergeben haben, durch die verbliebenen Patienten. Diese wichtigen Informationen wird er in eine Einstellung der Medikamente hat fließen lassen,
Wenn die Verum-Behandlung kurz vor Beginn der Crossoverphase verändert wurde [z.B. in dem er von Phosphorsäure auf Kamille umgestiegen ist, oder von Brechnuss auf Quecksilber*] ist die ganze Studie natürlich wertlos.
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Damiano R.
Die typische Kurve einer Erstverschlimmerung im Verlauf der Crossover-Phase ist also überhaupt keine Überraschung.
Aus der Studie:
Die 62 an der Crossover-Studie teilnehmenden Kinder erreichten die Zulassungskriterien [für die Crossoverphase] nach einer durchschnittlichen Behandlungsdauer von 5,1 Monaten (SD 3,20, Bereich 1-18 Monate) mit einem mittleren CGI von 8 (Bereich 4-15).
D.h. die "Erstverschlimmerung" trat bei den Kindern bis zu anderthalb Jahren nach Beginn der Behandlung auf, im Schnitt nach über fünf Monaten, weil der Hauptautor - Deiner Meinung nach - just zu dem Zeitpunkt, wo sich der Zustand der Probanden so sehr gebessert hatte, dass das Kriterium für den Beginn der "eigentlichen wissenschaftlichen Untersuchung" [BR] erfüllt war, meinte, er müsse die monatelange erfolgreich Behandlung so "nachjustieren" dass schon in der Verumgruppe eine "Erstverschlimmerung" zu erwarten sei.
Um diese Erstverschlimmerung, dann mit der Verschlimmerung durch Absetzen des Verums zu vergleichen...?
In der Studie selbst berichten die Autoren, also insbesondere auch der behandelnde Homöopath Dr. med. Heiner Frei, allerdings nicht davon, dass dieser Anstieg der Symptome "überhaupt keine Überraschung" sei, sondern schreiben im Gegenteil, dass dieser Anstieg nicht zu erwarten war:
Ein weiterer Grund für diese kleine Differenz ist der unerwartete Anstieg des CGI während der Crossover-Periode eins in beiden Behandlungsgruppen.
und erklären - wie weiter vorne zitiert - den Anstieg in der Verumgruppe nicht mit einer veränderten Medikamentation, sondern durch die Erwartungshaltung der Eltern, nun einen Placebo zu bekommen, statt des bisher erfolgreichen Mittels.
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* Ja tatsächlich: Drei der 62 Patienten wurden mit Quecksilber - in Q-Potenzen - behandelt. Wird man bei einer Quecksilbervergiftung hyperaktiv? Oder handelt es sich dabei um einen Analogzauber, weil "wie Quecksilber" ja eine hohe Aktivität bezeichnet, so wie flüssiges Quecksilber, wenn es auf den Boden fällt, lustig umher rollt?
Bei 5 Patienten war Kamille das Mittel der Wahl, am häufigsten - bei 15 Patienten - kam "Calcarea Carbonica", also Kalk aus Austernschalen, zum Einsatz.
Wie da der Zusammenhang zu ADHS-Symptomen sein soll, ist mir auf den ersten Blick nicht klar.
Austern sind ja eher nicht hyperaktiv....