Zitat von
derKünstler
I
Arbeite ich ganzkörperlich und übe das über Jahre (und ewig- nicht fertig werdend), dann ist die stilistische Ausführung eine extreme Beschneidung dessen, was biomechanisch passiert.
Das Anheben des Ellbogen ist eine Streckung der Seitenlinie. Und die beginnt im Fuß. Folglich muss eine Anhebung im Sprunggelenk beginnen, sich im Knie fortsetzen, in der Hüfte weitergeführt werden und auch den Brustkorb einbeziehen. Dann bin ich funktionell lang. Alleine das sind schon sehr viele Gelenke und je nach Mobilität des Brustkorbs auch viele knorpelige Verbindungen, die am "Bong" beteiligt sind.
Nun geht der Ellbogen ja auch nach vorne. Also wird das Schlüsselbein aktiv, das Brustbein nach hinten und schiebt den gesamten Schulterapparat in seiner Komplexität nach vorne. Also wird neben der Fähigkeit, Länge in allen Gelenken der Flanke zu erzeugen, auch die Fähigkeit des Brustkorbs verlangt, sind abgetrennt einzuziehen und den Schulterapparat nach vorne zu schieben. Nun kommt noch die Rotation von Schulter und Handgelenk dazu.
Kurz: eine Bewegung wie "Bong" setzt einmal den ganzen Körper ein (mit entsprechendem Potential an Kraft und Flexibilität), wenn man jedes stilistische Denken fernhält, während der Stilist lediglich die Schulterrotation und Handgelenksrotation berücksichtigt und den restlichen Körper festhält und damit lähmt.
Deshalb lache ich über jede stilistische Interpretation einer völlig unnatürlich eingeschränkten Bewegung. (Teile das jedoch nicht! außer ich werde interessiert gefragt)
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